Andilly (Haute-Savoie)

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Andilly
Wappen von Andilly
Andilly (Frankreich)
Andilly
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Haute-Savoie
Arrondissement Saint-Julien-en-Genevois
Kanton La Roche-sur-Foron
Gemeindeverband Pays de Cruseilles
Koordinaten 46° 4′ N, 6° 4′ OKoordinaten: 46° 4′ N, 6° 4′ O
Höhe 577–857 m
Fläche 6,07 km2
Einwohner 870 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 143 Einw./km2
Postleitzahl 74350
INSEE-Code
Website www.andilly74.fr

Andilly ist eine französische Gemeinde im Département Haute-Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andilly liegt auf 735 m, etwa 19 km nördlich der Stadt Annecy (Luftlinie). Die aus mehreren Siedlungsteilen bestehende Gemeinde erstreckt sich an aussichtsreicher Lage am oberen Südhang der Montagne de Sion, einem westlichen Ausläufer des Salève, hoch über dem Tal der Usses, im Genevois.

Die Fläche des 6,07 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Genevois. Das Gebiet wird durch die Tälchen des Nant Trouble und des Ruisseau de la Férande untergliedert, welche ihr Wasser den Usses zuführen. Nach Süden reicht das Gemeindeareal in das Waldgebiet des Bois Chardon. Der nördliche Teil wird vom breiten Kamm der Montagne de Sion eingenommen, auf dem mit 857 m die höchste Erhebung von Andilly erreicht wird. Im Osten des Gemeindegebietes befindet sich der wichtige Passübergang Col du Mont Sion (785 m).

Die Gemeinde Andilly besteht aus drei deutlich voneinander separierten kleinen Dörfern und einigen Gehöften:

  • Charly (780 m) am Südhang der Montagne de Sion
  • Jussy (735 m) an der Hauptstraße hoch über dem Tal der Usses
  • Saint-Symphorien (660 m) auf einem Geländevorsprung über dem Tal der Usses

Nachbargemeinden von Andilly sind Vers und Présilly im Norden, Saint-Blaise im Osten, Copponex im Süden sowie Cernex im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1860 wurde Andilly dem neu geschaffenen Kanton Cruseilles zugeteilt, vorher gehörte es zeitweise zum Kanton Saint-Julien-en-Genevois. Durch die landesweite Neuordnung der französischen Kantone änderte sich die Zuordnung 2015 nochmals, und Andilly ist heute Teil des Kantons La Roche-sur-Foron.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche von Saint-Symphorien wurde im 15. Jahrhundert erbaut und später umgestaltet. In Charly steht eine Kapelle, die Saint-Jacques geweiht ist und im spätgotischen Stil ebenfalls im 15. Jahrhundert errichtet wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 320
1968 341
1975 363
1982 380
1990 509
1999 595
2005 731

Mit 870 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) gehört Andilly zu den kleinen Gemeinden des Département Haute-Savoie. Im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts nahm die Einwohnerzahl aufgrund starker Abwanderung kontinuierlich ab (1861 wurden in Andilly noch 681 Einwohner gezählt). Seit Beginn der 1980er Jahre wurde dank der attraktiven Wohnlage jedoch wieder eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andilly ist noch heute ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Zahlreiche Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung sowie im Raum Annecy und Genf-Annemasse ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrsmäßig gut erschlossen. Der Ortsteil Jussy liegt an der N201 (Saint-Julien-en-Genevois-Annecy). Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Valleiry, Cernex und Saint-Blaise. Der nächste Anschluss an die Autobahn A41 befindet sich in einer Entfernung von rund 10 km.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andilly (Haute-Savoie) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien