Hochschule für Gestaltung und Kunst

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Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK)
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Gründung 1796
Trägerschaft staatlich
Ort Basel, Schweiz
Leitung Kirsten Merete Langkilde
Studenten 750
Website www.fhnw.ch/hgk
Die Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW auf dem Campus der Künste

Einführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW (HGK FHNW) bildet mit sieben Bachelor- und vier Master-Studiengängen eine Lern-, Lehr- und Forschungsgemeinschaft auf dem Campus der Künste in Basel. An zehn Instituten können die Studienrichtungen Kunst, Design, Mediengestaltung und Innenarchitektur studiert werden. Im Sinne ihres gesellschaftlichen Auftrags bildet die Hochschule eigenständig-denkende und handlungsfähige Künstlern und Gestalter aus. Die HGK FHNW versteht sich dabei als Seismograph, der gesellschaftlich relevante Stimmungen und Themen aus Kunst, Design und Medien aufgreift, diese im wissenschaftlichen und praktischen Raum bearbeitet und so den gesellschaftlichen Wandel in der gestalterischen Praxis begleitet. Sie ist eine von neun Hochschulen der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW geht auf die Gründung einer Zeichnungs- und Modellierschule im Jahr 1796 zurück. Ihrer Integration in die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW (2006) gingen diverse Umbenennungen, Erweiterungen und Fusionen voraus. Die gesamteuropäische Hochschulreform ebnete schließlich den Weg zur Hochschulstruktur mit Bachelor- und Master-Studiengängen. Mit dem Bezug eines eigenen Campus auf dem Dreispitzareal im Süden Basels schlug die Hochschule im Herbst 2014 ein neues Kapitel auf: Der Campus der Künste ist der gemeinsame Standort aller zehn Institute und führt zu einer räumlichen wie inhaltlichen Konzentration der Studienrichtungen Kunst, Design und Mediengestaltung in Basel. Durch das gemeinsame Bezugsfeld und die Vernetzung mit Kulturinstitutionen sowie kreativ-wirtschaftlichen Akteuren vor Ort können Wissen und Erfahrung an diesem besonderen Ort geteilt und gebündelt werden und es entsteht eine Kultur des Experimentierens und Austauschens im wissenschaftlichen und praktischen Kontext.    

Institution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW (HGK FHNW) bietet in Basel mit ihrem breiten Spektrum an künstlerischen und gestalterischen Disziplinen, Fragestellungen und Herangehensweisen eine vielseitige Kultur des Entwerfens, Experimentierens und Vernetzens. Auf der Grundlage eines differenzierten sinnlichen Wahrnehmungsvermögens und der Reflexion des eigenen Sehens und Begreifens arbeiten Dozierende und Studierende daran, produktive Prozesse anzuschieben, qualitativ hochwertige Güter zu entwerfen und Werke zu schaffen, die auch in Zukunft Bestand haben. An der Hochschule sind zurzeit rund 750 Studierende immatrikuliert, über 150 Dozenten vermitteln ihr Wissen und Können.

Gute Gestalter und Künstler sind in der Lage, sich ästhetisch Ausdruck zu verschaffen. Sie haben die Sensibilität, um gesellschaftliche und kulturelle Zusammenhänge zu identifizieren. Weil Werke und Produkte auch gesellschaftlich-kulturelle Wertsetzungen sind, müssen ihr Entwurf und ihre Materialisierung, ihre Ästhetik und Funktionalität in einem erweiterten diskursiven Feld verhandelt werden. Darum sind alle Bachelor- und Master-Studiengänge der Hochschule an einem Ort der kulturellen Diagnose und der kritischen Reflexion angesiedelt. Dozenten gründen ihren Unterricht auf ihrer jeweils eigenen künstlerischen und gestalterischen Praxis. Sie beteiligen sich an Forschungsprojekten und sichern auch damit den Anschluss an übergeordnete aktuelle Themen und öffentlich relevante Fragestellungen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direktorin der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW ist die dänische Bildhauerin und Akademikerin Kirsten Merete Langkilde. Ihr Stellvertreter ist Michael Renner, Leiter des Instituts Visuelle Kommunikation. Das Institut Ästhetische Praxis und Theorie wird von Nicolaj van der Meulen und Jörg Wiesel geleitet, das Institut Experimentelle Design- und Medienkulturen (Critical Media Lab) von Claudia Mareis, das Institut HyperWerk von Matthias Böttger, das Institut Industrial Design von Werner Baumhakl, das Institut Innenarchitektur und Szenografie von Andreas Wenger, das Institut Kunst von Chus Martinez, das Institut Lehrberufe für Gestaltung und Kunst von Christof Schelbert und das Institut Mode-Design von Kurt Zihlmann.    

Studienangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bachelor of Arts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der berufsbefähigende Bachelor kann in den Bereichen Design und Kunst erworben werden. Das Bachelor-Studium dauert in der Regel drei Jahre und wird mit dem international anerkannten Titel „Bachelor of Arts“ in der gewählten Disziplin abgeschlossen. Alle Bachelor-Studienangebote sind einem Institut zugeordnet.

Sie umfassen folgende Disziplinen:

  • HyperWerk (Postindustrielles Design)
  • Industrial Design
  • Innenarchitektur und Szenografie[1]
  • Kunst
  • Lehrberufe für Gestaltung und Kunst.
  • Mode-Design
  • Visuelle Kommunikation

Master of Arts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Master-Studienangebote an der Hochschule für Gestaltung und Kunst gehen von einer bereits formulierten künstlerischen Standortbestimmung oder gestalterischen Erfahrung aus.

Ein Master-Studium in Kunst oder Design vertieft das bisherige Können und Wissen, stellt es methodisch und inhaltlich in einen erweiterten Kontext und sichert den Absolventen den Anschluss an die forschungsorientierte Praxis und Reflexion.

Die Lehre bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Experiment, Recherche und kritischer Reflexion. Die Dozierenden unterstützen und begleiten individuelle Projekte und gewähren Einblick ins komplexe System der Produktion und Rezeption von zeitgenössischem Design und Kunst. In einem professionellen Umfeld und unter bewusst offen gehaltenen Rahmenbedingungen lernen die Master-Studierenden, Ideen selbstverantwortlich in ästhetische Formulierungen zu überführen.

Das Master-Studium dauert in der Regel zwei Jahre und wird mit dem international anerkannten Titel Master of Arts in einer der folgenden Disziplinen abgeschlossen werden:

  • Design / Masterstudio Design
  • Visuelle Kommunikation und Bildforschung
  • Fine Arts
  • Vermittlung von Kunst und Design, Lehrdiplom für Maturitätsschulen

Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ästhetische Praxis und Theorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut Ästhetische Praxis und Theorie erkundet die theoretischen Grundlagen aktueller künstlerischer und gestalterischer Praktiken. Es reagiert auf die aktuellen Entwicklungen in der Kunst- und Designforschung und entwickelt Forschungsprojekte, welche die Bedeutung ästhetischer Praktiken in Kunst, Design und Gesellschaft untersuchen und vorantreiben.

Experimentelle Design- und Medienkulturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut Experimentelle Design- und Medienkulturen (IXDM) ist eine Forschungsgruppe und -einrichtung zur Durchführung von grundlagen- und praxisorientierter Forschung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel. Am IXDM werden Projekte im Bereich einer kritisch-reflexiven und gestalterisch-experimentellen Design- und Medienforschung konzipiert und durchgeführt. Zum Einsatz kommen Ansätze und Methoden aus den Design-, Medien- und Kulturwissenschaften, der Anthropologie, Soziologie, Wissenschafts- und Technik­forschung. Ein besonderer thematischer Schwerpunkt liegt auf digitalen und postdigitalen Design- und Mediendiskursen und deren Einfluss auf gegenwärtige und zukünftige Handlungsweisen und Wissensformen.

HyperWerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiheit studieren. Gesellschaft gestalten. So lautet das Mission Statement von HyperWerk, Institute for Postindustrial Design.  Gestaltung wird hier als prozessuale Strategie verstanden, die unsere Lebenswelt beeinflusst und auch entsprechend vermittelt. Das HyperWerk ist ein Lernlabor. Es sieht sich selbst in permanentem Wandel und reagiert mit innovativen Versuchsanordnungen auf die Entwicklung zur postindustriellen Gesellschaft. Dabei werden ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Dimensionen bedacht. Studienziel ist der Aufbau einer vielseitigen Handlungskompetenz, die spezifische Interessen und individuelle Begabungen optimal zum Tragen bringt, was durch kreative Freiräume, Beweglichkeit, Initiative und Teamarbeit gefördert wird.

Industrial Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentrales Thema von Industrial Design ist das Entwerfen seriell gefertigter Produkte und Objekte. Basis dafür ist die Vermittlung eines zielgerichteten, kreativen und interdisziplinären Designprozesses. Gesellschaftliche, kulturelle und technologische Rahmenbedingungen verändern sich rasant. Es gilt die Arbeit von Designern in diesem gegenwärtigen Spannungsfeld neu zu definieren. Sie verantworten nicht mehr nur das Aussehen von Produkten, sondern gestalten auch die Beziehung des Menschen zu und die Bedeutung von Objekten im jeweiligen Kontext. Die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen, mit unserer Umwelt und vorhandenen Ressourcen ist daher eng damit verknüpft, welche Werte und Inhalte wir durch Design vermitteln wollen. Echter Mehrwert, gestalterische Langlebigkeit und der sorgsame und intelligente Umgang mit Material gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Innenarchitektur und Szenografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die innovative Auseinandersetzung mit Raum und seiner Wirkung bildet den Kern aller Inhalte des „Institut Innenarchitektur und Szenografie“[1]. Während sich die Szenografie mit der Gestaltung und Dramaturgie zeitlicher Abfolgen und der Narration im Raum befasst, fokussiert sich die Innenarchitektur auf die atmosphärische Wirkung des Raumes unter Berücksichtigung und Optimierung funktionaler Abläufe. Alles dreht sich um den Raum in allen seinen Facetten: mit seinen Dimensionen, Farben und Materialitäten, seinen Oberflächen, seiner Beleuchtung und mit raumstrukturierenden Objekten. Sei es im Bereich Bühnenbild, an Filmsets, in Ausstellungen, urbanen Situationen oder bei Interventionen im Feld der Gastronomie, der Arbeit und des Corporate Designs. Das Institut geht im Rahmen von Dienstleistungen, Studien- und Forschungsprojekten regelmässig Kooperationen ein, bei denen an realen Projekten im Massstab 1:1 gearbeitet wird.

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunst ist spekulative Praxis, die Materialien und Vorstellungen verknüpft und Auffassungen von Information und Wissen, individueller Handlung und sozialer Interaktion hinterfragt. Künstler verbinden unterschiedliche Welten, sie definieren die Sprache von Medien, Materialien und Technologien neu. Sie bewegen sich dabei thematisch und methodisch in einem breiten Spektrum: von Ökonomie über Gender hin zum Sozialen, von formaler Konzeption bis zu Experimenten. Das Institut Kunst verfolgt einen Auftrag: Wir erforschen und befragen Praktiken der Kunst in ihrem gesellschaftlichen Kontext und stellen uns vor, wie sie zukünftig beschaffen sein könnten. So finden und entwickeln wir neuartige Methoden. Unser Institut ist ein Ort, an dem die Praxis bestimmt: das Denken, die Prozesse und die Gespräche darüber, was das «Machen» für die Kunst bedeutet. Dieser Ansatz steht im Mittelpunkt unseres Programmes.

Lehrberufe für Gestaltung und Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vermittlung von Kunst und Design kommt in unserem durchgestalteten Kommunikationszeitalter eine wichtige Bedeutung zu. Die neuen Medien mit ihren Möglichkeiten und Perspektiven, die Fülle und Vielfalt künstlerisch-gestalterischer Arbeitsweisen und Produktionen sowie die gesellschaftlichen Entwicklungen wirken sich nachhaltig auf die Art der schulischen und ausserschulischen Vermittlung von Kunst und Design aus. Kunstvermittler nehmen sich der pädagogischen Aufgabe an, Kunst und Design kompetent und auf der eigenen künstlerischen und gestalterischen Erfahrung basierend zu lehren. Dies erfordert ein breites, vernetztes und gestalterisch-künstlerisches Verständnis über den Schulbereich hinaus.

Mit diesem Fokus setzt das Institut Lehrberufe für Gestaltung und Kunst – welches in der nahezu hundertjährigen Basler Tradition der Lehrberufsausbildung steht, auf den Ausbildungsstufen Bachelor of Arts (BA) und Master of Arts (MA) auf die Bildung eines umfassenden und interdisziplinären Feldes von Kompetenzen. Gestalterisches Ausdrucksvermögen und handwerklich-technische Fähigkeiten werden hier ebenso vermittelt wie kreative Prozesse und Strategien, Methoden künstlerischer Forschung, Kommunikationsfähigkeit, kunst- und gestaltungstheoretisches Wissen sowie fachdidaktische und vermittlungstheoretische Kenntnisse.

Masterstudio | Integrative Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Institut für Integrative Gestaltung | Masterstudio werden in Lehre und Forschung innovative gestalterische Lösungen unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Konsequenzen erarbeitet.

Die Aktivitäten am Institut stehen für eine Praxis, die Wissensfelder unterschiedlicher Designdisziplinen, der Künste, der Wissenschaft und der Technik in einem schöpferischen Prozess zusammenzuführen. 

Vor diesem Hintergrund erarbeiten wir innovative gestalterische Lösungen für unterschiedlichste Fragestellungen. Das Verstehen von Systemen, Netzwerken, Zyklen und Wertschöpfungsketten unter Einbeziehung der jeweiligen Anspruchsgruppen liegt dabei jeder Lösung zugrunde. Aus diesem integrativen Verständnis unserer Praxis heraus engagiert sich das Institut in Lehre und Forschung.

Mode-Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mode zu machen, heisst, sich zu involvieren und verantwortungsbewusst an der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft teilzuhaben.

Das Institut Mode-Design besitzt eine starke inhaltliche Ausstrahlungskraft, seine fachliche Professionalität ist international anerkannt. Es versteht Mode als ein Medium, über das relevante und zukunftsweisende Visionen des menschlichen Zusammenlebens vorweggenommen und vorangetrieben werden können. Das Institut vertritt mit seinem Leitmotiv «Doing Fashion» einen progressiven Ansatz: Die Herstellung und der Gebrauch von Kleidern soll grundsätzlich verändert werden. Unter diesem Fokus gilt es, ein Bewusstsein für Körperwahrnehmungen zu entwickeln und normative Körperbilder zu hinterfragen. So ist für die Studierenden am Institut Mode-Design das Herstellen einer konventionellen Kollektion kein vornehmliches Ziel. Viel eher nähern sie sich unter professioneller Anleitung einem bewussten ganzheitlichen Verständnis von Gestaltung – von der Skizze bis zur performativen Inszenierung. Experiment und Improvisation sind dabei wichtige Bestandteile der Entwurfspraxis. Die Praxis des Gestaltens geht mit der Reflexion der Alltagskultur einher. 

Visuelle Kommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Visuelle Kommunikation ist ein eigenständiges Erkenntnisinstrument. Sie macht durch Visualisierungen sichtbar, vorstellbar oder begreifbar. Die Digitalisierung und die damit zusammenhängenden ausgedehnten und verzweigten Kommunikationsnetzwerke haben die Menge der täglich zu rezipierenden Daten, Signale und Bilder signifikant erhöht. Von der Fotografie zur Typografie, von der Zeichnung zum Diagramm, vom Interface zum kodierten Bildzeichen: Unsere Wahrnehmung der Realität ist mehr denn je durch bildliche Botschaften geprägt. Dies erfordert eine hohe Sensibilität und einen kritischen Umgang mit visuellen Botschaften und ihren kommunikativen Zielsetzungen. Hier kommt dem Institut Visuelle Kommunikation eine wichtige Aufgabe zu, da sie sich verantwortungsvoll mit dem Einsatz von Bildern, Bild- und Schriftzeichen sowie der bildhaften Aufbereitung von Informationen befasst.    

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Forschung und Entwicklung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW liegt das produktive Wechselverhältnis zwischen künstlerischer und gestalterischer Praxis und theoretischer Reflexion zugrunde.

Design und Kunst reagieren produktiv auf komplexe Ausgangslagen: Sie hinterfragen bestehende Strukturen und Prozesse, entwerfen alternative Szenarien und begleiten mit ihren kritischen und ästhetischen Praktiken den gesellschaftlichen Wandel. Sie schaffen kulturelle Identität und bilden einen Kern kreativwirtschaftlicher Initiativen. Zeitgemässe Designprozesse integrieren häufig Elemente aus den Künsten, Wissenschaften und Technologien. Die Künste tragen der Forderung nach innovativer Autorschaft durch zahlreiche Verknüpfungen mit anderen Arbeitsfeldern und deren Methoden Rechnung. Das breite Spektrum dieser Wissenskultur ist die Basis von Forschung und Entwicklung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW.

Alle Forschungsprojekte speisen sich aus den disziplinär und methodisch breit gefächerten Themen der Hochschulgemeinschaft. Ihre Basis sind die künstlerisch-gestalterischen und medientechnischen Praktiken des Entwerfens und Planens. Im Fokus stehen Fragen nach der Prozesshaftigkeit und Performativität in Design, Kunst und ihrer Vermittlung – immer vor dem Hintergrund des kulturellen, ökonomischen und politischen Kontexts, in dem sich Kunst und Design bewegen. Die Forschungsergebnisse werden in thematisch adäquaten Formaten publiziert und gehen in unterschiedliche Gefässe der Lehre ein.

Drei Institute mit unterschiedlichen methodischen Schwerpunkten tragen die Hauptverantwortung für die strategische Ausrichtung der Forschung an der Hochschule:

  • Ästhetische Praxis und Theorie
  • Experimentelle Design- und Medienkulturen
  • Masterstudio | Integrative Gestaltung

European Centre of Art, Design and Media-based Research ECAM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ziel der design-, kunst- und medienbasierten Forschung und Praxis an der Hochschule für Kunst und Design FHNW besteht in der Erweiterung des Verständnisses, dass kulturelle und ökonomische Transformationsprozesse für die Bildung und Definition sozialen Wandels bedeutsam sind. In diesem Zusammenhang haben wir bereits weitreichend am Diskurs zur Notwendigkeit, künstlerische Forschung zu konsolidieren, beigetragen. Um angemessene institutionelle Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, haben wir im Sommer 2016 das international ausgerichtete European Centre of Art, Design and Media-based Research ECAM ins Leben gerufen. Dieses Zentrum, das eine Graduiertenschule zur Erreichung des Dritten Bildungszyklus‘ mittels eines forschungsorientierten Doktorats beheimatet, erweitert unsere edukative Verantwortlichkeit in entscheidendem Masse. 

Campus der Künste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit dem Haus der elektronischen Künste Basel HeK, dem Internationalen Stipendienprogramm Atelier Mondial, Radio X, dem Transitlager der Bjarke Ingels Group BIG sowie dem Wohn- und Archivgebäude des Architekturbüros Herzog & de Meuron befinden sich in unmittelbarer Umgebung zur Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW rund 400 produzierende, teilweise branchenverwandte Firmen, darunter die Produktionsfirma point de vue, ffbk Architekten, Magnolia, eine Plattform für digitale Geschäftsfelder sowie der Materialmarkt OFFCUT. Sie alle bilden den Campus der Künste.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochschule für Gestaltung und Kunst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Innenarchitektur und Szenografie

Koordinaten: 47° 29′ 4″ N, 8° 12′ 26″ O; CH1903: 657921 / 259592