Regionalrat Trentino-Südtirol

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Regionalrat Trentino-Südtirols
Wappen der Autonomen Region Trentino-Südtirol Sitzungssaal
Logo Sitzungssaal
Basisdaten
Sitz: Trient und Bozen
Legislaturperiode: fünf Jahre
Erste Sitzung: 1948
Abgeordnete: 70
Aktuelle Legislaturperiode
Letzte Wahl: BZ: 21. Oktober 2018

TN: 21. Oktober 2018

Nächste Wahl: 2023
Vorsitz: Roberto Paccher (LN)
            
Sitzverteilung:
  • M5S 3
  • TK 6
  • Grüne 3
  • Futura 2
  • PD 6
  • UpT 1
  • PATT 4
  • SVP 15
  • F/AP 3
  • STF 2
  • ital. Mitte-Rechts 7
  • LN 18
  • Website
    www.regionalrat.tnst.it

    Der Regionalrat Trentino-Südtirol (italienisch Consiglio regionale del Trentino-Alto Adige, ladinisch Cunsëi dla Regiun Autonoma dl Trentino-Südtirol, ladinisch) ist legislatives Organ der Autonomen Region Trentino-Südtirol in Italien. Er besteht seit Gründung der Region Trentino-Südtirol im Jahr 1948 und hat heute je einen Sitz im Trentino und in Südtirol. Die Sitzungen des Regionalrats werden während der ersten Hälfte einer Legislaturperiode (zweieinhalb Jahre) zunächst im Amtsgebäude der Autonomen Region Trentino-Südtirol in Trient, während der zweiten Hälfte dann im Landtagsgebäude in Bozen einberufen. Zu seinen hauptsächlichen Aufgaben gehören die Erlassung von Regionalgesetzen und die Wahl der Regionalregierung Trentino-Südtirol.

    Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Folge des Ersten Autonomiestatutes von 1948 erhielt die Region Trentino-Südtirol den Status einer autonomen Region mit erweiterten Kompetenzen. Der damals alle vier Jahre gewählte Regionalrat übte die entsprechenden Gesetzgebungsbefugnisse aus.

    Nach Verabschiedung (1971) und Inkrafttreten (1972) des Zweiten Autonomiestatutes wurden die meisten Kompetenzen auf die Ebene der Provinzen Trentino und Südtirol verlagert. Der nahezu entmachtete und nun alle fünf Jahre gewählte Regionalrat verlor in der Folge stark an politischer Bedeutung.

    Seit der Verfassungsreform vom 2001 wird er auch nicht mehr unmittelbar gewählt.

    Zusammensetzung des Regionalrats[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Regionalrat besteht aus 70 Mandataren. Er setzt sich zusammen aus den 35 Abgeordneten des Südtiroler Landtags und den 35 Abgeordneten des Trentiner Landtags.

    Präsidium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Verwaltet und geleitet wird der Regionalrat von einem Präsidium, dem ein Präsident, zwei Vizepräsidenten und Präsidialsekretäre angehören. Alle Funktionäre werden vom Landtag aus seinen eigenen Reihen gewählt. Die Amtsdauer des Regionalratspräsidenten beträgt zweieinhalb Jahre, damit im Laufe der fünfjährigen Legislaturperiode sowohl ein Vertreter der deutschen als auch der italienischen Sprachgruppe den Vorsitz führen kann. Prinzipiell besteht für beide Sprachgruppen auch alternativ die Möglichkeit, sich auf einen ladinischsprachigen Abgeordneten als Präsidenten zu einigen. Die beiden Vizepräsidenten müssen jeweils aus jenen Abgeordneten gewählt werden, die nicht der Sprachgruppe des Präsidenten angehören (ein deutschsprachiger Regionalratspräsident muss also beispielsweise von einem italienisch- und einem ladinischsprachigen Vizepräsidenten assistiert werden).

    Die Möglichkeit der Wahl eines ladinischen Regionalratspräsidenten bzw. -vizepräsidenten besteht erst seit der Verabschiedung des Verfassungsgesetzes Nr. 2/2001. Bis dahin waren diese Ämter allein der deutschen und der italienischen Sprachgruppe vorbehalten gewesen.

    Wahl Legislatur-
    periode
    Regionalratspräsident Regionalratsvizepräsident
    Regionalratswahl 1948 I.
    Regionalratswahl 1952 II.
    Regionalratswahl 1956 III.
    Regionalratswahl 1960 IV.
    Regionalratswahl 1964 V.
    Regionalratswahl 1968 VI.
    Regionalratswahl 1973 VII.
    Regionalratswahl 1978 VIII.
    Regionalratswahl 1983 IX.
    Regionalratswahl 1988 X.
    Regionalratswahl 1993 XI.
    Regionalratswahl 1998 XII.
    Landtagswahlen 2003
    Trentino und Südtirol
    XIII.
    Landtagswahlen 2008
    Trentino und Südtirol
    XIV.
    Landtagswahlen 2013
    Trentino und Südtirol
    XV.
    Landtagswahlen 2018
    Trentino und Südtirol
    XVI.

    Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]