Allmosen

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Koordinaten: 51° 34′ 58″ N, 14° 5′ 43″ O
Höhe: 112 m ü. NHN
Fläche: 4,86 km²[1]
Einwohner: 119 (1. Sep. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 01983
Vorwahl: 035753

Allmosen (niedersorbisch Wołobuz) ist ein Ortsteil der südbrandenburgischen Stadt Großräschen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allmosen liegt in der Niederlausitz am neu entstehenden Sedlitzer See im Lausitzer Seenland.

Allmosen ist der östlichste Ortsteil der Stadt Großräschen. Westlich schließen sich der Ortsteil Dörrwalde und Großräschen an und nordwestlich der Ortsteil Woschkow. Nördlich und östlich grenzen Orte der Gemeinde Neu-Seeland, im Norden Leeskow und Bahnsdorf im Osten. In nordöstlicher Richtung liegt die Stadt Neupetershain. In südwestlicher Richtung schließt sich Sedlitz an, ein Ortsteil der Stadt Senftenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalgeschützte Dorfkirche mit den flankierenden Linden

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allmosen wurde 1536 erstmals urkundlich erwähnt. Wenig später, im Jahr 1548, brannte der Ort ab. Gemeinsam mit dem benachbarten Bahnsdorf gehörte Allmosen zur Herrschaft Cottbus, die an das Kurfürstentum Brandenburg kam. Der Ortsname von Allmosen ist von dem sorbischen Personennamen Wolibud abgeleitet, die Schreibweise wurde später angepasst.[2]

Im Jahr 1861 erbaute man im Ort eine Schule und 1864 eine Ziegelei und eine Windmühle. Die Freiwillige Feuerwehr gründete sich 1911. Bei der Verwaltungsreform in der DDR im Juli 1952 kam Allmosen an den neugegründeten Kreis Senftenberg. 1964 erfolgte der Anschluss an das Wasserleitungsnetz. Zum 1. Januar 1974 wurde Allmosen, am 1. Juni 1974 Lieske in die Gemeinde Bahnsdorf eingegliedert. Infolge der Wende war Allmosen ab dem 6. Mai 1990 wieder eine selbständige Gemeinde.[3] Ab 1992 gehörte sie zum Amt Großräschen. Zum 31. Dezember 2001 wurde Allmosen nach Großräschen eingemeindet.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen der Eingemeindung liegen zwischen 1974 und 1990 sowie nach 2001 keine amtlichen Einwohnerzahlen vor. Durch den Neubau von 17 Häusern stieg von 1990 bis 1999 die Einwohnerzahl um 50 Prozent.

Einwohnerentwicklung in Allmosen von 1875 bis 2000[5]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 185 1933 201 1964 169 1989 1993 102 1997 138
1890 217 1939 196 1971 176 1990 110 1994 110 1998 141
1910 218 1946 236 1981 1991 104 1995 107 1999 153
1925 221 1950 224 1985 1992 103 1996 120 2000 161

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1864 wurde die Allmosener Dorfkirche fertiggestellt, die mit den flankierenden Linden zu den Denkmalen der Stadt Großräschen zählt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Allmosen führt die Bundesstraße 169 von Senftenberg nach Cottbus.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ortsteil Allmosen. In: grossraeschen.de. Stadt Großräschen, abgerufen am 17. April 2019.
  2. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin: Alter - Herkunft - Bedeutung. be.bra Wissenschaft, 2005, S. 18.
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.2001
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 KB) Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 19. April 2015.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schriftenreihe für Heimatforschung Kreis Senftenberg, Heft Nr. 1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Allmosen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien