Andreas Dorau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Andreas Dorau (2011)
Andreas Dorau (2011)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Fred vom Jupiter (Die Doraus & die Marinas)
  AT 13 01.05.1982 (4 Wo.)
  DE 21 15.03.1982 (18 Wo.)
Girls in Love (Grungerman remix)
  FR 9 13.09.1997 (6 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/ohne Quellen
Andreas Dorau bei Essen.Original 2014

Andreas Dorau (* 19. Januar 1964) ist ein deutscher Musiker. Sein bekanntester Hit in Deutschland ist der NDW-Song Fred vom Jupiter (1981). In Frankreich landete er mit Girls in Love (1996) einen Top-10-Hit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorau ist der Sohn eines protestantischen Pfarrers, der als Mitglied der bekennenden Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus mehrfach inhaftiert wurde. Er lernte das Gitarrespielen von Holger Hiller (Palais Schaumburg). Er schrieb bereits im Alter von 15 Jahren im Rahmen einer Schul-AG den NDW-Hit Fred vom Jupiter, den er gegen den Willen seiner Lehrer dem Atatak-Label zuschickte, nachdem er den Song zusammen mit den Marinas, die den Refrain singen, nochmals aufgenommen hatte. Die Single wurde ein großer Independent-Hit der Deutschen Welle.

Dorau studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film, München (Abschlussarbeit: Schlag Dein Tier), schrieb Filmmusik (unter anderem zu Manta – Der Film) und arbeitete als freier Video-Consultant (unter anderem für Mousse T., Xavier Naidoo, Söhne Mannheims).

1982 trat er mit Albert Oehlen unter dem Titel „Evergreens of Psychoterror“ auf, um „alles was nervt, geballt zusammenzubringen“.

Partner auf seinen drei Alben von 1992 bis 1997 war der Musiker Tommi Eckart, heute eine Hälfte des Duos 2raumwohnung. Die meisten Texte auf seinen Alben sind von Andreas Dorau selbst verfasst, doch hat seit den 1990er Jahren auch Wolfgang Müller von Die Tödliche Doris zahlreiche Texte für ihn geschrieben.

Im Jahr 1997 erreichte Wolfgang Voigts Grungerman Remix der Dorau-Single Girls in Love die französischen Charts und stieg in die Top-10 ein.[1]

2014 wurde Doraus 50. Geburtstag gefeiert. Er veröffentlichte zu diesem Anlass neben einem Best-Of-Album das Album „Aus der Bibliothèque“, welches er erstmals mit einer Band einspielte, der Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Musiker der früheren Superpunks.[2]

Dorau wohnt in Hamburg.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1981: Blumen und Narzissen
  • 1983: Die Doraus und die Marinas geben offenherzige Antworten auf brennende Fragen
  • 1988: Demokratie
  • 1992: Ärger mit der Unsterblichkeit
  • 1994: Neu!
  • 1997: 70 Minuten Musik ungeklärter Herkunft
  • 2005: Ich bin der eine von uns beiden
  • 2011: Todesmelodien
  • 2014: Aus der Bibliothèque

Compilations[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Ernte (Best of Atatak Releases)
  • 1995: Was ist N.E.U. (Remixe)
  • 1995: Elektronik gegen Härte (Mixtape)
  • 2014: Hauptsache Ich (Best Of)

Singles und EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1981: Der lachende Papst
  • 1981: Lokomotivführer
  • 1981: Fred vom Jupiter
  • 1982: Kleines Stubenmädchen
  • 1983: Die Welt ist schlecht
  • 1985: Guten Morgen Hose (Kurzoper), EP mit Holger Hiller (Ata Tak)
  • 1988: Demokratie
  • 1994: Stoned Faces Don't Lie
  • 1995: Das Telefon sagt Du
  • 1995: Die Sonne scheint
  • 1996: Girls in Love
  • 1997: So ist das nun mal
  • 1998: Die Menschen sind kalt
  • 2004: Durch die Nacht (mit Justus Köhncke)
  • 2005: Straße der Träume
  • 2005: Kein Liebeslied
  • 2005: 40 Frauen
  • 2006: Wir sind keine Freunde
  • 2011: Größenwahn
  • 2011: Stimmen in der Nacht
  • 2014: Flaschenpfand

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Die letzte Rache (Darsteller)
  • 1992: Schlag dein Tier (Regie, Drehbuch)
  • 1998: Die Menschen sind kalt (Regie, Drehbuch, Filmmusik)

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Teipel: Verschwende Deine Jugend : ein Doku-Roman über den deutschen Punk und New Wave. Frankfurt am Main, Suhrkamp 2001, ISBN 3518397710
  • Andreas Dorau & Sven Regener: Ärger mit der Unsterblichkeit. Berlin, Galiani 2015, ISBN 3869711086

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andreas Dorau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.taz.de/!131121/
  2. http://www.laut.de/Andreas-Dorau/Alben/Aus-der-Bibliotheque-92255
  3. http://www.taz.de/!131121/
  4. BR Hörspiel Pool - Adorno, Traumprotokolle