Alter Elbpark

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Helgoländer Allee, Alter Elbpark, Kersten-Miles-Brücke und im Hintergrund die Deutsche Seewarte auf dem Stintfang um 1900
Ausstellungsgebäude der IGA 1869
Park mit Helgoländer Allee und Kersten-Miles-Brücke 2016

Der Alte Elbpark in Hamburg ist ein Teil der Hamburger Wallanlagen. Er bildet – getrennt durch den Millerntordamm – die Verlängerung von der Parkanlage Planten un Blomen nach Süden zum Stintfang oberhalb der Landungsbrücken. Prägende Umgebung im Alten Elbpark ist auf dem höchsten Punkt mit 27,3 m üNN [1] die 1906 vom Bildhauer Hugo Lederer aus Granit geschaffene Landmarke, das Bismarck-Denkmal mit einer Gesamthöhe von 34,3 Metern. Der Name Alter Elbpark, gelegen zwischen den Stadtteilen St. Pauli und Neustadt im Bezirk Hamburg-Mitte, besteht seit 1906.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heute 4,2 ha große Park liegt an der historischen Grenze zwischen Hamburg und Altona sowie unmittelbar am zur Elbe abfallenden Geesthang. Der Höhenunterschied zwischen Geest und Elbtal ist am Verlauf der Helgoländer Allee, die vom Millerntor in südlicher Richtung zu den Landungsbrücken führt, unmittelbar abzulesen.[2]

Während des Dreißigjährigen Krieges befanden sich auf dem Gelände die Bastionen Albertus (heute Stintfang) und Casparus (heute Bismarck-Denkmal) der Hamburger Wallanlagen.[2] Nachdem sich durch die französische Besatzung gezeigt hatte, dass die Verteidigungswirkung der Wallanlagen unbedeutend geworden war, wurden die Wallanlagen in den Jahren von 1820 bis 1837 beseitigt und unter Leitung von Isaak Altmann in Parkanlagen im englischen Stil umgewandelt. Altmann integrierte die alten Bastionen als Aussichtspunkte in den Park. Die heutige Straße Helgoländer Allee folgt im Wesentlichen dem ehemaligen Wassergraben.[2]

1869 fand auf dem Gelände des späteren Elbparks und auf dem Stintfang die Internationale Gartenbauausstellung statt. Die dazu nötige Umgestaltung des Geländes plante Friedrich Jürgens. Nach der erfolgreichen IGA erfolgten im Rahmen des Rückbaus der Wallanlagen umfangreiche Straßenbauarbeiten und das Gelände erfuhr die heute noch sichtbare Unterteilung durch die Kersten-Miles-Brücke und die Helgoländer Allee. Aufgrund der zentralen Lage in Hamburg verkleinerte sich die offene Grünfläche durch verschiedene Bauten vom Rand her. Sowohl die Anlagen des Bahnhofes Landungsbrücken als auch die Jugendherberge auf dem Stintfang stehen auf ehemaligem Parkgelände.

Heute ist der Park kaum noch als Gesamtanlage zu erfassen, da er durch die Bahntrasse und zwei Straßen geteilt wird. Darüber hinaus liegt er sehr dicht an großen Verkehrsachsen wie St.Pauli-Hafenstraße / Johannisbollwerk im Süden und Reeperbahn / Ludwig-Ehrhardt-Straße / Millerntorplatz / Glacischaussee / Holstenwall im Norden. Als eine der wenigen großräumigen Freiflächen in dem dicht bebauten Gebiet hat er jedoch für Anwohner und Touristen weiterhin eine große Bedeutung. Er stellt ebenfalls eine grüne Verbindung zwischen den Parks der Wallanlagen und denen entlang des Elbufers dar.

Von 2011 bis 2014 befand sich im Park eine Baustelle für die Erneuerung eines der großen Abwassersiele Hamburgs, durch die ein Großteil der Wiesenflächen über einige Jahre für Besucher nicht nutzbar war.[3] Ab dem Jahr 2014 wurde in einem Verfahren mit Bürgerbeteiligung diskutiert, wie der Park am besten mit dem südlichen Ende von Planten un Blomen verbunden werden kann.[4] Als Ergebnis wird eine Verbindung per Fußgängerbrücke über den Millerntordamm und eine daraus resultierende Umgestaltung des Wegenetzes geplant.[5][6]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am von den Landungsbrücken bis zur Jugendherberge ansteigenden Weg befinden sich zwei markante Aussichtsflächen, die einen der bekanntesten Blicke über die Elbe und den Hamburger Hafen ermöglichen. Unmittelbar oberhalb des Bahnhofes Landungsbrücken liegt am Südhang des Stintfangs ein kleiner Weinberg.

Am Sockel der Kersten-Miles-Brücke, über die die Seewartenstraße die Helgoländer Allee quert, befinden sich mehrere historisierende Statuen von Personen der Hamburger Geschichte.

Im nordwestlichen Teil des Parks befindet sich ein Spielplatz, zwischen dem Bismarck-Denkmal und den Wohnhäusern der Neustadt liegt ein Sportplatz.

Im Park befinden sich viele alte Bäume wie Eichen, Kastanien und Platanen, aber auch exotische wie eine Aleppo-Kiefer und Japanische Kirschbäume. Einige davon stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Kirschbäume sind in den 1950er-Jahren nachgepflanzt worden.[2]

Fotografien und Karte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 32′ 54″ N, 9° 58′ 20″ O

Karte: Hamburg
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Alter Elbpark
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Hamburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Axel Iwohn, Martina Nath-Esser, Claudia Wollkopf: Hamburg Grün - Die Gärten und Parks der Stadt. L&H Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-928119-39-7, S. 273–277.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. wieweit.net: Ermittlung der GPS-koordinaten & der Höhe auf der Karte, (abgerufen am 16. April 2017)
  2. a b c d Interview mit dem Gartendenkmalpfleger Heino Grunert zur Geschichte des Parks auf st.pauli-news.de. Abgerufen am 11. März 2016.
  3. Bericht zu Plänen für die Umgestaltung des Parks auf st.pauli-news.de. Abgerufen am 10. März 2016.
  4. Bericht über die Diskussion zur Umgestaltung des Parks auf st.pauli-news.de. Abgerufen am 10. März 2016.
  5. Bericht (Memento vom 21. Juni 2015 im Internet Archive) zur Umgestaltung auf ndr.de vom 17. Juni 2015. Abgerufen am 10. März 2016.
  6. Bericht zur Umgestaltung auf radiohamburg.de vom 18. Juni 2015. Abgerufen am 10. März 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alter Elbpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Beschreibung des Parks auf hamburg.de.
  • Interview mit dem Gartendenkmalpfleger Heino Grunert zur Geschichte des Parks auf st.pauli-news.de.