Barbara Naegelin

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Barbara Naegelin (* 1967 in Venezuela, lebt und arbeitet in Basel) ist eine Schweizer Installations-, Performance- und Videokünstlerin. Sie war Teil verschiedener Musikperformancegruppen wie der Band Les Reines Prochaines und Butch & Baumann.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbara Naegelin absolvierte 1989–1993 die Schule für Gestaltung Luzern und studierte dort Freie Kunst, machte von 1999 bis 2002 den Bachelor an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel in Bildende Kunst/Medienkunst und erwarb 2012–2015 den Master an der Zürcher Hochschule der Künste in Transdisziplinarität, wo sie auch unterrichtet.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie war Teil zahlreicher Ausstellungen, Aktionen und Projekte in der Schweiz und im Ausland, hat viele Soloperformances erarbeitet und gezeigt. Barbara Naegelins Arbeiten spielen mit aktuellen und persönlichen Themen, Künstlerbildern und Geschlechterrollen, populärer Forschung, Elementen aus der Unterhaltungsindustrie und der Musikkultur, die sie mit den Bewegungen und Dimensionen ihrer Person und dem Rahmen der Medien selbst in Spannungsverhältnisse bringt. Barbara Naegelin sucht die Zusammenarbeit, arbeitet aber auch gerne solo mit Videos und in Performances. 1997 war sie Mitverfasserin des Ersten Manifests grosser und angesehener Künstlerinnen.[1] Sie war 2002–2008 Teil der Performancemusikgruppe Les Reines Prochaines, die mit wechselnder Besetzung – Muda Mathis, Fränzi Madörin und Pipilotti Rist, Gabi Streiff, Sus Zwick, Sibylle Hauert, Michèle Fuchs und Barbara Naegelin – auftritt. Als international bekannte Bande aus Basel formierten sie sich während der Jugend- und Frauenbewegung der 1980er mit der Intention, traditionelle Kunst- und Geschlechtergrenzen zu hinterfragen.[2] 2001 gründete sie zusammen mit Iris Beatrice Baumann & Tina Z'Rotz Butch&Baumann, eine Musikperformancegruppe die im Basler Kunstkontext sehr bekannt wurde und bis 2011 aktiv war.

Barbara Naegelin ist Künstlerin, Musikerin, Organisatorin, Kuratorin und Dozentin.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002 TPC CreaTVty Award
  • 2003 Werkbeitrag Kanton Luzern
  • 2003 Atelierstipendium iaab, Basel, Montréal, Kanada
  • 2004 Projektbeitrag Kunstkredit Basel-Stadt für Performance
  • 2007 Werkbeitrag Kunstkredit Basel-Stadt
  • 2009 Förderbeitrag Performance-Wettbewerb Kunstkredit Basel-Stadt für Performance
  • 2011 Projektbeitrag Fachausschuss Film/Video/Multimedia Basel-Stadt
  • 2014/15 Projektbeitrag Kunstkredit Basel-Stadt (A Soap Opera Show Machine House)
  • 2018 Atelierstipendium Berlin, Atelier Mondial, Basel
  • 2019 Schweizer Performance Preis / Publikumspreis[3]: Manifesto Reflex Collective, mit Monika Dillier, Iris Ganz, Sibylle Hauert, Lysann König, Fränzi Madörin, Muda Mathis, Dorothea Mildenberger, Sarah Elena Müller, Barbara Naegelin, Chris Regn, Andrea Saemann, Dorothea Schürch, Sus Zwick.

Performance (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999 Es war einmal ein Viperlein (Focus Muda Mathis), Viper, Luzern
  • 2009 Besame Mucho, Kunsthaus Baselland, Sicht auf das Original, Kunstkredit BS
  • 2010 The Artist in the Art-Society, Now you’re projecting, Motorenhalle Dresden
  • 2010 Song, Galería de Arte Del Infinito, Buenos Aires
  • 2011 Butch&Baumann, Ausstellungsraum Klingental, Basel
  • 2011 Klavier, Performance Art Network, Wien
  • 2012 Is this me? Performancetage Giswil
  • 2012 Stairway to Heaven, VIA Basel
  • 2013 Notwunder, Performance zusammen mit Chris Regn, Kaskadenkondensator Basel
  • 2015 The Prisoners Dilemma +- staged Bühnen-Performance in Zusammenarbeit mit David Kerman, Gessnerallee, Zürich

Kunst am Bau und Projekte im öffentlichen Raum (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 Labyrinth, zusammen mit Maya Prachoinig, Siedlung Unterspitalhof, Emmen
  • 2000 Bildschirmschoner, zusammen mit Muda Mathis, Kantonsschule Küssnacht/ZH, Bibliothek
  • 2007 in utero, Video für Videoscreen, Letzigrund Stadion, Amt für Hochbauten, Sportstadion Letzigrund, Zürich
  • 2013 Grosse Gefühle! Hier im Quartier! Audiowalks für ein Zürcher Stadtquartier in Zusammenarbeit (Dramaturgie) mit Ariane Andereggen und Suzanne Zahnd

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 Fünf mal Fünf, Gruppenprojekt mit Lea Achermann, Anita von Ballmoos, Adriana Stadler und Maya Prachoinig, Ausstellungsraum o. T. Raum für aktuelle Kunst, Luzern
  • 1995 0.7m3, Kunst am Bau, zusammen mit Maya Prachoinig, Môtiers Art en plein air
  • 1997 Erstes Manifest grosser und angesehener Künstlerinnen, Kongress, Aktionen, Videos zusammen mit diversen Künstlerinnen
  • 2001 Kaskadenkondensator, Basel / Galerie Mesaoo Wrede, Hamburg
  • 2002 Boys, Kunstpanorama, Luzern; Kaskadenkondensator, Basel; shedhalle, Zürich
  • 2005 Galérie La Centrale, Montréal
  • 2005 Meine Chinesin zusammen mit der Künstlerinnengruppe Tischgespräche, o. T. Raum für aktuelle Kunst, Luzern
  • 2005 Zweite Zeit, Kunstmuseum Luzern, o. T. Raum für aktuelle Kunst, Luzern., Luzern
  • 2007 Top of Central Switzerland, Jahresausstellung, Kunstmuseum Luzern
  • 2008 Die Glücksmaschine, zusammen mit der Künstlerinnengruppe Tischgespräche, Ausstellungsraum Klingental, Basel
  • 2009 The Artist in the Art-Society, Kunsthalle Palazzo, Liestal
  • 2010 The Artist in the Art-Society, Motorenhalle, Dresden
  • 2011 Regionale, Haus für Elektronische Künste, Basel
  • 2011 Ich ist eine Band, Ausstellungsraum Klingental, Basel Gruppenausstellungen und Aktionen (Auswahl)
  • 2015/16 Komposition und Interpretation Film-Song für Quitt, Filmprojekt von Uri Urech
  • 2016 Ding Unding Villa Renata, Basel
  • 2016 Zerstreuung! o. T. Raum für aktuelle Kunst, Luzern

Ausstellungsprojekte / Kuratorische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014 A Soap Opera Show Machine House, transdisziplinäres Ausstellungsprojekt mit 10 Teilnehmenden, Villa Renata, Basel
  • 2012 Salonlöwen im Porzellanladen, Ausstellungsprojekt mit 30 Teilnehmenden, zusammen mit Monika Feucht, Villa Renata, Basel

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001 Alleinunterhaltung
  • 2002 balanced indifference
  • 2003 Im Sonnenschein (Du bist, was Du denkst)
  • 2004 so yellow
  • 2004 Fly (Sad Capriccio)
  • 2006 Die holde Gefährtin
  • 2007 in utero
  • 2007/8 Meine Soldatin
  • 2007/8 Ich ist Du
  • 2010/11 Es
  • 2010/11 Ich ist Du
  • 2010/11 Ich ist eine Band
  • 2011 I think I thought I saw you try
  • 2015 Oh Iceland Oh
  • 2016 Tapete, Version I

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Barbara Naegelin | Neuland Magazin. Abgerufen am 11. März 2017 (deutsch).
  2. Les Reines Prochaines: Noch immer: Do it yourself! 6. Februar 2013 (woz.ch [abgerufen am 11. März 2017]).
  3. Performancepreis Schweiz. Abgerufen am 28. September 2019 (deutsch).