Abens

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Abens
Die Abens bei Abensberg

Die Abens bei Abensberg

Daten
Gewässerkennzahl DE: 136
Lage Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, Landkreis Freising, Landkreis Kelheim (Bayern)
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle zwischen Dürnzhausen und Sünzhausen
48° 31′ 43″ N, 11° 38′ 42″ O
Quellhöhe 504 m ü. NN[1]
Mündung westlich von Eining in die DonauKoordinaten: 48° 51′ 30″ N, 11° 46′ 12″ O
48° 51′ 30″ N, 11° 46′ 12″ O
Mündungshöhe 347 m ü. NN[1]
Höhenunterschied 157 m

Bitte Sohlgefälle manuell eingeben, da im Höhenunterschied auch Buchstaben enthalten sind.

Länge ca. 71,1 km[2]
Einzugsgebiet 1.020,07 km²[2]
Abfluss am Pegel Aunkofen[3]
AEo: 368 km²
Lage: 14,4 km oberhalb der Mündung
NNQ (26.07.1964)
MNQ 1951–2006
MQ 1951–2006
Mq 1951–2006
MHQ 1951–2006
HHQ (13.04.1994)
1,06 m³/s
1,72 m³/s
2,82 m³/s
7,7 l/(s km²)
29 m³/s
104 m³/s
Abfluss an der Mündung[4] MQ
6,5 m³/s
Linke Nebenflüsse Ilm
Kleinstädte Mainburg, Abensberg, Neustadt an der Donau
Gemeinden Schweitenkirchen, Au in der Hallertau, Rudelzhausen, Elsendorf, Train, Siegenburg, Biburg
Schiffbar nein
Die Abens an ihrer Mündung

Die Abens an ihrer Mündung

Die Abens ist ein Fluss in Oberbayern und Niederbayern. Sie entspringt am Bruchholz zwischen Dürnzhausen im Nordwesten und Sünzhausen im Südosten, beide im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, und mündet nach rund 72 km bei Eining im Landkreis Kelheim von rechts in die Donau.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im oberen Teil fließt die Abens durch die Hallertau, ein sanftes, durch Hopfenanbau geprägtes Hügelland. Von der Quelle zwischen Dürnzhausen und Sünzhausen aus führt der Verlauf zunächst Richtung Osten bzw. Nordosten und überquert nach wenig mehr als einem Kilometer bereits die Grenze zum Landkreis Freising. In der Folge passiert die Abens die Ortschaften Abens, Hirnkirchen, Seysdorf und Halsberg und erreicht dann den Markt Au in der Hallertau, wo sie nach Norden schwenkt und bis Abensberg weitgehend parallel zur Bundesstraße 301 verläuft; außerdem wird ab hier das Tal breiter.

Der Fluss passiert in der Folge die Ortschaften Enzelhausen und Rudelzhausen, bevor er die Grenze zum Landkreis Kelheim und damit Niederbayern erreicht. Vorbei an den Dörfern Puttenhausen, Aufhausen und Sandelzhausen führt der Verlauf weiterhin nordwärts in die Kleinstadt Mainburg. Ab hier fließt die Abens in Mäandern weiter nach Norden und passiert dabei die Dörfer Lindkirchen, Unterwangenbach, Meilenhofen, Ratzenhofen und Elsendorf, bevor sie die Bundesautobahn 93 unterquert. Weiter geht es zwischen den Ortschaften Train und Sankt Johann hindurch sowie über Neukirchen und Staudach zum Markt Siegenburg, den die Abens westlich tangiert. Vorbei an Dürnhart erreicht der Fluss schließlich Biburg mit seiner sehenswerten romanischen Kirche und passiert dann den Frauenberg (391 m ü. NN) mit der ebenso sehenswerten barocken Wallfahrtskirche Allersdorf.

Etwa hier öffnet sich das Tal zu einer weiten Ebene, die nach Westen zur Donau hin sanft abfällt. So schwenkt dann auch der Flussverlauf auf Höhe der Kleinstadt Abensberg nach Westen und passiert die Dörfer Aunkofen, Schwaighausen und Heiligenstadt, bevor er den zur Stadt Neustadt an der Donau gehörende Kurort Bad Gögging erreicht. Westlich von Bad Gögging, etwa auf Höhe des Campingplatzes Felbermühle, schwenkt der Flussverlauf erneut nach Norden und wird dann mit der parallel zur Donau verlaufenden, etwa gleich großen Ilm zusammengeführt. Beide Flüsse führen hier im Mittel gut 3,2 m³/s Wasser. Etwa hier dürfte die ursprüngliche Mündung der Abens in die Donau gelegen haben. Im Zuge künstlicher Regulierungsmaßnahmen in den 1920er Jahren wurde die Mündung jedoch rund drei Kilometer nach Norden verlegt und liegt heute westlich der Ortschaft Eining, wo noch heute die Grundmauern des Kastells Abusina, eines römischen Militärlagers, zu besichtigen sind. An der Mündung in die Donau hat die Abens, bedingt durch die Zuleitung der Ilm, eine mittlere Wasserführung von etwa 6,5 m³/s. Nahe der Mündung verkehrt die Donaufähre zwischen Eining und Hienheim.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der nahen Abens hatte das Kastell Eining seinen römischen Namen Abusina. Die Herkunft dieses Flussnamens ist nicht geklärt. Eine Deutung im Sinne von „Flüsschen“ im Vergleich zur Donau versuchte 1950 Gerhard Rasch.[5]

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mooshofer Graben (links)
  • Moosgraben (links)
  • Fischbach (rechts)
  • Osseltshauser Graben (links)
  • Leitersdorfer Bach (rechts)
  • Rudertshausner Graben (links)
  • Grundbach (links)
  • Weilgraben (links)
  • Lehnbach (links)
  • Hundsbach (links)
  • Moosbach (rechts)
  • Königerwiesgraben (links)
  • Hennerbach (rechts)
  • Langenwiesbach (links)
  • Steinbach (links)
  • Sandelbach (rechts)
  • Unterempfenbacher Bach (links)
  • Öchslhofer Bach (links)
  • Wambacher Bach (links)
  • Pettenhofer Graben (links)
  • Leitenbach (rechts)
  • Wangenbacher Bach (rechts)
  • Haunsbach (links)
  • Glasergraben (links)
  • Elsendorfer Bach (rechts)
  • Siegbach (rechts)
  • Perkabach (rechts)
  • Eglseebach (rechts)
  • Müllergraben (links)
  • Sallingbach (rechts)
  • Ilm (links)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Höhe nach: BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)
  2. a b Länge und Einzugsgebiet nach: Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Lech bis Naab, Seite 74 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2016 (PDF; 2,9 MB)
  3. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Donaugebiet 2006 Bayerisches Landesamt für Umwelt, S. 142, abgerufen am 4. Oktober 2017, Auf: bestellen.bayern.de (PDF, deutsch, 24,2 MB).
  4. Pegelwert Aunkofen vermehrt um den Gebietsabfluss des Resteinzugsgebietes (5 l/s.km² auf 123,18 km²), ermittelt für das einschließende Zwischeneinzugsgebiet der Pegel Ingolstadt Luitpoldstraße (Donau), Manching Bahnbrücke (Paar), Geisenfeld (Ilm), Aunkofen (Abens) und Kelheim (Donau). Berücksichtigt ist der Hochwasserabschlag von der Ilm oberhalb von Vohburg zur Kleinen Donau mit im Mittel etwa 1,4 m³/s.
  5. Gerhard Rasch: Antike geographische Namen nördlich der Alpen, Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Bd. 47, Berlin 2005, S. 203 (Nachdruck einer Dissertation von 1950), ISBN 978-3-11-017832-6