Alois Pupp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alois „Vijo“ Pupp (* 26. Februar 1900 in Untermoi/St. Martin in Thurn; † 22. Februar 1969 in Brixen) war ein Südtiroler Politiker.

Alois Pupp besuchte das Vinzentinum in Brixen und studierte anschließend Elektrotechnik in Wien. In Mailand arbeitete der Diplom-Ingenieur bei Siemens, in München im Landesvermessungsamt und danach in der Forschungszentrale von Pfaffenhofen (Bayern). 1943 wurde er Mitglied der NSDAP.[1] Von 1945 bis 1948 unterrichtete Pupp Mathematik und Physik im Wissenschaftlichen Lyzeum von Brixen.[2]

Der Ladiner Pupp war Mitglied der Südtiroler Volkspartei und seit 1952 deren Obmannstellvertreter. Von 1948 bis 1968 gehörte er dem Regionalrat Trentino-Südtirol und damit gleichzeitig dem Südtiroler Landtag an. Von 1949 bis 1951 war er stellvertretender Assessor in der Regionalregierung, von 1962 bis 1964 und von 1966 bis 1968 Regionalratspräsident. Zudem war er mehrmals Mitglied der Südtiroler Landesregierung: Von 1950 bis 1952 war er Landesrat für Vermögen und Finanzen im Kabinett Erckert I, von 1952 bis 1956 Landesrat für öffentliche Arbeiten im Kabinett Erckert II. Nach dem Tode Karl Erckerts 1956 übernahm er für die letzten Monate bis zum Ende der Legislaturperiode das Amt des Südtiroler Landeshauptmanns. Nach der Bestätigung bei der Regionalratswahl im selben Jahr stand er bis 1960 als Landeshauptmann dem Kabinett Pupp vor. Während seiner letzten zwei Legislaturperioden fungierte er von 1962 bis 1962 sowie von 1964 bis 1966 als Landtagspräsident.

Pupp war auch Mitbegründer und erster Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes (1958–1961).

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf von Unterrichter (Red.): Festschrift Alois Vijo Pupp: Landeshauptmann von Südtirol, Landesschützenkommandant; herausgegeben anläßlich der Enthüllung des Ehrenmals im Stadtpark von Brixen. Komitee zur Errichtung des Ehrenmals für den Landeshauptmann Dr. Ing. Alois Vijo Pupp, Brixen 1980

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Christoph Franceschini: Tiroler Gewissen mit Gedächtnislücken. In: Neue Südtiroler Tageszeitung. 26. April 2009.
  2. Eduard Widmoser: Südtirol A- Z. Band 4, Südtirol-Verlag, Innsbruck u. a. 1995, ISBN 3-87803-008-3, S. 122.