Ali Sami Yen

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Ali Sami Yen
Founder Ali Sami Yen.jpg
Personalia
Geburtstag 20. Mai 1886
Geburtsort IstanbulOsmanisches Reich
Sterbedatum 29. Juli 1951
Sterbeort Istanbul, Türkei
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1905–1910 Galatasaray Istanbul
Stationen als Trainer
Jahre Station
1916–1917 Galatasaray Istanbul
1923 Türkei
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Ali Sami Yen (* 20. Mai 1886 in Istanbul, Türkei;[1]29. Juli 1951 in Istanbul) war ein türkischer Fußballspieler, -trainer und Sportfunktionär mit albanischem Migrationshintergrund. Er war einer der Gründungsmitglieder und erster Präsident des Traditionsvereins Galatasaray Istanbul.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yen kam im Istanbuler Stadtteil Üsküdar als Sohn des Schriftstellers Sami Frashëri, einem der bedeutendsten Träger der albanischen Nationalbewegung und der modernen türkischen Literatur, auf die Welt. Sein Vater, der sich in der Türkei Şemseddin Sami nannte, war der Verfasser des ersten türkischen Romans Taaşşuk-ı Talat ve Fitnat (1872) und der ersten türkischsprachigen Enzyklopädie Kamus-ül Alam (1889–1898). Im Gegensatz zu seinem Vater wählte Yen ausschließlich „eine türkische Identität“.[2]

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yen studierte an dem renommierten Galatasaray-Gymnasium. Im Oktober 1905 entschied eine Gruppe von Schülern des Gymnasiums, zu denen auch Yen gehörte einen, den gleichnamigen Sportklub zu gründen. Das Ziel dieser Gründergruppe war es, mit der Mannschaft zu spielen wie die Engländer, einen eigenen Namen und eine eigene Farbe zu besitzen. Yen spielte von 1905 bis 1910 für Galatasaray und gewann mit seinen Mitspielern in den Spielzeiten 1908/09 und 1909/10 die Meisterschaft der İstanbul Futbol Ligi, der damals renommiertesten Liga des Landes.

Trainer- und Funktionärskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yen war ab der Vereinsgründung Galatasarays auch als Vereinsfunktionär tätig und fungierte von 1905 bis 1918, und zwischenzeitlich 1925, als Vereinspräsident. Zudem war er von 1916 bis 1917 zusätzlich als Trainer des Klubs aktiv.

In den Jahren 1926 bis 1931 war Yen Präsident des türkischen Olympia-Komitees und 1923 der erste Trainer der türkischen Fußballnationalmannschaft.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ali Sami Yen verstarb am 29. Juli 1951 in Istanbul. Bei seiner Beerdigung wurde ein Trauermarsch an dem sehr viele Prominente teilnahmen veranstaltet. Sein Sarg wurde vom Vereinshaus bis zum Feriköy-Friedhof getragen und anschließend dort beigesetzt.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das nicht mehr vorhandene Ali Sami Yen Stadyumu, welches bis 2011 als Heimstadion von Galatasaray fungierte, war ihm gewidmet. Seit 2011 wird das Sportgelände, auf dem sich das neue Stadion Galatasarays, die Türk Telekom Arena, befindet, als Aslantepe Ali Sami Yen Spor Kompleksi bezeichnet; es ist indirekt also auch nach Yen benannt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ali Sami Yen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. İbrahim Aksu: The story of Turkish surnames: an onomastic study of Turkish family names, their origins, and related matters. Vol. 1. Olay Gazete Press, 2005, ISBN 978-9944-5163-0-3 (Auszug der S. 128 auf Google Books).
  2. Oliver Jens Schmitt: Die Albaner. C.H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63031-6.