Astrid Kiendler-Scharr

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Astrid Kiendler-Scharr (* 1973 in Innsbruck) ist eine österreichisch-deutsche Physikerin und Klimaforscherin. Sie ist Vorsitzende des Deutsches Klima-Konsortiums[1] und Leitautorin des 2021 veröffentlichten Sechsten Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC) mit den aktualisierten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Ursachen, Verlauf und Risiken des Klimawandels.[2]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiendler-Scharr studierte von 1991 bis 1996 Physik an der Universität Innsbruck und schloss als Magistra rer. nat. mit Auszeichnung ab. Von 1996 bis 1999 absolvierte sie ein Promotionsstudium am Max-Planck-Institut für Nuklearphysik in der Abteilung für Atmosphärenphysik in Heidelberg und schloss dieses 1999 an der Universität Heidelberg magna cum laude ab. 2010 habilitierte sie sich an der Universität zu Köln.[3]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 wurde Kiendler-Scharr wissenschaftliche Direktorin der Abteilung IEK-8 für Troposphärenforschung am Forschungszentrum Jülich. Im Dezember 2012 wurde sie als Professorin für Experimentalphysik an der Universität Köln auf die Exzellenz-Professur der Helmholtz-Gemeinschaft berufen. 2016 wurde sie Direktorin des Instituts für Energie- und Klimaforschung (IEK) und stellvertretende Vorsitzende des Wissenschafts- und Technik-Rates am Forschungszentrum Jülich. Sie ist Gründungsdirektorin des Zentrums für Erdsystembeobachtung und rechnergestützte Analyse (CESOC).[4]

Wissenschaftliche Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Aerosol-Physik, die Erforschung von Austausch- und Feedbackmechanismen zwischen Atmosphäre und Biosphäre und die Entwicklung von Massenspektrometrie-Methoden für Messungen in der Atmosphäre.

Von 2014 bis 2016 war sie Präsidentin der Gesellschaft für Aerosolforschung (GaeF). Sie ist Mitherausgeberin des Journals Atmospheric Chemistry and Physics und Reviewerin einer Vielzahl anderer Fachpublikationen.[3]

2021 war sie Leitautorin des sechsten IPCC-Berichts mit dem aktualisierten Erkenntnisstand bezüglich des Klimawandels.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiendler-Scharr ist verheiratet und hat 2 Kinder.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Hallquist, M. et al.: Organic aerosol components derived from 25 AMS data sets across Europe using a consistent ME-2 based source apportionment approach in Atmospheric Chemistry and Physics, Juli 2009
  • mit Crippa, M. et al.: General overview: European Integrated project on Aerosol Cloud Climate and Air Quality interactions (EUCAARI) – integrating aerosol research from nano to global scales in Atmospheric Chemistry and Physics, Juni 2014
  • mit Kulmala, M. et al.: General overview: European Integrated project on Aerosol Cloud Climate and Air Quality interactions (EUCAARI) – integrating aerosol research from nano to global scales in Atmospheric Chemistry and Physics, 2011
  • mit Wildt, J. et al.: New particle formation in forests inhibited by isoprene emissions in Nature, September 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/ueber-uns/organisation/vorstand.html abgerufen am 10. August 2021
  2. https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/ abgerufen am 11. August 2021
  3. a b https://www.fz-juelich.de/SharedDocs/Personen/IEK/IEK-8/EN/StableIsotopesInAerosols/kiendler_scharr_astrid.html Porträt auf der Webpräsenz des Forschungszentrums Jülich, abgerufen am 10. August 2021
  4. http://www.cesoc.net/index.php/about-us/founding-directors abgerufen am 23. August 2021