2nd Skin

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2nd Skin
Studioalbum von The Bates

Veröffent-
lichung(en)

5. Juni 2000

Aufnahme

Februar–April 2000

Label(s) Virgin Records

Format(e)

CD

Genre(s)

Punkrock

Titel (Anzahl)

15

Länge

39:47

Besetzung
  • Gitarre: Michael „Reb“ Rebbig
  • Schlagzeug: Frank „Klube“ Klubescheid
  • Rhythmusgitarre: Tilmann „Dully“ Schüssler

Produktion

The Bates & Martin Wagnitz

Studio(s)

Basement’s „Room No. 1“, Kassel

Chronologie
Right Here! Right Now!
(1999)
2nd Skin A Tribute to Zimbl - Rocking on Heaven’s Door
(2006)
Singleauskopplung
2000 Japanese Girl

2nd Skin ist das letzte Studioalbum der hessischen Punkrock-Band The Bates. Es erschien 2000 bei Virgin Records und enthält ausschließlich Coverversionen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album entstand als satirische Antwort auf Vorwürfe von Kritikern, dass die Band fast ausschließlich mit Coversongs, zum Beispiel Billie Jean von Michael Jackson und Hello von Shakespears Sister, Erfolge haben würde. Dazu wurde der passende Titel 2nd Skin (dt. ‚Zweite Haut‘) gewählt. Die Songauswahl beschränkt sich auf Klassiker der Rock- und Popmusik.[1] Bis auf die Songs von The Cure, Aneka und The Chameleons entstanden alle Lieder vor den 1980ern. An zu dieser Zeit aktueller Musik ist außerdem Blue von Eiffel 65 vertreten. Nach Aussagen der Musiker hat jeder Song für die Bandmitglieder eine Bedeutung. Die Idee hinter dem Album war es, „den ein oder anderen (Uralt-)Song für ein neues Publikum interessant [zu] machen“.[2]

Das Album wurde zwischen Februar und April 2000 im Basement’s „Room No. 1“ in Kassel eingespielt. Produzent war Martin Wagnitz. An den Aufnahmen ist erstmals der 1999 hinzugestoßene Gitarrist Tilmann "Dully" Schüssler beteiligt. Das Album erschien als limitiertes Digipak und als normale CD-Version am 5. Juni 2000.[3] Japanes Girl war als Single-Auskopplung eingeplant, wurde jedoch 2000 nur in geringer Stückzahl gepresst und dann gestrichen.[4]

Es sollte das letzte Album der Band werden. Die erste Tour zum Album endete am 26. August 2000 mit einem abgesagten Konzert und auch die Fortsetzung der Tour im Herbst musste vorzeitig beendet werden.[5] Hintergrund waren vermutlich persönliche Differenzen, die sich vor allem an Markus Zimmers Alkoholkonsum entfachten.[6] Ein Jahr nach Veröffentlichung des Albums gaben die Bates ihre Auflösung bekannt.[7]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# Titel Länge ursprünglicher Interpret Text und Komposition Musikverlag
1 Up the Down Escalator 3:48 The Chameleons Burges/Lever/Fielding/Smithies EMI Virgin Music Publishing
2 Out of Time 2:24 The Rolling Stones Mick Jagger/Keith Richards Essex Musikvertriebs GmbH
3 Japanese Girl (Originaltitel: Japanese Boy) 3:11 Aneka Heatlie EMI Publishing
4 Ferry ’Cross the Mersey 2:01 Gerry & the Pacemakers Marsden Universal Music Publishing
5 Children of the Revolution 2:20 T. Rex Bolan WIzard Ltd.
6 Wailing Wall 2:39 The Cure Smith Musikverlag Intersong GmbH
7 48 Crash 2:48 Suzi Quatro Chinn/Chapman Chinnichap/rak Publ. Ltd.
8 Sorry Suzanne 3:00 The Hollies Stephens/Macauley Musik-Edition Discoton
9 Blue 1:22 Eiffel 65 Randone/Gabutti GZ2538Publishing
10 To Know Her Is to Love Her (Originaltitel: To Know Him Is to Love Him) 2:26 The Teddy Bears Spector Abkco Music Publishing
11 A Glass of Champagne 2:27 Sailor Kajanus Warner/Chappell
12 Nights in White Satin 3:30 The Moody Blues Hayward Tyler Music Ltd.
13 Big Spender 1:55 Shirley Bassey Coleman/Fields Connelly Musikverlag Sikorski Kg
14 Up Around the Bend 2:27 CCR Fogerty Jondira-BMI
15 Helter Skelter 3:24 The Beatles Lennon/McCartney Sony/ATV Music Publ./EMI Songs

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikalisch wurden die Lieder im typischen Bates-Stil umgesetzt, also vornehmlich schneller, lauter und direkter eingespielt.[1] Das Lied Blue, im Original dem Eurodance zuzuordnen, klingt in der Bates-Version nach Metal.[2] Anekas Japanese Boy wurde in Japanese Girl umgetauft und auch das Cover von den Teddy Bears wurde geschlechtlich zu To Know Her Is to Love Her verändert.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bettina Doerr von Laut.de hob hervor, dass dieses Album „leider nicht die Klasse ihrer Version von ‚Hello (Turn Your Radio On)‘ oder die geniale Interpretation des deutschen Kanons ‚Heo, spann den Wagen an‘“ erreiche.[1] Im Visions wurden die Lieder als „eierlos verschunkelrockt[e] Neuauflagen von vier mäßig talentierten Scherzkeksen“ verrissen.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Bettina Doerr: Klassiker der Rockgeschichte, krachig und direkt gespielt. Abgerufen am 2. März 2012.
  2. a b Review. (Nicht mehr online verfügbar.) Whiskey-soda.de, archiviert vom Original am 25. Oktober 2013; abgerufen am 2. März 2012.
  3. Alben. (Nicht mehr online verfügbar.) Offizielle Website, archiviert vom Original am 12. Mai 2012; abgerufen am 2. März 2012.
  4. Singles. (Nicht mehr online verfügbar.) Offizielle Website, archiviert vom Original am 4. Mai 2012; abgerufen am 2. März 2012.
  5. Band-History. (Nicht mehr online verfügbar.) Offizielle Website, archiviert vom Original am 4. Mai 2012; abgerufen am 2. März 2012.
  6. Bates-Sänger verstorben. (Nicht mehr online verfügbar.) Kino.de, 29. Juni 2006, archiviert vom Original am 6. Februar 2013; abgerufen am 2. März 2012.
  7. Bandbiografie. Laut.de, abgerufen am 2. März 2012.
  8. Kritik. In: Visions. Nr. 87, Juni 2006 (visions.de).