Alpenmargerite

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Alpenmargerite
Gewöhnliche Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina)

Gewöhnliche Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Alpenwucherblumen (Leucanthemopsis)
Art: Alpenmargerite
Wissenschaftlicher Name
Leucanthemopsis alpina
(L.) Heywood

Die Gewöhnliche Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina (L.) Tzvelev, Syn.: Chrysanthemum alpinum L. und Tanacetum alpinum (L.) Schultz Bip.), auch Alpenwucherblume genannt, gehört zur Gattung der Alpenwucherblumen (Leucanthemopsis).

Beschreibung[Bearbeiten]

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 5 bis 15 Zentimetern. Sie ist kahl bis anliegend behaart und wächst rasig mit einköpfigem, wenigblättrigem Stängel. Die grundständigen Laubblätter und die der nicht blühenden Sprosse sind rundlich-eiförmig, kammförmig-fiederteilig, mit dicht genäherten Zipfeln; obere Stängelblätter (nur wenige) ungeteilt, linealisch, ganzrandig. Korb einzeln, lang gestielt, 20 bis 40 mm im Durchmesser. Hüllblätter grün, mit breitem schwarzbraunem Hautrand.

Blütezeit ist von Juli bis August.

Die Früchte sind Achänen mit glockigem Hautkrönchen.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 36 oder 18.[1]

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Gewöhnliche Alpenmargerite wächst auf feuchten, kalkarmen, mäßig sauren Schneeböden (Schneetälchen), in Felsschuttfluren in der subalpinen bis alpinen Stufe. Sie ist in den Silikatalpen häufig, in den Kalkalpen selten. In Österreich fehlt sie in Wien, Burgenland und Niederösterreich. Ihre Verbreitungsgebiet umfasst die Pyrenäen und die Alpen bis nördlichen Balkanhalbinsel.

In den Allgäuer Alpen steigt sie am Kreuzeckgipfel in Bayern bis zu 2375 m Meereshöhe auf.[2]

Gewöhnliche Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina)

Systematik[Bearbeiten]

Es existieren mehrere Unterarten die noch weiterer Untersuchung bedürfen:

  • Westliche Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina subsp. alpina): Sie kommt in Spanien, Frankreich, Italien und in der Schweiz vor.[3]
  • Leucanthemopsis alpina subsp. cuneata (Pau) Heywood: Sie kommt in Spanien vor.[3]
  • Östliche Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina subsp. minima (Vill.) Holub): Sie kommt in Spanien, Frankreich, Italien der Schweiz und Österreich vor.[3]
  • Tatra-Margerite (Leucanthemopsis alpina subsp. tatrae (Vierh.) Holub): Sie kommt in Rumänien, der Slowakei und in Polen vor.[3]
  • Leucanthemopsis alpina subsp. tomentosa (Loisel.) Heywood: Sie kommt nur auf Korsika vor.[3]

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Name Wucherblume leitet sich vom üppigen Wuchs der Art her, die mit der Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) in tieferen Lagen verwandt ist.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. ISBN 3-930167-61-1
  3. a b c d e Greuter, W. (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: Greuter, W. & Raab-Straube, E. von (ed.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alpenmargerite – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien