Arnhofen (Abensberg)

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Arnhofen
Stadt Abensberg
Koordinaten: 48° 50′ 7″ N, 11° 52′ 39″ O
Einwohner: 336 (1987)
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Arnhofen (Bayern)
Arnhofen

Lage von Arnhofen in Bayern

Filialkirche St. Stephanus
Filialkirche St. Stephanus

Das Dorf Arnhofen ist ein Ortsteil der Stadt Abensberg im Landkreis Kelheim, Niederbayern. Bis 1972 bildete es eine selbstständige Gemeinde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in den südlichen Ausläufern des Jura, am westlichen Hang eines breiten Trockentals, welches einst von der nördwärts über das Hopfenbachtal in den Kelheimer Talkessel abfließenden eiszeitlichen Ur-Abens [1] geschaffen wurde. Regensburg ist in östlicher Richtung etwa 35 km, Ingolstadt in westlicher 40 km entfernt. München liegt ungefähr 95 km südlich des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er Jahren wurde in der Nähe des Ortes ein jungsteinzeitliches Bergwerk entdeckt. Hier bauten zwischen 5000 und 4000 v. Christus jungsteinzeitliche Bergleute auf 10 ha und in mehr als 20.000 Schächten Feuerstein ab. Das Feuersteinbergwerk von Abensberg-Arnhofen, eines der größten seiner Art in Mitteleuropa, stellt ein montanarchäologisches Bodendenkmal von internationaler Bedeutung dar.

Urkundlich trat Arnhofen bereits 867 als „Arnhelmahova“ (= Hof des Arnhelm) in Erscheinung.[2] Das am Ort ansässige Geschlecht der „Arinhofer“ ist urkundlich bis Ende des 14. Jahrhunderts nachweisbar. 1760 waren die Abensberger Karmeliter im Besitz eines großen Teiles von Arnhofen.[2]

Durch die Eingliederung des Ortes in die Stadt Abensberg im Rahmen der Gebietsreform verlor Arnhofen am 1. Januar 1972 seine politische Eigenständigkeit.[3]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filialkirche St. Stephanus wurde 1753 neu erbaut.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem ungefähr 550 Einwohner zählenden Dorf, in dem mittlerweile auch Wohngebiete ausgewiesen wurden, wird noch umfangreich Landwirtschaft betrieben. Arnhofen liegt an der Donautalbahn und hatte bis 1980 einen eigenen Bahnhof. Am Ort war ein mittelständischer Ziegeleibetrieb ansässig. Arnhofen gehört zum Sprengel der Pfarrei Pullach.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Arnhofen
  • Gartenbauverein Pullach-Arnhofen
  • Kath. Landjugend Pullach-Arnhofen
  • Krieger- und Kameradenverein Pullach-Arnhofen
  • Schützenverein Jennerwein
  • Jagdgenossenschaft Arnhofen
  • SV 72 Arnhofen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geologische Institute der Universitäten Wien und Bern@1@2Vorlage:Toter Link/www.baunat.boku.ac.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (zuletzt abgerufen am 29. Oktober 2012; PDF; 1,4 MB)
  2. a b c Georg Rieger, Kelheimer Heimatbuch für die Stadt und den Landkreis Kelheim, 1953, Seite 263–264.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 493.