Prostaglandin E1

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Strukturformel
Kristallstruktur Strukturformel von Prostaglandin E1
Allgemeines
Name Prostaglandin E1
Andere Namen
  • (11α,13E,15S)-11,15-Dihydroxy-9-oxoprost-13-enoicsäure
  • Alprostadil
  • PGE1
Summenformel C20H34O5
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 745-65-3
EG-Nummer 212-017-2
ECHA-InfoCard 100.010.925
PubChem 5353401
Wikidata Q579348
Arzneistoffangaben
ATC-Code
Eigenschaften
Molare Masse 354,48 g·mol−1[1]
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

113–116 °C[1]

Löslichkeit
  • Ethanol-löslich zu 1 g·l−1[1]
  • teilweise löslich in Wasser[1]
  • löslich in Aceton[1]
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​361
P: 281​‐​301+310 [1]
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Prostaglandin E1 ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Prostaglandine. Es ist ein Bestandteil des Arachidonsäure-Stoffwechsels. Prostaglandin E1 kommt natürlich in Tieren vor.

Alprostadil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synthetisch erzeugtes Prostaglandin E1 wird als Arzneistoff Alprostadil aus der Gruppe der Prostaglandin-Analoga hauptsächlich in der Angiologie als vasoaktive Substanz zur Förderung der Durchblutung und zur Gerinnungshemmung eingesetzt. Hauptmechanismus ist hierbei eine Vasodilatation (Gefäßerweiterung) und Thrombozytenaggregationshemmung durch die Aktivierung des spezifischen Prostaglandin-Rezeptors - im Falle von Alprostadil der Prostaglandin-E1-Rezeptor.

In der Notfallmedizin kann der Wirkstoff eingesetzt werden, um bei Neugeborenen den Ductus arteriosus Botalli offenzuhalten.[2] Diese Maßnahme kann vorübergehend (beispielsweise bei der Transposition der großen Arterien) notwendig sein, um einen tödlichen Verschluss des Ductus Botalli solange zu verzögern, bis andere Möglichkeiten, um das Überleben des Kindes zu sichern (beispielsweise Ballonseptostomie), verfügbar sind.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Datenblatt Prostaglandin E1, powder, γ-irradiated, BioXtra, suitable for cell culture bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 10. Oktober 2016 (PDF).
  2. Uni-due.de: Alprostadil (Memento vom 26. September 2013 im Internet Archive), zuletzt eingesehen am 27. Nov. 2012.