Ast (Waldmünchen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 49° 22′ 48″ N, 12° 38′ 58″ O

Ast
Höhe: 469 (461–487) m ü. NHN
Einwohner: 220 (2007)
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 93449
Vorwahl: 09972
Ast (Bayern)
Ast

Lage von Ast in Bayern

Ast, Kirche von Norden
Ast Pilgerbrunnen

Ast ist ein nach Waldmünchen eingemeindeter Ort im oberpfälzischen Landkreis Cham.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Schwarzachtal etwa 4,5 km westlich von Waldmünchen etwas nördlich der Staatsstraße 2400.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Urkunde vom 26. Juli 1265 ist der Ort erstmals erwähnt; Herzog Heinrich beurkundete darin dem Abt Berthold des Zisterzienserklosters Walderbach das Patronatsrecht über die Kirche in Ast.

Zum Ort Ast gehört Hirschhöf.

Im Jahr 1945 oder 1946 wurde die Gemeinde Englmannsbrunn aufgelöst und der Gemeinde Ast zugeschlagen. Am 1. Januar 1972 wurde Ast in die Stadt Waldmünchen eingegliedert.[1]

Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1265 erstmals erwähnte frühgotische dreischiffige Basilika stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und hat einen eingezogenen rechteckigen Chor und im Nordosten einen viereckigen Turm mit Pyramidenhelm. Der Legende nach geht die Gründung der Kirche auf ein Gelübde einer Gräfin von Schwarzenwihrberg zurück; beim Kirchenbau entdeckte man ein Madonnen-Bild auf dem Ast eines gefällten Baumes. Dieses Bild wurde dann in die neue Kirche überführt und der Ansiedlung an der Kirche der Name Ast gegeben. Als Wallfahrtsort ist Ast erstmals 1409 erwähnt; das Gnadenbild der Madonna mit dem Jesuskind auf dem Hochaltar stammt vom Ende des 15. Jahrhunderts. 1616 wurden die Bilder und Altäre aus der nunmehr calvinistischen Kirche entfernt. In der Gegenreformation ab 1626 wurde der Ort wieder katholisch; 1665 erfolgte eine Barockisierung der nunmehr wieder katholischen Kirche. Ihre heutige Ausstattung und Stuckierung erhielt sie im 18. Jahrhundert. – Seit 1996 findet alljährlich im September eine Pferdewallfahrt von der Stadtpfarrkirche St. Stephan in Waldmünchen nach Ast statt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kunst im Kirchenraum. Regensburg: Schnell & Steiner, 1998, S. 6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 588.
  2. Historie - Schützengau Böhmerwald Waldmünchen. Schuetzengau-waldmuenchen.de. Abgerufen am 12. Dezember 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ast (Waldmünchen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien