Agrofert

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Agrofert a.s.

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Rechtsform Aktiengesellschaft (Akciová společnost)
Gründung 1993[1]
Sitz Prag TschechienTschechien Tschechien
Leitung

Zbyněk Průša

Mitarbeiterzahl

33.778[2]:47

Umsatz 166,8 Mrd. (6,4 Mrd. Euro)[2]:4
Branche Chemie, Handel, Nahrungsmittel, Medien
Website www.agrofert.cz
Stand: 2014

Agrofert ist ein tschechisches Unternehmen, das in den Bereichen Grundstoffindustrie, Chemie, erneuerbare Energien, Land- und Forstwirtschaft, Agrarhandel, Lebensmittelherstellung und Medien tätig ist. Es besitzt zahlreiche Tochtergesellschaften, darunter die Stickstoffwerke Piesteritz in der Lutherstadt Wittenberg, Deutschlands größter Stickstoffdüngerhersteller, die Lovochemie, den Biodieselhersteller Preol, DEZA und den Brothersteller Lieken. Agrofert entstand 1993 als Tochter des staatlichen Außenhandelskonzerns der Tschechoslowakei, Petrimex.[1] Sie ist heute eines der größten Unternehmen[3] und der größte private Arbeitgeber Tschechiens, besitzt 57.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen (1,6 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche) betreibt das zweitgrößte Bäckerei- und Molkereiunternehmen Tschechiens und den größten Schweinefleischproduzenten des Landes (Stand 2015).[4] Mit der Übernahme von Lieken im Jahr 2013 setzte Agrofert seine Expansion im Ausland fort. [5] Im selben Jahr wurde auch die bisher der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft (Verlag der Zeitung Rheinische Post) gehörende Medienholding MAFRA durch die Agrofert-Tochter AGF Media a. s. übernommen. Sie verlegt die Nummer 1 und Nummer 3 unter den landesweit verbreiteten Zeitungen Tschechiens (Mladá fronta Dnes und Lidové noviny).[6]

Zwischen 2004 und 2013 erhielt Agrofert in Tschechien etwa 160 Millionen Euro Fördergelder. 2014 und 2015, seit Babiš Finanzminister ist, bekam das Unternehmen insgesamt 92 Millionen Euro.[7]

Das Unternehmen wurde von Andrej Babiš gegründet, der seit Anfang 2014 Vizepremier und Finanzminister der Tschechischen Republik war und bei den Abgeordnetenhauswahlen 2017 mit seiner Partei ANO 2011 eindeutig zum Wahlsieger wurde.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Agrofert – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Handelsregister auf justice.cz, Wirtschafts-Identifikationsnummer (IČ) 48117072, AGROFERT, spol. s r.o.
  2. a b Der Jahresbericht von 2014.
  3. Tschechiens Top 100 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.czechtop100.cz
  4. lieken.de (Memento des Originals vom 17. November 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lieken.de
  5. Agrofert-Chef expandiert in Deutschland. „Ich bin ja nicht Gott“. In: Wirtschaftswoche, 18. Juni 2013
  6. Ein Oligarch macht Politik. Tschechien: Milliardär Andrej Babis mischt Wahlkampf auf. 11. Oktober 2013
  7. Einer flog übers Storchennest. Die vielen Skandale in Tschechien dokumentierten, wie korrupt Politiker seien. In: Die Zeit, Nr. 33/2016
  8. Volby do Poslanecké sněmovny Parlamentu České republiky konané ve dnech 20.10. – 21.10.2017, Angaben des Tschechischen statistischen Amtes ČSÚ, online auf: volby.cz/pls/