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Straßenbahn Île-de-France

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Tramway d’Île-de-France
Bild
Zwei Garnituren der Linie T7 an der Haltestelle Villejuif
Basisinformationen
Staat Frankreich
Stadt Île-de-France
Eröffnung 1855 bzw. 1992 (aktuelles Netz)
Stilllegung 1957 (altes Netz)
Betreiber RATP (T1-3b, 5-8), Stretto (T4, T11, T14), Keolis (T9), RATP Cap Île-de-France (T10), Transkeo (T12, T13)
Infrastruktur
Streckenlänge 196,6 km
Ehemals größte
Streckenlänge
1111 km (1925)
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem 750 V =, Oberleitung (T1-9)
1,5 kV =, Oberleitung (T11)
25 kV, 50 Hz (T4 Aulnay-sous-Bois–Bondy)
Haltestellen 283
Betriebshöfe 13
Betrieb
Linien 15
Fahrzeuge TFS II, Alstom Citadis 302, 402, 305, 405 u. Dualis, Translohr STE 3, STE 6
Statistik
Fahrgäste 380 Millionen (2024)[1]
Netzplan
Netzplan der Straßenbahnen der Ile-de-France (veraltet)

Die Straßenbahn Île-de-France (französisch Tramway d’Île-de-France, übersetzt: Straßenbahn der Île-de-France) ergänzt das Nahverkehrssystem im Ballungsgebiet der Île-de-France um die und in der französischen Hauptstadt Paris. Zusätzlich zu der von der RATP betriebenen Métro (U-Bahn), dem von RATP und der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF betriebenen S-Bahn-ähnlichen RER (Réseau express régional), den Linienbussen und den Vorortzügen Transilien der SNCF verlaufen ihre Strecken vor allem in der Banlieue, den Vorstädten. Auf dem Stadtgebiet von Paris verkehren nur die Linien T3a und T3b, die einen fast geschlossenen Straßenbahnring entlang der Pariser Stadtgrenze darstellen.

Bei der Anlage des neuen, seit 1992 existierenden Straßenbahnsystems in der Île-de-France ging es von Anfang an nicht um den Aufbau eines auf das Stadtzentrum ausgerichtetes Netz, das in Form des Métro-, RER- und Busnetzes bereits ausgebaut war, sondern um die Anlage von Linien, die um die Stadt herum Querverbindungen zwischen Vororten schaffen und zudem von diesen aus Zubringerdienste zu den in die Innenstadt führenden U- und S-Bahnverbindungen (Métro und RER) leisten sollen.

Mit der Einführung der Linie T14 am 22. März 2025[2] erreichte das Straßenbahnnetz in der Île-de-France eine Gesamtlänge von 196,6 km. Mit 15 Linien und 283 Haltestellen ist es das größte in Frankreich. Die Straßenbahnlinien der Île-de-France befördern pro Tag mehr als eine Million Fahrgäste.[3]

Während in allen anderen Straßenbahnbetrieben Frankreichs am „Tag der Arbeit“ der Verkehr ruht, verkehren die Straßenbahnen in Paris auch am 1. Mai.[4]

Straßenbahnen in Paris und näherer Umgebung (1853 bis 1957)

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Straßenbahn der Linie 44 nahe dem Bois de Boulogne, ca. 1922–1936
Netzplan der Pariser Straßenbahn, 1923

Bereits ab 1853 verkehrten in Paris, sowie in seinen Vororten, Straßenbahnen: zunächst als Pferdebahn, später auch als Dampf- und Kabelstraßenbahn, schließlich ab 1881 elektrisch. 1925 erreichte das Straßenbahnnetz seine größte Ausdehnung mit 1111 km Streckenlänge und 122 Linien (zum Vergleich: das heute größte Straßenbahnnetz, jenes in Melbourne, ist knapp 250 km lang). 1938 verkehrte die letzte Straßenbahn im eigentlichen Paris, 1957 in Versailles die letzte in der gesamten Île-de-France.

Die neuen Straßenbahnen (ab 1992)

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35 Jahre nach der Einstellung der letzten Straßenbahnlinie im Großraum Paris, genauer in Versailles, erlebte die Straßenbahn 1992 eine Renaissance. Nach Nantes und Grenoble entschied man sich auch in der Region Île-de-France zum Bau einer Straßenbahnlinie. Heute sind in der Region 14 Straßenbahnlinien in Betrieb.

Die Straßenbahnlinien bilden sowohl betrieblich als auch hinsichtlich der betreibenden Unternehmen keine Einheit und weisen teils erhebliche Unterschiede in Technik und Funktionsweise auf, die sich aus einer sich über vier Jahrzehnte erstreckenden Baugeschichte mit wechselnden Standards und variierenden Voraussetzungen und Notwendigkeiten ergeben haben:

  • Straßenbahnen herkömmlicher Bauart, welche im Straßenraum verkehren (Linien T1, T3a und T3b, T7, T8, T9, T10)
  • Tramways sur pneumatiques (T5, T6), welche ebenfalls im Straßenraum verkehren, allerdings auf Gummireifen nach dem Translohr-System
  • Stadtbahnähnliche Linien (T2, T11)
  • Tram-Train-Linien im weiteren Sinne (T4, T12, T13, T14), die zum Teil im Straßenraum, zum Teil auf Eisenbahninfrastruktur nach Eisenbahnnormen verkehren

Es handelt sich bei allen Linien um isolierte Betriebe mit eigenen Depots und Fahrzeugflotten. Nur vereinzelt kommt es zum Fahrzeugtausch zwischen den Linien. Die Strecken sind aufgrund variierender Fahrzeugbreiten, Fahrwegsysteme und Maße für Radsätze und Gleis nur teilweise miteinander kompatibel.

Linienübersicht

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Betrieben werden die Linien von unterschiedlichen Verkehrsunternehmen: Des staatlichen Pariser Verkehrsunternehmens RATP (T1, T2, T3a, T3b, T5, T6, T7 und T8), von ihrem Tochterunternehmen RATP Cap Île-de-France (T10) und Tochterunternehmen der französischen Staatsbahn SNCF (Stretto: T4, T11, T14, Keolis: T9, Transkeo: T12, T13).

Linie Streckenverlauf Eröffnung Länge in km Stationen Betreiber
T1 Asnières-Quatre Routes – Saint-Denis – Noisy-le-Sec 1992 17,9 37 RATP
T2 Pont de Bezons – Porte de Versailles 1997 17,9 24 RATP
T3a Pont du Garigliano – Porte de Versailles – Porte de Choisy – Porte de Vincennes 2006 12,4 25 RATP
T3b Porte de Vincennes – Porte de la Chapelle – Porte Dauphine 2012 17,5 33 RATP
T4 Bondy – Gargan – Montfermeil / Aulnay-sous-Bois 2006 13,3 20 Stretto
T5 Marché de Saint-Denis – Garges-Sarcelles 2013 6,6 16 RATP
T6 Châtillon-Montrouge – Vélizy – Viroflay-Rive-Droite 2014 14 21 RATP
T7 Villejuif-Louis Aragon – Orly – Athis-Mons-Porte de l’Essonne 2013 11,2 18 RATP
T8 Saint-Denis-Porte de Paris – Gare de Saint-Denis – Villetaneuse-Université / Épinay-sur-Seine 2014 8,5 17 RATP
T9 Porte de Choisy – Vitry – Orly Gaston Viens 2021 10,3 19 Keolis
T10 La Croix de Berny – Jardin Parisien 2023 8,2 13 RATP Cap Île-de-France
T11 Épinay sur Seine – Le Bourget 2017 11 7 Stretto
T12 Massy-Palaiseau – Évry-Courcouronnes 2023 20 16 Transkeo
T13 Saint-Cyr – Saint-Germain en Laye 2022 18,8 12 Transkeo
T14 Esbly – Crécy la Chapelle 2025 9,9 5 Stretto
Gesamtnetz (15 Linien) 1992-2025 196,6 283

Linie T1: Tangentiallinie in den nördlichen Vororten von Paris

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Als erste neue Straßenbahnlinie wurde 1992 die Linie T1 in Betrieb genommen. Als tangentiale Verbindung der Vororte nördlich von Paris verbindet sie Asnières-Quatre Routes über Saint-Denis mit Noisy-le-Sec. Die Strecke ist als klassische Straßenbahn straßenbündig trassiert und verfügt vereinzelt über Abschnitte im Mischverkehr mit dem übrigen Straßenverkehr.

In der ersten Ausbaustufe verband sie Saint-Denis mit Bobigny. Seit 2003 erreicht sie im Osten Noisy-le-Sec. 2012 wurde sie im Westen nach Asnières-sur-Seine verlängert, zunächst nach Asnières-Genevilliers Les Courtilles, 2019 um eine weitere Station bis Asnières-Quatre Routes.

Derzeit ist eine 7,7 km[5] lange Verlängerung im Osten von Noisy-le-Sec nach Val de Fontenay in Bau, welche ursprünglich 2017 in Betrieb gehen hätte sollen[6]. Aktuell ist eine Eröffnung in zwei Schritten geplant, Mitte 2028 bis zur Rue de Rosny in Montreuil und Mitte 2030 bis nach Val de Fontenay.[7] Im Westen ist ebenfalls in zwei Stufen eine Verlängerung in Bau bzw. geplant: Zunächst um 6,4 km[8] von Asnières nach Petit-Colombes in Colombes, wobei bei der Haltestelle Parc Pierre Lagravère eine Verknüpfung mit der Linie T2 hergestellt wird. Dieser Abschnitt soll 2024 eröffnet werden, dafür notwendige Grundstückskäufe haben allerdings die Umsetzung verzögert.[8] In weiterer Folge ist eine 7,5 km lange Verlängerung bis Château de Malmaison in Rueil-Malmaison geplant.

Linie T2: Tangentiallinie westlich von Paris

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Als zweite Linie wurde 1997 die T2 eröffnet, die den Charakter einer Stadtbahn aufweist. Ebenso als tangentiale Verbindung konzipiert, verbindet sie Pont de Bezons (Bezons) im Nordwesten über die Bürostadt La Défense im Westen mit dem Knotenpunkt Porte de Versailles in der südlichen Innenstadt von Paris. Die T2 nutzt auf einem großen Teil die adaptierte Trasse einer vormaligen SNCF-Eisenbahnstrecke, die an den Enden um klassisch straßenbahnartige Abschnitte erweitert wurde.

Linien T3a und T3b: Tramway des Maréchaux

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Die Eröffnung der Linie T3 auf den Boulevards des Maréchaux Ende des Jahres 2006 bedeutete die Rückkehr der Straßenbahn auf das Gebiet innerhalb der Stadtgrenzen von Paris (intra-muros). 2012 wurde die T3 nach mehreren Verlängerungen in zwei Linien, T3a und T3b, geteilt:

  • T3a: Tramway des Maréchaux sud, ehemals T3, verkehrt am südlichen und östlichen Stadtrand zwischen Pont du Garigliano und Porte de Vincennes
  • T3b: Tramway des Maréchaux nord verkehrt am östlichen Ende anschließend an die T3a und schlägt einen weiten Bogen am nördlichen Stadtrand von Porte de Vincennes bis zur Porte Dauphine im Westen. Die jüngste Verlängerung der Strecke von der früheren Endhaltestelle an der Porte d’Asnières (Marguerite Long) bis zur neuen Endstation Porte Dauphine erfolgte am 5. April 2024.[9][10]

Die beiden Linien umkreisen das Pariser Stadtgebiet und bilden aufgrund stetiger Erweiterungen einen fast geschlossenen Ring um die Stadt. Bei der Einführung der Linie wurde der Straßenquerschnitt der betroffenen Straßen komplett reorganisiert, der Platz für den Autoverkehr reduziert und der Straßenraum neu gestaltet, inklusive viel Begrünung.

Perspektivisch ist eine Verknüpfung der beiden Linien auch am westlichen Stadtrand geplant.

Linie T4: Tram-train

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Die 2006 eröffnete Linie T4 verkehrt als Tram-Train und verbindet nordwestlich von Paris Bondy mit Aulnay-sous-Bois und seit 2019 bzw. 2020 mit einer Zweigstrecke mit Montfermeil Hôpital. Die Linie entstand aus der Adaptierung einer Eisenbahnstrecke. Auch wenn die Betriebsführung straßenbahnartig ist, hat der ehemals als Eisenbahn betriebene Abschnitt zwischen Bondy und Aulnay-sous-Bois sowohl baulich (Vignolschienen, eingezäunte Trasse) als auch technisch (Fahrleitungsspannung von 25 kV) starken Eisenbahncharakter. Aufgrund der Fahrleitungsspannung kommen hier mehrsystemtaugliche Tram-Train-Fahrzeuge zum Einsatz. Die später eröffnete Zweigstrecke von Gargan nach Montfermeil Hôpital ist hingegen als Straßenbahnstrecke ausgeführt.[11]

2013 wurde im Pariser Norden die Linie T5 in Betrieb genommen, die von Saint-Denis in nördlicher Richtung nach Garges-Sarcelles führt und als Straßenbahn auf Gummireifen nach dem Translohr-System ausgeführt ist. Die 6,6 Kilometer lange Strecke bedient 16 Haltestellen und wird von der RATP betrieben.[12]

Die Linie T6 verläuft südlich von Paris von Châtillon – Montrouge, der Endstelle der Métrolinie 13, in westlicher Richtung nach Viroflay und wurde 2014 in Betrieb genommen. Diese Linie ist wie die T5 nach dem Translohr-System gebaut. Sie ist 14 Kilometer lang und bedient 21 Haltestellen. 2016 wurde die Strecke um einen 1,6 km unterirdisch verlaufende Teil mit den Haltestellen Viroflay-Rive Gauche und Viroflay-Rive Droite erweitert. Die Strecke durchquert die Gemeinden Châtillon, Clamart, Fontenay-aux-Roses, Meudon, Vélizy-Villacoublay und Viroflay.[13] Es bestehen Anschlüsse an die Metrolinie 13, die Transilien-Strecken L und N und den RER C sowie an mehrere Buslinien.[14]

Die seit 2013 in Betrieb befindliche Linie T7 wurde als klassische Straßenbahn auf Stahlrädern ausgeführt. Vom südlichen Endpunkt Villejuif – Louis Aragon der Métrolinie 7 führt die 11,2 km lange Strecke mit insgesamt 18 Haltestellen in südlicher Richtung über den Flughafen Orly bis nach Athis-Mons. Es werden Gliederzüge des Typs Alstom Citadis 302 eingesetzt. Die Straßenbahn bietet Anschlüsse an den RER C, die Métrolinie 7 und den Metrobus Trans-Val-de-Marne.[15] Eine Verlängerung bis Juvisy-sur-Orge RER ist in Bau.[16][17]

Linie T8: Tram'y

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Die Linie T8, die 2014 ihren Dienst aufnahm, ist ebenfalls eine Straßenbahn auf Stahlrädern betrieben. Sie führt nördlich von Paris von der Métrostation Saint-Denis – Porte de Paris nach Épinay-sur-Seine; ein abzweigender Streckenast erreicht die Universität in Villetaneuse. Beide Strecken zusammen sind 8,5 km lang. Es gibt 17 Haltestellen, darunter drei Endhaltestellen.[18] Aufgrund der Y-förmigen Streckenführung trägt die Linie auch die Bezeichnung Tram’y. Für die Verlängerung um drei Kilometer nach Süden zum noch zu bauenden Bahnhof Rosa Parks der RER-Linie E und zur gleichnamigen Straßenbahnhaltestelle der Linie T3b ist noch kein Fertigstellungsdatum genannt.[19]

Linie T9: Tramway lumière

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Streckenverlauf der Linie T9

Vor Zuteilung einer Liniennummer trug das Projekt die Bezeichnung Tramway Porte de Choisy – Orly Ville. Die Bahnen der Linie T9 verkehren zwischen der Station der Métrolinie 7 Porte de Choisy südwestlich der Pariser Innenstadt und Orly-Gaston Viens weiter südlich. Die Linie verbindet die Stadt Paris und die Gemeinden Ivry-sur-Seine, Vitry-sur-Seine, Choisy-le-Roi, Thiais und Orly miteinander. Entlang der rund zehn Kilometer langen Strecke bestehen 19 Haltestellen.[20][21] Die Inbetriebnahme erfolgte im April 2021.[22]

Die Endhaltestelle in Orly ist so gewählt, dass die Strecke später problemlos bis zum Flughafengelände von Orly verlängert werden kann. Bereits von 2025 an ist an der Haltestelle Musée Mac-Val – Mairie de Vitry-sur-Seine der Umstieg in die neue Metrolinie 15, die Teil des entstehenden Grand Paris Express ist und südlich von Paris in Ost-West-Richtung verläuft, möglich.

Die Fahrzeuge der Linie T9 wurden von Alstom geliefert: Im November 2016 wurden Verträge über die Lieferung von 22 Garnituren des Typs Citadis X05 unterzeichnet. Später wurde spezifiziert die Version 405 festgelegt. Fahrzeuge dieses Typs werden auch auf der Linie T10 eingesetzt. Es gibt außerdem eine Option über die Lieferung von 68 weiteren Garnituren. Der erste Zug wurden im Oktober 2019 geliefert, der letzte im November 2020.[23]

Linie T10: Tramway Antony - Clamart

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Karte der Straßenbahnlinie T10

Seit 2023 führt die Linie T10 von Antony am Bahnhof La Croix de Berny am südlichen Ast des RER B in westlicher Richtung nach Jardin Parisien durch die Gemeinden Châtenay-Malabry und Le Plessis-Robinson. Die Strecke ist 8,5 km lang und hat 14 Haltestellen. Im Einzugsbereich dieser Linie leben rund 160.000 Menschen.[24]

In einem weiteren Schritt soll die Linie T10 bis zum Bahnhof von Clamart verlängert werden. Im Zentrum von Clamart soll sie durch einen Tunnel führen.[25] Die Inbetriebnahme des neuen Streckenabschnitts ist frühestens für das Jahr 2032 vorgesehen.[26][27]

Die Tram-Express-Strecken

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Die drei folgenden Linien T11, T12 und T13 fungieren als tangentielle Schnellverbindungen in den Vorstädten und wurden zunächst auch Tram Express vermarktet. Seit Sommer 2016 sind sie mit den Nummern T11, T12 und T13 in das Schema der Straßenbahnen der Île-de-France eingereiht, werden manchmal allerdings mit dem Zusatz Express bezeichnet (z. B. T11 Express). Sie sind im gröberen Sinn als Tram-Trains zu bezeichnen. Während die Linie T11 auf einem neu errichteten Gleiskörper als Eisenbahn mit Tram-Train-Fahrzeugen verkehrt, wechseln T12 und T13 vom Eisenbahn- in den Straßenbahnmodus (ähnlich der T4).

Unter der Bezeichnung Tangentielle Nord, später Tram Express Nord wurde der Tram-Train-Betrieb zwischen Sartrouville im Nordwesten von Paris und Noisy-le-Sec im Osten entlang der Grande Ceinture geplant. Das mittlere Teilstück der Linie zwischen Épinay-Villetaneuse und Le Bourget ging 2017 in Betrieb. Auf dieser als T11 bezeichneten Linie werden 15 vierteilige Citadis Dualis von Alstom eingesetzt.

Die ursprünglich unter dem Namen Tangentielle Sud bzw. Tram Express Sud geplante Strecke der T12 verbindet Évry mit Massy im Süden des Großraums Paris. Die 20 Kilometer lange Strecke verläuft zwischen Massy und Épinay-sur-Orge auf Eisenbahngleisen und übernimmt dort einen Teil der Strecke der RER C; der Abschnitt von Épinay-sur-Orge nach Évry hingegen ist als Straßenbahnstrecke angelegt. An drei der 16 barrierefrei zugänglichen Stationen ist die Linie mit dem RER-Netz verknüpft: in Massy-Palaiseau mit dem RER B, in Épinay-sur-Orge mit dem RER C und in Évry-Courcouronnes mit dem RER D. Es werden 25 Citadis Dualis eingesetzt und 40.000 Fahrgäste pro Tag erwartet.[28]

Die Eröffnung der Linie T12 erfolgte 2023. Da der zur Ligne de la grande ceinture de Paris gehörende Abschnitt zwischen Massy-Palaiseau und Petit-Vaux auch von Fernzügen befahren wird, ist die T12 nach dem Tram-Train Mulhouse–Vallée de la Thur der zweite „echte“ Tram-Train Frankreichs. Ungewöhnlich ist die Beibehaltung der Gleichspannung des Eisenbahnabschnitts (1,5 kV) auf der Straßenbahnstrecke.[29][30][31]

In einem weiteren Bauabschnitt wird die Strecke von Massy um 13 Kilometer bis nach Versailles Chantiers verlängert und ersetzt hier den Verkehr der RER-Linie C. Dafür ist vor allem eine Anpassung der Bahnhöfe notwendig, die weiterhin betrieben werden sollen.[32]

Der Tram Express Ouest wird auch am Bahnhof Saint-Germain-Grande-Ceinture halten

Anfangs unter dem Namen Tram Express Ouest projektiert, handelt es sich auch bei der Linie T13 um eine aus Eisenbahn- und Straßenbahnabschnitten bestehende Tram-Train-Linie. Im Endausbau soll sie Saint-Cyr, Saint-Germain-en-Laye und Achères miteinander verbinden.

Die Teilstrecke zwischen Saint-Cyr und Saint-Germain-en-Laye wurde 2022 eröffnet und ist 18,8 Kilometer lang, von denen 14,5 Kilometer auf Gleisen der Grande Ceinture westlich von Paris verlaufen. Der letzte Abschnitt in Saint-Germain-en-Laye selbst ist als Straßenbahn angelegt. An beiden Linienenden besteht Anschluss an RER-Linien: in Saint-Cyr an RER C, in Saint-Germain-en-Laye an RER A. Es werden 11 vierteilige Alstom Citadis Dualis eingesetzt.[33]

Derzeit in Bau befindlich ist eine Zweigstrecke von Saint Germain-en-Laye über Poissy nach Achères, die 2028[34] in Betrieb gehen soll. Es ergeben sich sowohl in Poissy als auch in Achères Umstiegsmöglichkeiten zur RER-Linie A und zu verschiedenen Transilien-Linien. In einem dritten Abschnitt könnte die Strecke von Achères bis Cergy verlängert werden.

Bei der Linie T14 handelt es sich um eine ehemalige Zweiglinie des Vororteverkehrs Transilien, welche von Esbly nach Crécy-la-Chapelle führt und mit Tram-Train-Fahrzeugen bedient wird. Nachdem bereits seit 2011 Citadis Dualis-Fahrzeuge (wie auf den Linien T4, T11, T12 und T13) auf dieser Zweigstrecke der Linie P eingesetzt wurden, wurde 2025 der Abschnitt von der Linie P herausgelöst (wobei die Zweigstrecke schon davor als isolierte Linie betrieben wurde) und die Linie als T14 ins Straßenbahnlinienschema integriert.

Mit der Umstellung der Bezeichnung auf T14 änderten sich weder die Betriebsart bzw. die Betriebsführung, das Fahrplanangebot und Intervall, der Tarif noch das eingesetzte Rollmaterial.[2] Das Fahrplanangebot entspricht weiterhin eines Vororteverkehrs mit Intervallen von bis zu einer Stunde inklusive Fahrten, welche nicht an allen Halten stehen bleiben. Insgesamt verkehren nur 23 bzw. 24 Fahrten je Werktag pro Richtung.[35]

Entwicklung des Straßenbahnnetzes der Île-de-France

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Jahr05010015020025030020092011201320152017201920212023Netzlänge (km)Anzahl der HaltestellenNetzlänge und Anzahl der Haltestellen der S...Ab 2009. Etwaige gemeinsam genutzte Streckenabschn...
OMNIL / Île de France Mobilités d'après SNCF, RATP, Optile
  • 2010: 4 Linien; täglich 370 000 Benutzer
  • 2013 wurde die Zahl der beförderten Fahrgäste auf den RATP-Linien mit 725.000 (pro Tag) angegeben, womit das Pariser Netz das drittgrößte Straßenbahnnetz Europas nach Fahrgastzahlen war.[36]
  • 2014: 9 Linien; täglich 830 000 Benutzer
  • 2017 wurden durchschnittlich 830.000 Benutzern täglich[37] transportiert.
  • Die Verkehrsorganisationsgesellschaft Île-de-France Mobilités gibt 2020 über eine Million tägliche Fahrgäste an.[3]
  • 2023: 14 Linien; täglich 1290 000 Benutzer

Auf die Linien verteilt stellt sich die Entwicklung der Fahrgastzahlen wie folgt dar:

Fahrten in MillionenJahr010203040506070802007201020132016201920222025T1T2T3aT3bT4T5T6T7T8T9T10T11T12T13Entwicklung der Fahrgastzahlen je Linie der ...
OMNIL / Île de France Mobilités d'après RATP, SNCF, et Optile/Opérateurs DSP

Deutlich zu erkennen sind Unterschiede in der Dimension zwischen den tangentialen Verbindungen (T1, T2, T3a und T3b) in Zentrumsnähe, den zentrumsferneren Tangenten (T4 vor Eröffnung der Zweigstrecke, T10, T11, T13) sowie den eher radial ausgerichteten Linien (T4 mit Zweigstrecke, T5, T6, T7, T9), die jeweils ganz andere Verkehrsbedürfnisse bedienen, unterschiedliche Intervalle und Kapazitäten bieten und dies auf die jeweiligen Verkehrsleistungen Einfluss hat.

Fahrgastkilometerzahlen 2000–2021

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Das anhand von Umfragen geschätzte Produkt aus Straßenbahn-Fahrgästen × Kilometer, basierend auf der durchschnittlich zurückgelegten Entfernung, ist in folgender Tabelle aufgelistet:[38]

Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Millionen Fahrgast­kilometer pro Jahr (RATP) 124 129 141 138 155 171 180 257 284 282 334 350 355 615 744 854 913 939 933 1014 646 747

Übersicht über zukünftige Neubaustrecken und Streckenverlängerungen

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Linie Streckenverlauf Eröffnung (geplant) Status Länge in km Stationen
T1 Noisy-le-Sec – Montreuil (Ostverlängerung) Mitte 2028[7] seit 2019 in Bau[7] 7,7 15
T1 Montreuil – Val de Fontenay (Ostverlängerung) Mitte 2030[7] seit 2025 in Bau[7]
T1 Asnières-Quatre Routes – Petit-Colombes (Westverlängerung) unbestimmt[7] seit 2023: Aktualisierung von Planungsgrundlagen, Vorarbeiten (Verlegungen von Leitungen)[7] 6,4[8] 11
T1 Petit-Colombes (Nanterre) – Château de Malmaison (Rueil-Malmaison) (Westverlängerung) 2031[39] 2025: Vorentwurf zur Trassenführung (l'avant-project) 7,5[40] 15
T2 Bezons – Sartrouville-Val Notre-Dame 2022: zurückgestellt[41]
T3b Porte Dauphine – Pont du Garigliano (Ringschluss) 2024: politische Absichtserklärung
T7 Athis-Mons – Juvisy-sur-Orge RER 2031[42] seit 2025 bauliche Vorarbeiten[42] 3,7 6
T8 Saint-Denis Porte de Paris – Rosa Parks 2031[43] 2024: öffentliche Befragung (Enquête publique)[43] ca. 5,5[43] 10[43]
TT10 Jardin Parisien – Gare de Clamart 2032[25] 2025: grundsätzliche Trassenwahl[25] 3,1 3
TT11 Le Bourget – Noisy-le-Sec (Ostverlängerung) 4
TT11 Sartrouville – Épinay-sur-Seine (Westverlängerung) 2032–2033[41] 5
TT13 Saint Germain-en-Laye – Achères 2028[44] seit 2025 in Bau[44] 10 4
  • Jean Robert: Les tramways parisiens. 3. Auflage. Eigenverlag, 1992.
  • Jean Tricoire: Le tramway à Paris et en Île-de-France. La Vie du Rail, 2007, ISBN 978-2-915034-66-0.
  • Clive Lamming: Paris Tram. Parigramme, 2003.
  • Claude Wagner: Les petits trains et les tramways des Yvelines et de l’Ouest parisien du XIXe aux années 2000. Éditions du Valhermeil, 1997, ISBN 2-905684-85-2.
Commons: Straßenbahn Île-de-France – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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  1. Trafic annuel et journalier. (XLS) Observatoire de la mobilité en Île-de-France (Omnil), 2024, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  2. a b Entre Esbly et Crécy-la-Chapelle, la ligne P devient la ligne T14 et... ça ne change rien pour vous ! Île-de-France Mobilités, 6. März 2025, abgerufen am 20. Oktober 2025 (französisch).
  3. a b Tram: Présentation. Île-de-France Mobilités, 27. Oktober 2020, abgerufen am 27. Februar 2024 (französisch).
  4. Blickpunkt Straßenbahn 3/2021, S. 132.
  5. Projet Tram ligne T1 Prolongement Noisy-le-Sec > Val de Fontenay. In: Le réseau d'Île-de-France Mobilités: Projets. Île-de-France Mobilités, 28. März 2024, abgerufen am 25. August 2024 (französisch).
  6. Marion Kemp: Fontenay : l’arrivée du tramway encore reportée. Le Parisien, 25. September 2018, abgerufen am 16. April 2021 (französisch).
  7. a b c d e f g Dans les coulisses du prolongement du T1 | RATP. 20. Oktober 2025, abgerufen am 22. Oktober 2025 (französisch).
  8. a b c Prolongement du T1 à l'ouest - Asnieres > Colombes: le projet. In: T1 Asnieres > Colombes. Abgerufen am 21. Oktober 2024 (französisch).
  9. Projet Tram ligne 3 b Prolongement Porte d'Asnières > Porte Dauphine. Île-de-France Mobilités, 28. März 2024, abgerufen am 2. April 2024 (französisch).
  10. Caroline: Verlängerung der Straßenbahnlinie T3b: Einweihung am Freitag, den 5. April. In: sortiraparis.com. 2. April 2024, abgerufen am 2. April 2024.
  11. Olivier Meyer: Inauguration du prolongement du tramway T4 à Hôpital de Montfermeil. In: transbus.org. 5. September 2020, abgerufen am 16. April 2021 (französisch).
  12. L'essentiel (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive) (französisch), abgerufen am 10. Juli 2013.
  13. Tramway – T6 (Memento vom 1. Februar 2015 im Internet Archive) (französisch)
  14. Tramway (Memento vom 26. September 2013 im Internet Archive) (französisch).
  15. Mise en service du T7 : deux jours pour l'essayer gratuitement. portesessonne.fr, November 2013 (Memento vom 1. Februar 2016 im Internet Archive) (französisch).
  16. Carte d'identité (Memento vom 16. November 2013 im Internet Archive), ratp.fr
  17. Projet Tram ligne 7 Prolongement Athis-Mons > Juvisy-sur-Orge. Île-de-France Mobilités, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Oktober 2020; abgerufen am 16. April 2021 (französisch).
  18. DEMANDEZ NOUS LA VILLE. RATP, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. August 2023 (französisch).
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