Am Hart

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Am Hart; hier Nummer 1

Am Hart ist der nördlichste der drei Teilbezirke des Münchner Stadtbezirks 11 Milbertshofen-Am Hart.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk Am Hart erstreckt sich nördlich des Münchner Nordrings, zwischen der Ingolstädter Straße im Osten und der Schleißheimer Straße im Westen, bis an den nördlichen Stadtrand an der A99. Er grenzt somit an Oberschleißheim im Norden, Schwabing-Freimann im Osten, Milbertshofen im Süden und Feldmoching-Hasenbergl im Westen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Hart wohnen 29.029 Menschen (2015). Es hat eine Einwohnerdichte von 4.199,8 Einw./km² [2015].[1] Auf dem südwestlichen Teil der dort noch vorhandenen Freifläche, der Panzerwiese, entsteht seit den 1990er Jahren die Siedlung Nordhaide für mehrere tausend Bewohner. Im Norden schließt sich das Waldgebiet Hartelholz an. Weiterhin prägend ist eine Reihe ehemaliger Arbeitersiedlungen aus der Zwischenkriegszeit, wie die Siedlung Harthof, Am Hart (landschaftlich Hart, bewaldete Anhöhe), Kaltherberge und Neuherberge. Gegenüber dem Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW, an der Ecke Knorrstraße/Troppauer Straße erinnert eine Skulptur an die sogenannte Judensiedlung Milbertshofen. Im Süden liegt der Euro-Industriepark. An der Neuherbergstraße liegt die Sanitätsakademie der Bundeswehr in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne. In der Hugo-Wolf-Straße liegt die Versöhnungskirche, in der Weyprechtstraße 75 liegt St. Gertrud und in der Karlsbader Str. 3 die Kirche Zu den heiligen vierzehn Nothelfern. In der Sudetendeutschen Straße 40 das Wirtshaus am Hart mit Biergarten und Kleinkunstbühne. In der Knorrstraße 139 ist der Sitz des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz. 2008 wurde das Dominikuszentrum, 2009 das Mira-Einkaufsszentrum, 2012 das Kulturzentrum 2411, 2015 das Schulzentrum Nordhaide und 2016 wurde das Gymnasium München Nord eröffnet. Nördlich und südlich der Weyprechtstraße liegt die Grünanlage Harthofanger. U-Bahnhöfe im Bezirk sind die U2 Harthof sowie die U2 Am Hart.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nördliche Bezirksteil (nördlich des Münchner Nordrings) gehörte früher überwiegend zur Gemeinde Feldmoching; nur Kaltherberge und angrenzende Gebiete an der heutigen Ingolstädter Straße waren Teile der Gemeinde Milbertshofen. Der Ursprungsname dürfte von Reinhartingen stammen. An der Schleißheimer Straße siedelten sich im 19. Jahrhundert einige Kolonisten an. Dort bestand auch schon seit 1838 das als Pulverturm bekannte Munitionsdepot der Bayerischen Armee. Seinen Namen hat der Stadtteil von der sogenannten „Reichskleinsiedlung“ Am Hart, die von den Nationalsozialisten ab 1933 erbaut wurde. Ein Stadtratsbeschluß vom 10. Oktober 1933 sah den Bau einer Reichskleinsiedlung "nächst der Ingolstädter Straße" vor, die die amtliche Bezeichnung "Am Hart" erhalten sollte. Die Siedlung wurde am 8. September 1936 eröffnet.[2] Es entstanden knapp 340 nahezu identische Einfamilienhäuser für Arbeiter rund um das Gebiet an der Ingolstädter Straße. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Zusatz „Reichskleinsiedlung“ gestrichen.[3] Bis Ende der 1980er Jahre wurde die Panzerwiese militärisch genutzt. In der Nordhaide sind seit 2003 über 2.500 neue Wohnungen entstanden. Mit dem Dominikuszentrum, dem Mira-Einkaufszentrum, dem Kulturzentrum 2411 und dem Schulzentrum Nordhaide wurde die passende Infrastruktur geschaffen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Am Hart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.citypopulation.de/php/germany-munchen_d.php
  2. http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/Stadtarchiv/Publikationen/Von-Allach-bis-Zamilapark/Einleitung-Geschichte/Bezirk11.html
  3. http://www.muenchen.de/stadtteile/am-hart.html

Koordinaten: 48° 11′ 47,3″ N, 11° 34′ 30,3″ O