Alte Niederräder Brücke

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Koordinaten: 50° 5′ 21″ N, 8° 37′ 53″ O

Alte Niederräder Brücke
Alte Niederräder Brücke
Blick von Südosten
Nutzung Eisenbahnbrücke
Fußgängersteg
Querung von Main
Ort Gutleutviertel, Niederrad
Konstruktion Parallel-Stahlfachwerk
Gesamtlänge 218 m
Breite 11 m
Durchfahrtshöhe 7,40 m[1]
Bauzeit 1880–1882, 1946
Lage
Alte Niederräder Brücke (Stadtteile von Frankfurt am Main)
Alte Niederräder Brücke

Die Alte Niederräder Brücke ist eine Eisenbahnbrücke in Frankfurt am Main.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alte Niederräder Brücke überspannt den Main bei Mainkilometer 31,0[1] zwischen dem nordmainischen Gutleutviertel und dem südmainischen Stadtteil Niederrad. Sie verbindet den Hauptbahnhof mit dem Bahnhof Niederrad und dient damit dem Verkehr folgender Strecken:

Auf der Westseite der Brücke ist ein Fußgängersteg angesetzt. Dies bedeutete eine große Erleichterung für die Niederräder Einwohner, die vor Errichtung der Brücke mit einer Fähre nach Griesheim übersetzen oder lange Umwege zur nächsten Brücke machen mussten.

Technische Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um eine Stahlfachwerkbrücke. Sie trägt ein normalspuriges Gleispaar.

Verkehrstechnisch stellt sie ein Nadelöhr in der Anbindung des Frankfurter Hauptbahnhofes dar, da ihr Gleispaar aus nördlicher Richtung den Verkehr von fünf und aus südlicher Richtung den von drei Gleisachsen aufnehmen muss.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brücke wurde, ebenso wie die weiter stromauf gelegene Main-Neckar-Brücke, im Rahmen des Eisenbahnverkehrsplanes der 1871 neu gegründeten Direktion Frankfurt der Königlich Preußischen Staatseisenbahnen als Zufahrt für den neuen Hauptbahnhof (Frankfurter Centralbahnhof) geplant. 1880–1882 gebaut, ging sie am 16. Januar 1882 für den Güterverkehr, am 18. August 1888 für den Personenverkehr in Betrieb.[2]

1925–28 wurden die Pfeiler durch das MAN Werk Gustavsburg verstärkt und der Aufbau durch eine Stahlfachwerkbrücke ersetzt. Im März 1945 wurde die Brücke – wie alle anderen Frankfurter Mainbrücken auch – von Wehrmachtspionieren gesprengt. Der Wiederaufbau begann schon im August 1945 und sie konnte Januar 1946 wieder in Betrieb genommen werden.

Die Brücke wurde ursprünglich nur Niederräder Brücke genannt, bis in den Jahren 1976 bis 1979 parallel zu ihr eine zweite Eisenbahnbrücke, die Neue Niederräder Brücke, für die S-Bahn Richtung Frankfurt-Flughafen und Mainz Hauptbahnhof errichtet wurde.

1978 festgestellte Auskolkungen bei der Brücke wurden durch den Einsatz eines Spezialschiffes beseitigt.

Im Zuge des Projekts zum Umbau des Bahnhofs Frankfurt am Main Stadion ist bis 2026 die Errichtung einer dritten Niederräder Brücke vorgesehen. Das Projekt befindet sich derzeit im Planfeststellungsverfahren durch das Regierungspräsidium Darmstadt.[3]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfram Gorr: Frankfurter Brücken. Schleusen, Fähren, Tunnels und Brücken des Mains. Frankfurt am Main 1982: Frankfurter Societät. ISBN 3-7973-0393-9
  • Fritz Paetz: Datensammlung zur Geschichte der Eisenbahnen an Main, Rhein und Neckar. Bensheim-Auerbach 1985.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alte Niederräder Brücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes: Streckenatlas Main I. (PDF 11 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) 2010, S. 39, archiviert vom Original am 14. Januar 2015; abgerufen am 15. Januar 2015.
  2. Paetz, S. 9.
  3. Bauprojekt Knoten Frankfurt (Main)-Stadion. DB Netz AG, abgerufen am 24. Januar 2017.