Deutsche Regionaleisenbahn

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Deutsche Regionaleisenbahn GmbH
Deutsche Regionaleisenbahn logo.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Berlin
Webpräsenz Deutsche Regionaleisenbahn
Vorstand Gerhard J. Curth, Georg Radke
Mitarbeiter 50[1]
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 844 Kilometer[2]dep1
Elbe-Elster-Express in Schlieben am 30. Juni 2006 mit 798 01
Elbe-Spreewald-Kurier am 1. Mai 2008 in Riesa mit Uerdinger Schienenbus VT 98

Die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (DRE, Sitz: Berlin) ist ein nichtbundeseigenes Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU), das nach der Streckenlänge das zweitgrößte Streckennetz nach der Deutschen Bahn in Deutschland betreibt. Sie wurde 1993 vom Deutschen Bahnkunden-Verband e. V. (DBV) gegründet.

Ziele[Bearbeiten]

Die DRE fühlt sich den satzungsgemäßen Zielen des DBVs insbesondere hinsichtlich der Erhaltung der Eisenbahninfrastruktur und der Verhinderung der Stilllegung von Eisenbahnstrecken verbunden.[3] Dies geschieht entweder durch den Abschluss von Trassensicherungsverträgen mit dem bisherigen Eigentümer (vor allem DB Netz) oder durch Übernahme der Strecken mittels Pacht- oder Kaufvertrag. Zur Sicherung des Unternehmens wird bei Streckenübernahmen von anderen EIUs zunehmend deren wirtschaftliche Tragfähigkeit berücksichtigt.[4]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Die Deutsche Regionaleisenbahn wurde 1993 vom Verein PRO BAHN e. V. (Hauptverband Ostdeutscher Länder) (dem späteren DBV) zunächst als gemeinnütziges Sondervermögen gegründet und 1996 in eine GmbH überführt. Diese war als EIU und auch als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) zugelassen. Aufgrund des Beschlusses des DBVs vom 27. November 2004 wurde die DRE an die Mitarbeiter-Holding Drebeg-Beteiligungsgesellschaft GbR verkauft, da ansonsten die Gemeinnützigkeit des DBVs gefährdet gewesen wäre.[5] Anfang 2009 hat der DBV mit der DRE eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, die die bestehende Zusammenarbeit vertraglich absichert und die den DBV-Mitgliedsvereinen eine Meistbegünstigungsklausel einräumt.[6]

Die DRE entstand zeitlich parallel zur Deutschen Bahn AG und benutzte zunächst den Kurznamen DR. Aus namensrechtlichen Gründen wurde dieser nach wenigen Monaten in DRE geändert. Die DRE hat als Tochterunternehmen das EVU DRE Bahnverkehr GmbH (Sitz: Strehla), die Bayerische Regionaleisenbahn GmbH (BRE, Sitz: Weidenberg) und indirekt (über die Holdinggesellschaft) das Fahrzeugunternehmen Landeseisenbahn Braunschweig gGmbH (Sitz: Braunschweig).[5] Der Sperrminoritätsanteil an der Döllnitzbahn GmbH wurde 2007 veräußert. Die DRE Transport GmbH wurde am 13. Mai 2008 aus dem bis dahin bestehenden Infrastrukturinstandhaltungsbetrieb BahnInfrastrukturDienste GmbH (BID) (Sitz: Oschatz) umfirmiert.[7] Anlässlich einer Umstrukturierung wurde diese Gesellschaft im Februar 2009 in DRE Bahnverkehr GmbH umbenannt, die in der DRE-Gruppe als EVU dient.[8]

Die DRE ist Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE) und im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Da die DRE in Sachsen eine Strecke betreibt, die an das benachbarte Ausland angrenzt, benötigt sie eine Sicherheitsgenehmigung (gemäß § 7c Allgemeines Eisenbahngesetz), die den Nachweis eines Sicherheitsmanagementsystems erfordert. Diese Genehmigung wurde am 9. Juli 2009 vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) erteilt. Seitdem unterliegt die DRE nicht mehr der Landeseisenbahnaufsicht, sondern der Aufsicht des EBA.[9]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Strecken[Bearbeiten]

Schild am Anfang einer DRE-Strecke

Das Infrastrukturnetz der DRE-Gruppe hat eine Gesamtlänge von 844 Kilometer, wovon 129 Kilometer von der Tochtergesellschaft BRE betrieben werden. Davon sind 399 Kilometer in Betrieb, bei Strecken mit einer Länge von 243 Kilometern werden Chancen für eine mögliche Nutzung gesehen und 202 Kilometer Streckenlänge befinden sich in Untersuchung zur Abgabe an andere Betreiber beziehungsweise zur Stilllegung.[2] Nachfolgend sind die im Besitz der DRE-Gruppe befindlichen und die von ihr gepachteten Strecken sortiert nach Bundesländern und Kursbuchstrecken (KBS) aufgeführt:

Bayern[Bearbeiten]

Brandenburg[Bearbeiten]

Niedersachsen[Bearbeiten]

Sachsen[Bearbeiten]

Sachsen und Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Sachsen und Thüringen[Bearbeiten]

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Sachsen-Anhalt und Thüringen[Bearbeiten]

Thüringen[Bearbeiten]

Legende[Bearbeiten]

KBS - Kursbuchstrecke; (Ö) - Öffentliche Strecke gemäß § 6 oder 7 AEG; (A) - Anschlussbahn gemäß § 9 BOA; (S) - Stillgelegte Strecke gemäß § 11 AEG (Trassensicherung);

Infrastrukturmaßnahmen[Bearbeiten]

Um den Bahnverkehr auf ihrem Streckennetz nach einer längeren, verkehrslosen Zeit wieder aufzunehmen oder zu verbessern, hat die DRE unter anderem folgende Infrastrukturmaßnahmen initiiert:

  • Bahnstrecke Pretzsch–Eilenburg: Errichtung einer Verladestation für die Beladung von Güterzügen mit Kies durch das Kieswerk Laußig[15]; die Erstverladung fand am 4. November 2008 statt.[16] Ende Juli 2010 wurde der neue Haltepunkt Bad Schmiedeberg Kurzentrum eröffnet, so dass die Fahrten vom bisherigen Endbahnhof Bad Schmiedeberg um einen Kilometer verlängert werden konnten.[17] Anfang Juli 2011 wurde der Abschnitt Eilenburg Ost–Übergabebahnhof Kieswerk Sprotta wieder für den elektrischen Betrieb hergerichtet.[18]
  • Horka-Priebuser-Kleinbahn: Ertüchtigung der Strecke im Herbst 2008 bis zu einem neuen Pelletwerk im Gewerbegebiet am Rothenburger Flugplatz; ab Anfang 2009 sollte das Fertigprodukt mit drei Ganzzügen pro Woche abgefahren werden.[19] Im September 2009 meldete das Werk jedoch Insolvenz an und es wurde nie ein Zug über die Strecke abgefahren (Stand Juni 2012).
  • Niederlausitzer Eisenbahn: Inbetriebnahme eines Anschlussgleises in das Industriegebiet Luckau-Alteno[20] am 12. Juni 1999. Abbau der Schienen Mitte der 90er Jahre im Abschnitt Groß-Leuthen-Gröditsch- Beeskow, so dass diese Teilstrecke seither nicht mehr befahrbar ist.
  • Thüringer Oberlandbahn: Nachdem das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig auf einen Eilantrag der DRE entschieden hat, dass die Eisenbahnüberführung über die Bundesautobahn 9 (BAB 9) bei Moßbach bei der Verbreiterung der Autobahn nicht abgerissen werden darf,[21] konnte Ende Oktober 2008 mit der DEGES ein Kreuzungsvertrag abgeschlossen werden, der den Abriss im Oktober 2009 ermöglichte und den Neubau einer längeren Eisenbahnbrücke über die BAB 9 vorsieht.[22]
  • Unstrutbahn: Neubau eines Bahnsteiges in Wangen, der am 9. April 2009 vom sachsen-anhaltischen Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre eingeweiht wurde. Seit dem 10. April fahren die vom Land Sachsen-Anhalt bestellten Züge von Nebra um etwa zwei Kilometer weiter zum neuen Haltepunkt (wodurch für Besucher der Arche Nebra der Umstieg in Nebra entfällt).[23]

Streckenüberprüfungen[Bearbeiten]

Die DRE teilt ihre Strecken in Verkehrsstrecken, die für den Schienenverkehr bereitgehalten werden, und Entwicklungsstrecken ein, die meist stillgelegt sind und deren Trassen mit dem Ziel gesichert werden sollen, sie auch zu Verkehrsstrecken zu machen. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen werden vor allem die Entwicklungsstrecken immer wieder hinsichtlich ihrer Entwicklungsmöglichkeiten überprüft. Wenn diese nicht absehbar sind, werden gepachtete Strecken an den Eigentümer zurückgegeben oder eigene Strecken anderweitig verwertet. Für folgende Strecken ist dies geschehen:

  • Bahnstrecke Oberoderwitz–Löbau: Auf der im Jahr 2007 von der DRE gepachteten Strecke konnte im Abschnitt Oberoderwitz–Niedercunnersdorf kein Verkehr entwickelt werden. Deswegen wurde dieser Streckenabschnitt Mitte 2012 wieder an den Eigentümer DB Netz zurückgegeben.[24]
  • Bahnstrecke Bretleben–Sondershausen: Auf der 2008 gepachteten Strecke konnte zwischen Sondershausen und Bad Frankenhausen kein Verkehr entwickelt werden, so dass dieser Abschnitt 2012 an DB Netz zurückgegeben wurde. Hier ist inzwischen die Entwidmung im Gange.[25]

Mitte 2012 wurden mehrere Strecken (Bad Belzig–Niemegk, Gochsheim (Ufr)–Kitzingen-Etwashausen, Mühlberg Abzw. Kieswerk–Mühlberg (Elbe), Pretzsch–Torgau (Elbe-Heide-Bahn), Probstzella–Ernstthal) einer Wirtschaftlichkeitsprüfung unterzogen.[24] Als deren Ergebnis wurden im Jahr 2013 bisher vier Streckenabschnitte mit einer Länge von 61,1 Kilometern zur Übernahme durch andere Eisenbahninfrastrukturunternehmen gemäß §11 AEG ausgeschrieben:[26]

Trassenpreissystem[Bearbeiten]

Das ab 1. März 2008 gültige Trassenpreissystem sieht für die öffentlichen Strecken vier Preiskategorien vor, die nach dem Zuggewicht für alle relevanten Streckenabschnitte differenziert sind. Zusätzlich wird ein Dampfzuschlag von 20 Prozent und ein Zuschlag für Lademaßüberschreitung von 50 Prozent erhoben. Für die Nutzung der Gleisinfrastruktur im GVZ Berlin Ost (Freienbrink) gibt es ein eigenes Trassenpreissystem, das auch die Abstellung von Eisenbahnfahrzeugen und Umschlagleistungen regelt.

Betriebsleitung[Bearbeiten]

Die meisten DRE-Strecken werden im Zugleitbetrieb überwacht, einem vereinfachten Betriebsverfahren, bei dem auf Signale an den Strecken weitgehend verzichtet werden kann. Um den Aufwand für lokale Zugleitstellen zu reduzieren, wurde am 10. Dezember 2006 die Zentrale Zugleitstelle Pretzsch (ZZL) eingerichtet, in der Fahrdienstleiter den Betrieb auf allen Strecken bundesweit regeln.[27] Zurzeit betrifft dies über 100 Züge täglich, wobei über die Hälfte Personenzüge sind, die auf den vier Strecken mit bestelltem SPNV verkehren.[1]

Zur Überwachung des sich vergrößernden Betriebes war es notwendig, am 1. Februar 2007 einen zweiten Oberbetriebsleiter einzusetzen. Die Oberbetriebsleitung Süd hat ihren Sitz in Hof (Saale) und ist für die Bundesländer Bayern und Thüringen zuständig. Die Oberbetriebsleitung Nord hat ihren Sitz in Oschatz; sie ist für die Strecken in Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zuständig.[28] Allerdings wurde die Oberbetriebsleitung Süd noch im gleichen Jahr wieder aufgelöst, da die Tochtergesellschaft Bayerische Regionaleisenbahn GmbH (BRE) (Sitz: Weidenberg) deren Aufgaben übernahm.[29]

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Die DRE betreibt heute keinen Eisenbahnverkehr mehr selbstständig, da sie sich als Eisenbahninfrastrukturunternehmen versteht. Auf dem Schienennetz der DRE werden jedoch mehrere Strecken im regelmäßigen Personenverkehr durch andere Eisenbahnverkehrsunternehmen bedient, Näheres siehe unten.

Personenverkehr[Bearbeiten]

DRE-Schienenbus in Lutherstadt Wittenberg
  • Personenverkehr wurde ab 2000 von der DRE selbst auf der Niederlausitzer Eisenbahn (NLE) als Wochenendverkehr im Sommerhalbjahr betrieben, zudem wurde zu verschiedensten besonderen Anlässen wie z.B. zum Jubiläum 110 Jahre NLE, zum Schliebener Moienmarkt und zur Rochauer Waldweihnacht gefahren. Dort wurde erstmals der eigene MAN-Schienenbus im Jahr 2000 zur Landesgartenschau von Lübben nach Luckau eingesetzt. Seit 2005 verkehrte der Uerdinger Schienenbus des kooperierenden DBV-Fördervereins Niederlausitzer Eisenbahn e. V. als Elbe-Elster-Express zwischen Schlieben und Falkenberg/Elster. Dabei handelte es sich um ein im Jahr 2006 mit EU-Mitteln gefördertes Bürgerbahn-Modell, bei dem das Zugpersonal ehrenamtlich aus der Region gestellt wurde. Durch diese Förderung war es möglich, das Fahrzeug, schadhafte Gleise und den Lokschuppen instand zu setzen sowie vier überdachte Wartehäuschen mit Reisendeninformation neu zu errichten. Die Sanierung des Lokschuppens wurde allerdings nie beendet und aufgrund der fehlenden Gleisanbindung kam es nie zu einer Nutzung.[30] 2007 erfolgte die erstmalige Anbindung von Mühlberg/Elbe nach 46 Jahren, die 2008 an Samstagen bis zum 5. Juli fortgesetzt wurde. Mit dem Jahresfahrplan 2008 wurde am 1. Mai Riesa erstmals an Sonn- und Feiertagen[31] mit dem neuen Elbe-Spreewald-Kurier über die NLE mit dem Unterspreewald (zunächst bis Lübben und seit 1. Juni bis Groß Leuthen-Gröditsch) verbunden. Zwischen Riesa und Falkenberg/Elster gab es seit 2004 keinen Schienenpersonennahverkehr. Deswegen unterstützten diese beiden Städte zusammen mit Lübben das touristisch bedeutende Projekt.[32] Allerdings konnte das ursprünglich zusätzlich geplante sonntägliche Zugpaar Riesa–Schlieben des Elbe-Elster-Express wegen zu hoher Kostenforderungen für Stellwerksbesetzungen der DB Netz AG nicht realisiert werden.[33] Auch kam es gegen Ende der Fahrsaison zu vermehrten Ausfällen des DRE-Schienenbusses, so dass diese bereits am 3. Oktober vorzeitig beendet wurde. Die vorzeitige Einstellung des Elbe-Elster-Express am Ende des Fahrplanjahres 2008 wurde vom DBV mit der geringen Nachfrage[34] und der fehlenden finanziellen Unterstützung durch die betroffenen Kommunen und Regionen begründet, so dass kein kostendeckender Betrieb möglich gewesen sei. Seitdem findet kein Personenverkehr mehr auf der Strecke statt.
  • Personenverkehr findet auch auf der Elbe-Heide-Bahn statt. Nach Abbestellung des Schienenpersonennahverkehrs Ende 2007 durch das Land Sachsen-Anhalt konnte die DRE zusammen mit dem Land, dem Busunternehmen Vetter und dem Landkreis Wittenberg eine Lösung finden, so dass zwischen Lutherstadt Wittenberg und Bad Schmiedeberg ein vom Land teilfinanzierter, „bedarfsorientierter Verkehr“ (zunächst nur Montag bis Freitag), aufrechterhalten werden konnte („Schmiedeberger Modell“).[35][36] Nachdem dieser Probebetrieb zu steigenden Fahrgastzahlen führte, hat das Land Sachsen-Anhalt die Zusage gemacht, den Schienenverkehr mindestens bis Ende 2010 weiter zu finanzieren.[37] Da der eingesetzte DRE-Schienenbus bereits über 50 Jahre alt war, kam es immer wieder zu Fahrzeugausfällen, so dass entweder Fremdfahrzeuge angemietet werden mussten oder Schienenersatzverkehr erfolgte.[38] Deshalb hat das Busunternehmen Vetter, das den Eisenbahnverkehr betreibt, einen modernen, klimatisierten Regio-Shuttle von der Mitteldeutschen Regiobahn angemietet, der ab dem 22. Dezember 2008 im Einsatz war.[39]
Zug im Bahnhof Weidenberg, Januar 2007
  • Auf dem kurzen Streckenabschnitt zwischen Seifhennersdorf und Seifhennersdorf Bundesgrenze verkehren zwischen Seifhennersdorf und weiter nach Liberec die „Trilex“-Züge der Vogtlandbahn, wobei von und nach Seifhennersdorf der „Trilex“ täglich im Zweistundentakt verkehrt.
  • Auf der Unstrutbahn Nebra – Wangen (– Roßleben – Artern) findet zwischen Nebra und Wangen täglich im Stundentakt SPNV durch die Burgenlandbahn statt; die Züge verkehren weiter bis nach Naumburg Ost. Der Streckenabschnitt wurde vor allem für die Besucher der „Arche Nebra“ (Himmelsscheibe von Nebra) reaktiviert.

Der seit 1. Mai 2008 geltende Beförderungstarif sieht für Personenfahrten in den Zügen der DRE Transport GmbH einen Kilometerpreis von 16 Cent je Kilometer (ermäßigt 12 Cent) vor. Der Tarif beinhaltet auch Tages-, Kleingruppen- und Fahrradtageskarten. Die Fahrkarten sind im Zug ohne Aufpreis erhältlich.[40]

Stationen[Bearbeiten]

Für Sonderzüge auf nicht regelmäßig im Schienenpersonenverkehr betriebenen Strecken besteht häufig das Problem, dass die Bahnsteige an den Stationen weiterhin zu DB Station&Service gehören, so dass dort nicht gehalten werden kann und deswegen alternative Haltestandorte gefunden werden müssen. Seit 1. August 2013 hat sich dies auf der Unstrutbahn durch Anpachtung der Bahnsteige in Roßleben, Donndorf und Gehofen sowie auf der Wisentatalbahn derjenigen in Mühltroff, Langenbuch, Lössau und Wüstendittersdorf geändert.[41]

Güterverkehr[Bearbeiten]

Die DRE hat im Schienengüterverkehr als EVU im Rahmen des Sanierungsprogramms MORA C am 1. Januar 2002 die Bedienung von sechs Gütertarifpunkten auf der ihr gehörenden Niederlausitzer Eisenbahn von der damaligen DB Cargo AG übernommen.[42] Sie führte den Einzelwagenverkehr mit einem schleppfähigen MAN-Schienenbus[43] bzw. einer in Lübben stationierten Rangierdiesellok bis ca. 2007 durch, als dieser Verkehr zum Erliegen kam. Seither wird der Betrieb nur noch im wirtschaftlicheren Ganzzugverkehr (überwiegend Holz) ausschließlich durch andere Privatbahnen betrieben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Von Bahnkunden – für Bahnkunden. Hrsg. v. d. Deutsche Regionaleisenbahn GmbH. Berlin 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutsche Regionaleisenbahn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stellenangebot studentische/r Mitarbeiter/in. Deutsche Regionaleisenbahn GmbH, 2013, abgerufen am 3. November 2013 (PDF; 785 kB).
  2. a b Eisenbahninfrastruktur der DRE-Gruppe. Deutsche Regionaleisenbahn, 23. September 2013, abgerufen am 1. Dezember 2013 (PDF; 556 kB).
  3. Deutscher Bahnkunden-Verband e. V., Bundessatzung, §2, Abs. 10. 10. April 2010, abgerufen am 31. August 2012 (PDF).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format"DRE setzt 2009 auf Konsolidierung der Strecken und mehr Verkehre". In: DRE-Pressemeldung. 6. Januar 2009, abgerufen am 17. Januar 2009 (PDF).
  5. a b DRE - Neue Struktur. in: Bahn-Report. Hrsg. v. d. Interessengemeinschaft Schienenverkehr e. V. Nr. 2. Chemnitz 2005, S. 33. ISSN 0178-4528
  6. DBV, Kooperationsvereinbarung DBV/DRE. in: Signal. Nr. 1. Berlin 2009, S. 24. ISSN 0723-7499
  7. Vgl. Bahn-Report, Chemnitz, Nr. 4/2008, S. 31. ISSN 0178-4528
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDRE Bahnverkehr - Umstrukturierung vollzogen. In: eurailpress.de. 13. Februar 2009, abgerufen am 16. Februar 2009.
  9. Vgl. Bahn-Report, Chemnitz, Nr. 2/2010, S. 31. ISSN 0178-4528
  10. Güterverkehrszentrum Berlin Ost (Freienbrink), Verkehranbindung. IPG Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH, 1. Januar 2012, abgerufen am 31. August 2012.
  11. Neue Aufgaben für die Wisentatalbahn. Regelmäßiger touristischer Zugverkehr auf der Eisenbahnstrecke Schönberg – Schleiz West. Projektbeschreibung. Förderverein Wisentatalbahn e.V., 20. Dezember 2011, abgerufen am 31. August 2012 (PDF; 5,0 MB).
  12. In drei Jahren Verdopplung der Bioethanol-Transporte auf der Zuckerbahn von Blumenberg nach Klein Wanzleben. stockwatch.de, 21. Februar 2011, abgerufen am 31. August 2012.
  13. Informationen zu DRE-Strecken, siehe: Strecke 6814 Zeitz – Tröglitz. Deutsche Regionaleisenbahn, 28. Juni 2013, abgerufen am 22. Juli 2013.
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDRE-Pressemeldung. Abgerufen am 21. Mai 2008.
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWebsite der Mitteldeutsche Baustoffe GmbH. Abgerufen am 20. Sept. 2009.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVerladestation Laußig - Erstverladung eines Güterzuges. In: eurailpress.de. 5. November 2008, abgerufen am 20. Sept. 2009.
  17. 14.07.2010 Eröffnung Haltepunkt Bad Schmiedeberg. Deutscher Bahnkundenverband e.V., 19. Juli 2010, abgerufen am 13. September 2010.
  18. Vgl. Deutsche Regionaleisenbahn, Pressemitteilung 06/2011 vom 30. Juni 2011: "Kieswerk bei Eilenburg kann wieder mit der Bahn elektrisch angefahren werden."
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPelletproduktion in Rothenburg startet Anfang 2009. In: Lausitzer Rundschau. 6. November 2008, abgerufen am 20. Sept. 2009.
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLandkreis Dahme-Spree, Industriegebiet Alteno-Luckau. Abgerufen am 6. November 2008.
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPressemeldung DRE. In: hoellentalbahn.net. 27. März 2008, abgerufen am 20. Sept. 2009.
  22. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDeutsche Regionaleisenbahn GmbH - "DEGES und DRE unterzeichnen Kreuzungsvertrag über Eisenbahnbrücke". In: sormitztalbahn.de. 31. Oktober 2008, abgerufen am 20. Sept. 2009 (pdf; 59 kB).
  23. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format"Haltepunkt Wangen eingeweiht". In: Kyffhäuser Nachrichten. 10. April 2009, abgerufen am 12. April 2009.
  24. a b Signal, Aktuelles vom DRE-"Streckenprüfstand", Heft 3/2012, S.31, GVE-Verlag Berlin, ISSN 0723-7499
  25. Öffentliche Bekanntmachung gemäß § 23 Absatz 2 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes – Freistellung von Bahnbetriebszwecken betreffend Flurstücke in Bad Frankenhausen, Rottleben, Bendeleben, Göllingen, Hachelbich und Sondershausen. Eisenbahn-Bundesamt, Außenstelle Erfurt, 26. November 2012, abgerufen am 8. Dezember 2012.
  26. Abgabe von Eisenbahninfrastruktur der DRE-Gruppe. Deutsche Regionaleisenbahn, 29. März 2013, abgerufen am 9. Mai 2013.
  27. Signal. Nr. 1. Berlin 2007, S. 31. ISSN 0723-7499
  28. Signal. Nr. 2. Berlin 2007, S. 29. ISSN 0723-7499
  29. Signal. Nr. 3. Berlin 2007, S. 29. ISSN 0723-7499
  30. Bürgerbahnprojekt "Elbe-Elster-Express". in: Deutsche Vernetzungsstellen Leader+, Leader+ in Deutschland. Ausgewählte Projekte. Bonn 2006, S.82f. ISSN 1439-8419
  31. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBegründung zur Aufgabe der zusätzlichen Anbindung durch den Elbe-Elster-Express. 27. Mai 2008, abgerufen am 20. Sept. 2009.
  32. "Elbe-Spreewald-Kurier, Von Riesa direkt in den Spreewald." Fahrplan vom 1. Mai bis 5. Oktober. DRE-Flyer. Berlin 2008.
  33. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLausitzer Rundschau: Fahrten von Mühlberg nach Schlieben bleiben. EE-Express sonntags nicht mehr unterwegs. Abgerufen am 29. Mai 2008.
  34. Zukünftig kein Samstagsverkehr des Elbe-Elster-Express mehr. In: Amtsblatt für die Stadt Falkenberg/Elster. 25. Juli 2008, abgerufen am 31. August 2012 (PDF; 1,9 MB).
  35. Vgl. DRE-Flyer: "Es geht weiter auf der Heidebahn Lutherstadt Wittenberg und Bad Schmiedeberg", Fahrplan vom 10. Dezember 2007 bis 22. August 2008
  36. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAktuelle DRE-Fahrplanseite. Abgerufen am 30. April 2008.
  37. Vgl. DRE-Pressemeldung vom 23. Juli 2008, wiedergegeben in: www.eurailpress.de, "DRE: Dübener Heidebahn fährt bis 2010". Abgerufen am 20. Dezember 2010.
  38. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVgl. www.privatbahn.de, DRE-Fahrzeugliste (798-01 ist Baujahr 1956). Abgerufen am 7. Januar 2009.
  39. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatOtto, Ute: Fahrgäste «schweben» jetzt zwischen Elbe und Heide. Ein moderner Regio-Shuttle hat nun das 40 Jahre alte Triebfahrzeug abgelöst. Mitteldeutsche Zeitung, 23. Dezember 2008, abgerufen am 7. Januar 2009.
  40. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDRE Transport GmbH, Beförderungsbedingungen und -entgelte. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original, abgerufen am 1. Mai 2008. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.regionaleisenbahn.de
  41. Deutsche Regionaleisenbahn GmbH in: Bahn-Report. Hrsg. v. d. Interessengemeinschaft Schienenverkehr e. V. Nr. 1, Chemnitz 2014, S. 57. ISSN 0178-4528
  42. Vgl. railfan.de: MORA C-Kooperationen zwischen DB Cargo und Privatbahnen. Abgerufen am 20. Dezember 2010.
  43. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSiehe Foto des VT11 bei www.privatbahn.de. Abgerufen am 6. November 2008.