Adam Kaspar Hesselbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Adam Kaspar Hesselbach (* 15. Januar 1788 in Würzburg; † 6. Mai 1856) war ein deutscher Anatom und Chirurg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sohn von Franz Kaspar Hesselbach studierte Hesselbach Medizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 1806 wurde er im Corps Franconia Würzburg aktiv.[1] 1818 wurde er zum Dr. phil. et med. promoviert.[2] Als Professor der Chirurgie wurde er 1828 an die chirurgische Schule zu Bamberg versetzt und zugleich zum Oberwundarzt des dortigen allgemeinen Krankenhauses ernannt. 1833 wurde die chirurgische Schule geschlossen. Ab 1836 lehrte er an der neu gegründeten Baderschule in Bamberg, die 1843 ebenfalls geschlossen wurde.

Hesselbach galt als „eingebildeter und unverträglicher Charakter“; jedoch sei er ein „sehr gut beanlagter Mann“, der auf dem Gebiete der Anatomie und Chirurgie einiges geleistet habe. Er befasste sich vor allem mit dem Leistenbruch und erfand das Bruchband.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beschreibung des menschlichen Auges, 1820
  • Beschreibung der pathologischen Präparate, welche in der königlichen anatomischen Anstalt zu Würzburg aufbewahrt werden, 1824
  • Die sicherste Art des Bauchschnitts in der Leiste, 1819
  • Die Lehre von den Eingeweidebrüchen, 1829/30.
  • Handbuch der chirurgischen Pathologie und Therapie für praktische Aerzte und Wundärzte. Jena 1844.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Gurlt: Hesselbach, Adam Kaspar. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 12, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 311 f.
  • Helmut Lermann: Die Prosektoren Hesselbach. Franz Caspar Hesselbach und Adam Kaspar Hesselbach als Prosektoren der Würzburger Anatomischen Anstalt. Dissertation Univ. Würzburg 1962.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 202, 22.
  2. Dissertation: Bericht von der Königlichen anatomischen Anstalt zu Würzburg
  3. a b GoogleBooks