Hugo Lederer

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Hugo Lederer mit der Fotografin Yva

Hugo Lederer (* 16. November 1871 in Znaim; † 1. August 1940 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur[1]. Zur Erinnerung an den bedeutenden Künstler ließ die Direktion des Südmährischen Museums in Znojmo (ehemals Znaim) 2011 eine Bronzetafel an seinem Elternhaus anbringen.[2]

Ausbildung und erste Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1884 bis 1888 besuchte Lederer die k.u.k.Fachschule für Tonindustrie in Znaim. Sofort nach seinem Abschluss engagierte ihn Adalbert Deutschmann für sein Kunstgewerbeatelier in Erfurt.

1890 wechselte Lederer nach Dresden in die Werkstatt des Bildhauers Johannes Schilling. Zwei Jahre später warb ihn der Bildhauer Christian Behrens nach Breslau ab. Aber noch im selben Jahr ging Lederer nach Berlin zu Robert Toberentz.

1895 machte sich Lederer als freier Bildhauer selbstständig und ließ sich in Berlin nieder. Eine Zeitlang- bis 1924- hatte er Wohnung und Atelier im Atelierhaus Siegmundshof 11 in Berlin-Tiergarten, wo seit 1912 auch Käthe Kollwitz ihr Bildhauer-Atelier hatte. Danach wohnte er in der Knesebeckstrasse 45 und bezog ein Atelier in der Hardenbergstrasse 34 in der Akademie der Künste. Seinen ersten öffentlichen Auftrag, eine Genius-Gruppe für Krefeld, erhielt er 1898. Seinen größten Erfolg errang er 1902, als sein Entwurf bei der Ausschreibung für das monumentale Bismarck-Denkmal in Hamburg den ersten Platz belegte und er den Auftrag zur Realisierung erhielt, gemeinsam mit dem Architekten Johann Emil Schaudt. Im Jahr 1903 verlieh ihm eine Jury auf der Großen Berliner Kunstausstellung die Kleine Goldmedaille. Zusammen mit Hermann Feuerhahn und anderen Bildhauern gründete er 1905 die Werkstätten für Friedhofskunst. 1909 wurde Lederer zum Professor ernannt. Im selben Jahr wählte die Genossenschaft der ordentlichen Mitglieder der Königlichen Kunstakademie ihn (und zwei weitere Künstler) zu „hiesigen ordentlichen Mitgliedern“ [3] der Akademie der Künste. Vom Wohlwollen der Kunstkritik begleitet[4] begann er 1911 am Heine-Denkmal für Hamburg zu arbeiten; 1913 war die 2,25 m hohe Bronze-Statue vollendet. 1912 wurde ihm auf Wunsch von Kaiser Wilhelm II. die Leitung der Bildhauerklasse an der Hochschule für Bildende Künste übertragen; er wurde damit Nachfolger von Prof. Ernst Herter.

Nach dem Ersten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1919 berief ihn die Akademie der Künste in Berlin in ihren Senat und als Nachfolger von Louis Tuaillon zum Vorsteher eines staatlichen Meisterateliers für Bildhauerei [5], das er bis 1936 leitete. In den Zwanziger Jahren schuf er dem nationalkonservativen bzw. nationalliberalen Großbürgertum gefällige Auftragswerke (u.a. Porträts, Denkmäler, Grabmäler) und Wettbewerbsstücke, vorwiegend in Deutschland. Am 7. Juni 1923 wurde er neben Albert Einstein, Max Liebermann und Felix Klein in den Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste aufgenommen. [6] 1925 ernannte ihn die Akademie der Bildenden Künste in München zum Ehrenmitglied. Er war auch Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Wissenschaften und Künste für die Tschechoslowakische Republik und schuf zwischen 1922 und 1932 mehrere Werke für dortige Auftraggeber, z.B. für die Hüttenwerksgesellschaft in Brünn (Brno), die Chemiefabrik in Aussig (Usti nad labem). Er schuf ein Goethe-Denkmal für Teplitz (Teplice)- die feierliche Enthüllung fand in Lederers Anwesenheit am 9. Mai 1932 statt. Schon 1910 und 1914 waren seine Werke in Brünn bzw. Znaim ausgestellt worden, 1928 erneut in Brünn. [7]

Als in Berlin 1926-1928 das Deutsche Sportforum erbaut wurde, sind mehrere seiner Plastiken mit Sport-Bezug („Ringer“ von 1908, „Bogenschütze“ von 1916/21, „Diana“ von 1916, „Sieger“ von 1927, „Läufergruppe“ von 1928) im Stadtgebiet von Berlin öffentlich aufgestellt worden, und die „Amor“-Brunnenfigur (Amorbrunnen) von 1928 auf dem Gelände des Sportforums selbst. [8]

1930er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lederer erhoffte sich 1931 durch den Eintritt in den Frontkämpferbund Stahlhelm größere öffentliche Aufträge, die allerdings ausblieben. Nach dem Machtantritt des NS-Regimes 1933 erhielt er keine staatlichen Aufträge mehr. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Künstlern (Albiker, Wackerle, Mages, Meller, Raemisch, Kolbe, Breker, Strübe, Thorak und Wamper) wurde er für die bildnerische Ausgestaltung des Olympiageländes 1936 nicht benötigt. Die Familie Krupp beauftragte ihn 1936 mit einem Denkmal, dieses Werk wurde sein letztes.

Die Reichsregierung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) erließ am 7. April 1933 ihr „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“. Wer seinen Beamtenstatus nicht verlieren wollte, musste gemäß §§ 2 und 4 seine Loyalität zur „Regierung der nationalen Erhebung“ bzw. zum „nationalen Staat“ dokumentieren und gemäß § 3 „arische Abstammung“ nachweisen. Daraufhin traten Millionen von Beamten in die NSDAP oder deren Organisationen ein, gemäß §§ 2 und 4. Der preußische Beamte Lederer, gebürtiger Österreicher mit deutschem Pass, tat es am 1.5.1933 (NSDAP Mitgliedsnummer 2 673 576)[9]. Jedoch weigerte er sich, wie 27 seiner Akademie-Kollegen, den Abstammungsnachweis nach § 3 zu erbringen, woraufhin der damalige Präsident der Akademie der Künste, Max von Schillings, den „Sachverständige(n) für Rasseforschung beim Reichsministerium des Inneren“ zu Ermittlungen einschaltete. Bezüglich Lederer offenbar ohne Ergebnis, denn dieser wurde noch 1939 vom Akademie-Präsidenten erneut aufgefordert, den Abstammungsnachweis endlich vorzulegen. [10] [11]

Lederer, der den "Aufruf der Kulturschaffenden" 1934 zugunsten Adolf Hitlers nicht unterzeichnete [12] wurde am 1.4.1937 ordnungsgemäß pensioniert. Artur Kampf schlug Arno Breker als seinen Nachfolger für die Leitung des Meisterateliers vor [13]. Am 15.7.1937 stufte Bernhard Rust (NSDAP), Reichs- und Preußischer Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Lederer und einige andere ordentliche Akademiemitglieder in die vom NS-Regime neu definierte Kategorie der „inaktiven Mitgliedschaft“ herab, damit „für ein Nachwachsen jüngerer Kräfte laufend Raum geschaffen“ würde, d.h. für dem NS-Regime genehmere Personen wie u.a. Professor Arno Breker, Professor Josef Thorak, Gerhard Marcks, Wilhelm Furtwängler, Albert Speer (VC 2022 (a)), zitiert nach Brenner. [14] 1938 wurde Lederers Stelle eines Professors und Vorstehers eines Meisterateliers für Bildhauer an der preußischen Akademie der Künste zu Berlin mit Arnold Waldschmidt, einem überzeugten Hitlerfaschisten, NSDAP- und SS-Mitglied, wiederbesetzt.

Im Alter von 69 Jahren starb Hugo Lederer nach langer schwerer Krankheit in Berlin. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf. Den Nachlass vermachte er dem Museum seiner Geburtsstadt. Sohn Heinz Lederer brachte seine Arbeiten 1941 nach Znaim.

Kunsthistorische Einordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lederers Frühwerk stand in der Tradition von Reinhold Begas und dessen neubarockem Stil, der von Kaiser Wilhelm II. bevorzugten und von vielen Intellektuellen damals verachteten Kunstrichtung der Gründerzeit. Mit seinem Bismarck-Monument wandte sich Lederer erstmals dem u.a. von Aby Warburg begrüßten neoklassizistischen Stil Adolf von Hildebrands zu (Warburg: „los vom theatralischen Barockstyl und der Momentphotographie“)[15]. Nach dem Tod von Louis Tuaillon am 21.2.1919 übernahm Hugo Lederer dessen Meisteratelier in der Akademie. Er wurde in einem Nachruf auf Tuaillon als stilistisch ebenbürtig dargestellt: „Tuaillon und Lederer, das waren schließlich die beiden Bildhauer, die das geschmackvollere Deutschland zu repräsentieren hatten für den großen Denkmalsbedarf der Vorkriegszeit. Der Bremer ‚Kaiser Friedrich’ (Tuaillon) und der Hamburger ‚Bismarck’ (Lederer) waren Denkmäler, mit denen man auftreten konnte gegen alles, was zwischen Siegesallee und Leipziger Völkerschlachtskoloß entstanden war. Beide: Tuaillon und Lederer waren frei des Schwulstes, der falschen und verstiegenen Pathetik, waren in ihrer Formgebung diszipliniert und zugleich verfügten sie doch über jene Dosis Akademikertum, ohne die offizielle Denkmalsaufträge in Deutschland- und…in der ganzen Welt nicht möglich wären.“ [16] Lederer stand im schroffen Gegensatz zum Impressionismus, denn er begeisterte sich für die Schönheit antiker Plastiken: „Ich habe ein sehr starkes Verhältnis zur Antike. Je älter ich werde, desto stärker wird dieses Verhältnis. Ich gehe fast jeden Sonntag und auch häufig in der Woche in das archäologische Museum in der Universität, um mir diese wunderbaren Gipse anzusehen; das ist für mich wie ein Gottesdienst.“ [17] Beispielsweise korrespondiert seine kniende Figur des Gefallendenkmals der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin (1920-26) den Bildmotiven „Tod des Orpheus“ und "Kniender Perser" aus dem „Formenschatz der Antike“, vergl. [18] [19] Den Wettbewerb um das Denkmal unter dem Motto von Reinhold Seeberg "invictis, victi, victuri" hatte er 1920 mit seinem Gips-Entwurf eines unterlegenen, schicksalsergebenen antikisch-nackten Kämpfers mit Reichswehr-Stahlhelm gewonnen; das demütig gesenkte Haupt der definitiven Granitversion bekleidete er 1926 jedoch stilvoll mit einer archaisierenden Haartracht, vergl. [20] 1925 kritisierte er in exaltierter Weise eine von Georg Kolbe impressionistisch modellierte Büste des verstorbenen Reichspräsidenten Friedrich Ebert als „geradezu beleidigend […] für den Zweck, dem sie geweiht sein soll, für das ganze Volk“ [21] und wurde dafür von der impressionismusfreundlichen Kunstkritik niedergemacht („pathologische Erregung“). [22] Mit den konkurrierenden Stilrichtungen Kubismus, Konstruktivismus, Expressionismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit, Futurismus setzte er sich nicht auseinander. Sein Porträt-Stil wurde 1934 als hohl und aufgeblasen und für das NS-Regime veraltet erachtet. [23] Lederer zählte weder zu den „entarteten“ Künstlern, noch zu den Vertretern der „wahren Deutschen Kunst“, die auf den „Großen Deutschen Kunstausstellungen“ in München 1937-1944 ausgestellt wurden. Die NS-Kontroverse um die Definition der „deutschen Kunst“ 1933-36 nahm von Lederer keine Notiz, vergl.[24]. Wenngleich er selbst keine eigene Bildhauertradition begründete, so brachte er doch viele künstlerisch produktive Schüler hervor, u.a. Karl Müller, Kurt Lauber, Paul Gruson, Fritz Melis, Wilhelm Heiner, Josef Thorak, Gustav Seitz, Emy Roeder, Hans Mettel, Katharina Heise, Ulrich Kottenrodt, Kurt Harald Isenstein, Otto Weissmüller, Frieda Riess, Theo Akkermann und gewissermaßen auch Waldemar Grzimek.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schicksal, Friedhof Ohlsdorf

Ansicht weiterer Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dauerausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Ausstellung einiger Entwürfe seiner Werke findet sich in der Südmährischen Galerie im Stadtmuseum Retz (Niederösterreich).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Lederer. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1972, S. 83.
  • Felix Bornemann: Hugo Lederer, sein Leben und sein Werk. Geislingen/Steige: Südmähr. Landschaftsrat, 1971.
  • Ilonka Jochum-Bohrmann: Hugo Lederer, ein deutschnationaler Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Frankfurt/M: Lang, 1990. ISBN 3-631-42632-1
  • Hans Krey: Hugo Lederer, ein Meister der Plastik. Berlin: Schroeder, 1931.
  • Illustrirte Zeitung, Leipzig, Nr. 3564 vom 19. Oktober 1911
  • Georg Biermann: Hugo Lederer. In: Illustrirte Zeitung (Leipzig) 139 (1912), S. 611-614.
  • Manfred Höft: Altdammer Denkmäler. In: Pommersche Zeitung vom 20. April 1985
  • Rittmeister Bronsart von Schellendorf (Bearb.): Geschichte des Kavallerie-Regiments 6. Schwedt a.O., 1937.
  • Dietrich Schubert: Lederer, Hugo. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 14, Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, S. 41 f. (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hugo Lederer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prof. Hugo Lederer. Künstler. Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e.V., abgerufen am 25. November 2015.
  2. Bericht der Lokalnachrichten aus Znojmo vom 20.9.2011, abgerufen am 6. Juli 2016
  3. Königlich privilegirte Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen (Vossische Zeitung) > Kunst, Wissenschaft und Literatur, 6. März 1909; Abendausgabe, S. 2; abgerufen am 19. April 2015.
  4. Der Cicerone. Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers und Sammlers. Jahrgang 3, 1911, S.606, abgerufen am 30. Juni 2016.
  5. Hans Krey: Hugo Lederer, ein Meister der Plastik. Berlin: Schroeder, 1931.
  6. Mitteilung des Ordens Pour le mérite, abgerufen am 29. Juni 2016
  7. Libor Šturc: Bismarckovi face to face. Hugo Lederer v ceskem a moravskem prostredi. In: Anna Habanova, Ivo Haban (Hrsg.): Ztracena generace? Eine Verlorene Generation? Deutschböhmische bildende Künstler der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts zwischen Prag, Wien, München und Dresden. Technicka univerzita v liberci, Liberec 2013, ISBN 978-80-7494-025-5, S. 145–159.
  8. Bettina Güldner, Wolfgang Schuster. Das Reichssportfeld. In: Skulptur und Macht, Katalog Berlin 1983, S.61-94
  9. Parteistatistische Erhebung der NSDAP 1939. Bundesarchiv R/9361/I, Archivnummer 1998
  10. Hildegard Brenner. Ende einer bürgerlichen Kunst-Institution. Die politische Formierung der Preußischen Akademie der Künste ab 1933. Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Band 24, Stuttgart 1972. ISBN 3-421-01587-2 S.128-131
  11. Schreiben des Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste an Hugo Lederer, 6.5.1939. Bundesarchiv R/9361/I Archivnummer 102652
  12. Völkischer Beobachter, Ausgabe A/Norddeutsche Ausgabe. Jg. 47, Nr.230 vom 18.8.1934
  13. Magdalena Bushart. Arno Breker (geb. 1900)- Kunstproduzent im Dienst der Macht. In: Skulptur und Macht, Katalog Berlin 1983, S. 155-158
  14. Hildegard Brenner. Ende einer bürgerlichen Kunst-Institution. Die politische Formierung der Preußischen Akademie der Künste ab 1933. Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Band 24, Stuttgart 1972. ISBN 3-421-01587-2 S. 153-154
  15. Claudia Wedepohl. Walpurgisnacht auf dem Stintfang. Aby Warburg kunst-politisch. In: Das Bismarckdenkmal in Hamburg 1906-2006. Bearbeitet von J.Schilling. Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Hamburg Nr. 24. Herausgeber Kulturbehörde Hamburg/Denkmalschutzamt.2006. S. 60-68 Zitat Aby Warburg: „Es ist nun überaus interessant zu beobachten und von geradezu epochemachender Bedeutung, dass man in dem preisgekrönten Entwurf von Lederer und Schaudt das siegreiche Durchdringen zu einer concentrierten/vereinfachten Formensprache, in der sich Architektur und Plastik auf ihre eigensten Mittel besinnen, um so schärfer beobachten kann, weil auch von demselben Lederer ein zweiter nicht prämierter Entwurf vorhanden ist, der ihn noch im Konflikt mit der älteren Tradition des dekorativen patriotischen Ausstellungsstücks zeigt.“ Warburg Institute Archive, III.27.2.3[1]
  16. Paul Westheim. Louis Tuaillon. Weser-Zeitung, Bremen, 4.3.1919; zitiert nach Waldemar Grzimek. Deutsche Bildhauer des zwanzigsten Jahrhunderts. Verlag Heinz Moos, München Gräfelfing 1969. S. 33
  17. Hans Krey. Hugo Lederer. Ein Meister der Plastik, Berlin 1931. S.73
  18. Aby Warburg. Dürer und die italienische Antike. Vortrag 1905, abgerufen am 29. Juni 2016
  19. Albrecht Dürer, Tod des Orpheus, abgerufen am 29. Juni 2016.
  20. Ilonka Jochum-Bohrmann: Hugo Lederer, ein deutschnationaler Bildhauer des 20. Jahrhunderts. M.Lang, Frankfurt/Main 1990, ISBN 3-631-42632-1, S. 282.
  21. Der Querschnitt 1925, Band 5, Heft 9, S.817-818, Lederer contra Kolbe 1925, abgerufen am 29. Juni 2016
  22. Vergl. Kunst und Künstler 1925, S. 452 http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kk1925/0467
  23. Vergl. Fritz Hellwag. Frühjahrsausstellung der Preußischen Akademie, in: Die Kunst für Alle. 49. Jahrgang 1933-1934, Heft 9, Juni 1934, S.253-260. Zitat Hellwag: „[…] Nur überdimensioniert sind der Hindenburgkopf von Trumpf und die leere Kolossalbüste Litzmanns von Lederer. Konstantin Starck ist, um Hitler zu modellieren, viel zu klassizistisch. […] Was würde ein Berufener aus dem leidenschaftlich-tragischen Kopf von Dr.Goebbels oder dem des Führers herausholen können! […] Es ist gesagt worden, was möglich war. Einem unerklärbaren Druck, der über der ganzen Ausstellung lastet, konnte sich auch der Kritiker nicht entziehen. Laßt den Künstlern ihre Unbefangenheit!“ http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kfa1933_1934/0284?sid=206ddc8b2d828823f10102c23d186483
  24. Walter van Rossum. Arbeit am schönen Schein. Warum Goebbels die Kunstkritik verbot. Dossier. Deutschlandfunk 18.November 2011.pdf, abgerufen am 6. Juli 2016
  25. https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/kultur-und-wissenschaft/skulpturen-und-denkmale/artikel.156677.php
  26. Kronthal-Brunnen 2015; abgerufen 7. Juli 2016
  27. Landeskonservator Rheinland Denkmälerverzeichnis. 1.2 Aachen übrige Stadtteile. Unter Mitwirkung von Hans Königs bearbeitet von Volker Osteneck. Stand: 1974–1977. Rheinland Köln, 1978. S.34.
  28. Merkur-Brunnen 2012, abgerufen 7. Juli 2016
  29. Kathrin Hoffmann-Curtius. Das Kriegerdenkmal der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität 1919-1926: Siegexegese der Niederlage. Jahrbuch für Universitätsgeschichte 5(2002) S.87-116
  30. Aureus-Friedhof Mainz Nr. 12, Deutscher Ehrenhof. In: Wo sie ruhen. wo-sie-ruhen.de, abgerufen am 28. Juni 2016.
  31. Brunnenanlage Berlin Arnswalder Platz um 1934, abgerufen am 29. Juni 2016;
  32. Fruchtbarkeits-Brunnen 2010, abgerufen am 7. Juli 2016
  33. Anna Pawlowna, ein Reh fütternd. Gipsmodell, abgerufen am 13. Juli 2016. Vergl. auch Hugo Lederer. Erinnerungen an Anna Pawlowa. In: Der Tanz. Monatsschrift für Tanzkultur. IV.Jahrgang (1931), Heft 3; S. 6-7