Aldona Gustas

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Aldona Gustas (2012)

Aldona Maria Gustas (* 2. März 1932 in Karzewischken, Rajongemeinde Šilutė, Litauen) ist eine deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Malerin litauischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldona Gustas wuchs in Litauen auf und übersiedelte 1941 nach Deutschland, wo sie zunächst in Rostock und ab 1945 im damaligen West-Berlin lebt. Seit 1957 ist sie dort als Autorin, seit 1970 auch als bildende Künstlerin tätig, die in Graphik und Malerei von Horst Strempel und Matthias Koeppel unterrichtet wurde. 1972 gründete sie gemeinsam mit Wolfdietrich Schnurre, Günter Grass, Kurt Mühlenhaupt und Günter Bruno Fuchs die Berliner Malerpoeten. Für diese Künstlervereinigung organisierte sie Ausstellungen im In- und Ausland und gab Kataloge heraus. Sie lebt und wirkt auch nach der Wende weiterhin in Berlin.

Sie war mit dem Schriftsteller Georg Holmsten (1913–2010) verheiratet.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldona Gustas debütierte 1962 mit dem Gedichtband »Nachtstraßen« in der Eremitenpresse von Victor Otto Stomps. Hans Sünderhauf illustrierte den Band mit seinen Holzschnitten. Seitdem erschien die Mehrzahl ihrer zahlreichen Gedichtbände in den Verlagen Eremitenpresse und Corvinus Presse, vielfach mit eigenen Zeichnungen und Grafiken. Aldona Gustas ist mit Gedichten in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften vertreten. Ihre Texte wurden ins Litauische, Italienische, Spanische, Französische, Russische, Polnische und ins amerikanische Englisch übersetzt. Sie ist Mitglied der Varnhagen Gesellschaft, der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik und des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di.

Einzeltitel (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeit zeitigt. Corvinus Presse, Berlin 2017.
  • Untoter. Corvinus Presse, Berlin 2011.
  • Berliner Tagebuch. Gedichte. Eremiten-Presse, Düsseldorf 2006, ISBN 978-3-873653-41-2
  • Mitlesebuch 77. Ausgewählte Gedichte und Grafiken. Aphaia Verlag, Berlin 2005.
  • Nachtversunken. Zweisprachige Ausgabe: Deutsch/Polnisch. Übersetzt von Waldemar A. Zamlewski. Wielkopolska Agencja Literacka, Posen 2004, ISBN 83-901586-7-1
  • Asyl im Gedicht. Eremiten-Presse, Düsseldorf 2001, ISBN 3-87365-326-5
  • Sphinxfrauen. Texte und Zeichnungen. Corvinus Presse, Berlin 1999, ISBN 3-910172-64-4
  • aber mein Herz ist ein Herkules. Hundert Liebesgedichte. Eremiten-Presse, Düsseldorf 1998, ISBN 3-87365-314-1.
  • Jetzt. Gedichte und Zeichnungen. Corvinus Presse, Berlin 1997, ISBN 3-910172-57-1.
  • Sonnenzyklus. Corvinus Presse, Berlin 1997, ISBN 3-910172-59-8.
  • Symbiosefrauen. Zeichnungen und Prosa. Corvinus Presse, Berlin 1993, ISBN 3-910172-18-0
  • Querschnitt. Gesammelte Gedichte 1962 - 1992. Eremiten-Presse, Düsseldorf 1992, ISBN 3-87365-269-2
  • Körpernaturen. Zeichnungen und Gedichte. Institut für Lippische Landeskunde, Detmold 1991, ISBN 3-9802501-9-9.
  • Sekundenresidenzen. Gedichte und Bilder. Eremiten-Presse, Düsseldorf 1989, ISBN 3-87365-248-X.
  • Erotische Gedichte von Männern. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1987, ISBN 3423107146.
  • Erotische Gedichte von Frauen. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1988, ISBN 3423104481.
  • Frankierter Morgenhimmel. Eremiten-Presse, Düsseldorf 1975.
  • Berliner Malerpoeten. Einleitung von Karl Krolow. Nicolai, Berlin 1974, ISBN 3-87584-039-9, (2. Auflage 1978, ISBN 3-87584-074-7.)
  • Asyl im Geschlecht. Zeichnungen und Zeilen. Ladengalerie, Berlin 1990, ISBN 3-926460-15-6.
  • worterotik. Wolfgang Fietkau Verlag (Schritte 21), Berlin 1971, ISBN 3-87352-021-4.
  • Grasdeuter. Handpressendruck. Hannover 1962.
  • Nachtstraßen. Eremiten-Presse, Stierstadt 1962.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]