Almog Cohen

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Almog Cohen
Almog Cohen 2011.jpg
Almog Cohen (2011)
Spielerinformationen
Name אלמוג כהן
Geburtstag 1. September 1988
Geburtsort Be’er SchevaIsrael
Größe 170 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1998–2006 Beitar Tubruk
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2006–2010 Maccabi Netanja 89 (8)
2010–2013 1. FC Nürnberg 58 (2)
2013 → Hapoel Tel Aviv (Leihe) 12 (1)
2013– FC Ingolstadt 04 78 (8)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2007–2010 Israel U-21 12 (0)
2010– Israel 19 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2016/17

2 Stand: 11. Juni 2017

Almog Cohen (hebräisch אלמוג כהן, * 1. September 1988 in Be’er Scheva) ist ein israelischer Fußballspieler und ist seit 2013 beim FC Ingolstadt 04 unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginn in Israel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cohen begann seine Karriere bei Beitar Tubruk und wechselte 2006 zu Maccabi Netanja. 2007 schaffte er den Sprung in die U-21-Nationalmannschaft.

1. FC Nürnberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 2010 unterschrieb er einen Dreijahresvertrag beim Bundesligisten 1. FC Nürnberg.[1] In der Hinrunde der Saison 2010/11 kam er regelmäßig zum Einsatz und bestritt am letzten Hinrundenspieltag sein erstes Spiel über 90 Minuten. In der Rückrunde begann er fast immer von Beginn an. Am 29. Januar 2011 (30. Spieltag) erzielte er im Punktspiel gegen den Hamburger SV mit dem Treffer zum 2:0-Endstand seinen ersten Pflichtspieltreffer für den 1. FC Nürnberg.[2] Im April 2011 verlängerte Cohen seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2014.[3]

Leihe zu Hapoel Tel Aviv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang Februar wurde bekannt, dass Cohen auf eigenen Wunsch hin bis zum Sommer 2013 an den israelischen Fußballverein Hapoel Tel Aviv verliehen wird.[4]

Almog Cohen 2017

FC Ingolstadt 04[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Leihvertrag dauerte nur fünf Monate an, da sich Cohen für den Zweitligisten FC Ingolstadt 04 entschied, welcher ihn mit einem Dreijahresvertrag ausstattete.[5] Die Vertragslaufzeit hatte er trotz des Abstieges seines Vereins in die 2. Bundesliga 2017 vorzeitig um drei Jahre, bis zum 30. Juni 2021, verlängert.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. September 2010 wurde Cohen erstmals in die A-Nationalmannschaft Israels berufen. Er debütierte an diesem Tag (über 90 Minuten) im EM-Qualifikationsspiel gegen die Maltesische Nationalmannschaft, das mit einem 3:1-Sieg für Israel endete; seitdem wird er regelmäßig in die israelische Auswahl berufen.[7]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund seiner aggressiven Zweikampfführung und seiner äußeren Erscheinung wird er auch Gattuso von Israel genannt, an Anlehnung des italienischen Fußballers Gennaro Gattuso.[8] Tatsächlich bezeichnet Cohen Gattuso als sein Idol und hat sich eine ähnliche Frisur und einen Bart wie der Italiener schneiden lassen.[9]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cohen ist mit 109 Bundesligaspielen (9 Tore), der am häufigsten eingesetzte Spieler aus Israel. (Stand: 20. Mai 2017) Sein Start in Deutschland verlief aufgrund von Sprachbarrieren zunächst schwierig, als gläubiger Jude konnte er sich in den ersten Monaten fast nur vegetarisch ernähren, da er kein koscheres Fleisch finden konnte. Dieses beziehe er mittlerweile aus Frankfurt am Main. Abgesehen vom Vorfall in Berlin sei er weder Antisemitismus, noch Hass begegnet. Da er am Sabbat eigentlich nicht arbeiten dürfte, sich dieser allerdings mit den Bundesliga- Spieltagen kreuzt, verzichtet er im Ausgleich auf die Verwendung von elektronischen Geräten. Als seine beiden besten Freunde zu Zeiten in Nürnberg bezeichnet er İlkay Gündoğan und Mehmet Ekici.[10]

Als Fans von Cohen am 26. April 2015 zu dessen Unterstützung beim Hinspiel gegen 1. FC Union Berlin im Stadion die Fahne seiner Heimat Israel zeigten, ordnete der verantwortliche Polizeiführer zur Gefahrenabwehr das Einrollen der Fahne an. Wegen der großen palästinensischen Gemeinde in Berlin sei keine politische Aussage im Stadion erwünscht. Auf Cohens Nachfrage, ob auch Flaggen anderer Länder verboten seien, antwortete man ihm, dass dies nur die jüdische Fahne betreffe. Der Berliner Polizeipräsident entschuldigte sich später für den Vorfall.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthäus gratuliert zu Cohen, kicker.de
  2. 2:0 - Club zwingt HSV in die Knie
  3. Offizielle Bestätigung der Vertragsverlängerung durch Nürnberg
  4. Auf eigenen Wunsch: Cohen wird ausgeliehen
  5. Pressemitteilung auf der Homepage des Vereins
  6. Meldung auf Kicker.de
  7. Israel-Malta 3:1 (The Israel Football Association)
  8. Er spielt wie Gattuso – Israel feiert Club-Star Cohen. Die Bild.
  9. Ein bißchen Matthäus, ein wenig Gattuso. Welt online; abgerufen am 18. Februar 2011.
  10. Wird man als jüdischer Fußballer in Deutschland anders behandelt, Almog Cohen? | VICE Sports. In: VICE Sports. (vice.com [abgerufen am 16. Dezember 2016]).
  11. Polizei entschuldigt sich für Entfernen von Israel-Fahne. Zeit online, 27. April 2015