Annika Line Trost

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Annika Line Trost (links)

Annika Line Trost (* 21. Mai 1977 in Berlin) ist eine deutsche Sängerin, Songwriterin, Musikproduzentin, freie Autorin und Journalistin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trost wuchs in Berlin-Spandau auf. Sie spielte in ihrer Jugend in Sixties-Garagen-Bands Schlagzeug.

Später sang sie beim Digital-Hardcore-Projekt Shizuo. 1998 gründete sie mit Gina V. D’Orio das Elektro-Punk-Duo Cobra Killer. Unter dem Namen Trost produzierte und veröffentlichte sie zwei Solo-Alben.

Trost co-produzierte Teile des Albums „Only Love“ der Schauspielerin Jasmin Tabatabai und 2007 ein bislang unveröffentlichtes Album der deutschen Indie-Rock-Band Tempeau um Jan Plewka und Marek Harloff.

Sie schrieb Songs für Die Prinzen und Sebastian Krumbiegel, arbeitete als Sängerin mit dem niederländischen Elektronik-Duo Arling & Cameron, der deutschen Rockband Selig, der Berliner Spaß-Country-Combo The BossHoss und spielte Synthesizer im Projekt Winona des schottischen Orchester- und Filmmusik-Produzenten Craig Armstrong.

2007 war sie Teil des Münchner-Berliner Orient-Elektro-Punk-Projekts Blacken the Black.

Als freie Autorin und Journalistin arbeitet Trost unter anderem für die B.Z. und die Bild am Sonntag. In der B.Z. erscheint seit 2006 ihre Kolumne „Plattentrost“, in der sie wöchentlich drei Musik-Veröffentlichungen rezensiert.

Trost versteht sich als sexpositive Feministin. Ein Filmangebot als „lesbische Nazi-Krankenschwester“ lehnte sie ab.[1]

Sie ist Mutter von zwei Söhnen. Der Vater eines Sohns (* 2002) ist der Schweizer Schlagzeuger Thomas Wydler (Nick Cave and the Bad Seeds). Mit ihrer Familie lebt sie in Berlin-Kreuzberg.

2015 hat sie ein Buch über ihr Leben mit großen Brüsten veröffentlicht. Darin berichtet sie pointiert über die genderübergreifenden Reaktionen auf ihre ausgeprägte Physiognomie. Diese werde von der Umgebung wahlweise als Bedrohung, Einladung oder als „frauenfeindlich“[2] wahrgenommen.[1]

Auf dem RBB-Rundfunksender Radio Eins moderiert Annika Line Trost seit 2017 14-täglich die Sendung Tanzhalle.[3] Darüber hinaus trat sie ebenfalls bei Radio Eins in der Sendung Soundcheck als Musikkritikertin auf.[4]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Trost (FM 4.5.1)
  • 2006: Trust Me (Four Music)

→ siehe auch: Diskografie von Cobra Killer für weitere Veröffentlichungen von Annika Line Trost.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Große Oberweite: „Unkontrollierte kinetische Schwungmasse“ – Interview In: Spiegel Online, 20. Mai 2015, abgerufen am 6. Juni 2015.
  2. Katja Kullmann: „Brüste haben Superkräfte“ – Interview In: der Freitag 22/2015, 2. Juni 2015, abgerufen am 6. Juni 2015.
  3. Tanzhalle. Abgerufen am 17. Juli 2017 (deutsch).
  4. Annika Line Trost. Abgerufen am 17. Juli 2017 (deutsch).