Bayerisches Armeemuseum

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Koordinaten: 48° 45′ 53″ N, 11° 25′ 49″ O

Bayerisches Armeemuseum
Logo
Haupteingang des Bayerischen Armeemuseums
Daten
Ort Ingolstadt
Art Militärgeschichtliches Museum
Architekt Ludwig von Mellinger (Armeemuseum München)

unbekannt (Hauptgebäude Neues Schloss)
Leo von Klenze und Michael von Streiter (Reduit Tilly und Turm Triva)

Eröffnung 1879 Ersteröffnung in München,
1946 Wiedereröffnung nach dem Krieg,
1972 Wiedereröffnung in Ingolstadt,
1994 Eröffnung der Dauerausstellung im Reduit Tilly,
2012 Eröffnung des Bayerischen Polizeimuseums im Turm Triva
Leitung Ansgar Reiß
Website www.armeemuseum.de
ISIL DE-MUS-913911

Das Bayerische Armeemuseum ist das militärhistorische Museum des Freistaats Bayern Museum. Es wurde 1879 in München gegründet und befindet sich seit 1972 in Ingolstadt. Die Hauptsammlung ist im Neuen Schloss untergebracht, die 1994 eröffnete Dauerausstellung zum Ersten Weltkrieg im Reduit Tilly und das 2012 dem Armeemuseum eingegliederte Bayerische Polizeimuseum im Turm Triva. Ein Teil des ehemaligen Münchner Museumsbaus bildet heute den Zentralbau der neuen Bayerischen Staatskanzlei.

Uniform eines Hartschiers (bayerischer Hofgardist)
Bayerischer Infanterist um 1870 (Gemälde von Louis Braun)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum wurde von König Ludwig II. auf Anregung General Friedrich von Bothmers und des Kriegsministers Joseph Maximilian von Maillinger im Jahr 1879 gegründet. Es sollte die in ganz Bayern verstreuten Sammlungen zusammenfassen. Bis 1905 befand es sich in München im Zeughaus der bayerischen Armee und zog dann nach fünfjähriger Bauzeit in einen nach Plänen von Ludwig von Mellinger neu errichteten Monumentalbau am Hofgarten in München um; an dieser Stelle hatte zuvor die Hofgartenkaserne gestanden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Bauwerk teilweise zerstört. Die erhaltene Kuppel des alten Museumsbaus in München bildet heute den Zentralbau der neu errichteten Bayerischen Staatskanzlei. Von 1946 bis 1969 war das Armeemuseum im Bayerischen Nationalmuseum in München untergebracht.

Die Sammlung zur Militärgeschichte gelangte 1969 in das Neue Schloss in Ingolstadt. Die Stadt war Sitz der Herzöge von Bayern-Ingolstadt gewesen war und wies als ehemalige bayerische Hauptlandesfestung über eine reiche militärische Tradition und zahlreiche Bezüge zur Bayerischen Armee auf. 1972 wurde das Museum unter Leitung von Direktor Peter Jaeckel eröffnet.

Das Museum beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Waffen, Ausrüstungsgegenständen, Uniformen, Fahnen, Standarten, Gemälden und Orden mit dem Schwerpunkt auf der Bayerischen Armee. Aber auch persönliche Gegenstände von Soldaten wie z. B. Kleinkunst oder Aufzeichnungen aus Kriegs- und Militärdienstzeiten sind zu finden. Darüber hinaus verwahrt das Museum einen umfangreichen Bestand an Gemälden, Graphiken, Musikinstrumenten, Fahrzeugen, Modellen, Spielzeugen, Zinnfiguren, Fotoalben, Tagebüchern, Archivalien und vieles mehr, das auch der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung gestellt wird. Auch vereinzelte Beutestücke aus der bayerischen Beteiligung an den Türkenkriegen unter Kurfürst Max Emanuel werden in der neuen Dauerausstellung gezeigt werden.

1979 wurde Ernst Aichner Museumsleiter und erweiterte die Sammlungen des Museums erheblich. Besonderes Augenmerk legte er auf den Ersten Weltkrieg und auf die bayerische Militärmalerei wie z.B. durch Künstler wie Anton Hoffmann oder Louis Braun. Auch eher unbekannte Künstler, die das Geschehen der bayerischen und europäischen Militärgeschichte malerisch verewigt haben, wurden von Aichner gesammelt und stellen heute einen wichtigen Bestand des Museums dar.

Andere Erwerbungen, wie 1986 ein Konvolut von 6000 NS-Propaganda-Kunstwerken, die von den Vereinigten Staaten bei Ende des Zweiten Weltkrieges sichergestellt worden waren, wurde nie bearbeitet, obwohl die USA beim Verkauf zur Bedingung gemacht hatten, dass diese Bestände museal aufgearbeitet werden. Etwa 700 der Kriegsgemälde ließ Aichner dem Deutschen Historischen Museum in Berlin und dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden zukommen. Mit der Aufarbeitung der in Ingolstadt verbliebenen Objekte wollte er allerdings warten, bis die geplante Abteilung zum Zweiten Weltkrieg eingerichtet sei.[1]

Im gleichen Jahr stellte man auch einen Starfighter im Museumshof auf, wobei andere Militärhistoriker anmerkten, dass ein Bezug des Exponats zur Geschichte der 1683 aufgestellten und 1918/19 aufgelösten bayerischen Armee schwer erkennbar sei.[2]

1988 beschloss der bayerische Landtag, dass für das Museum ein museumspädagogisches Konzept erstellt werden solle.

Im Zusammenhang mit der bayerischen Landesgartenschau 1992 in Ingolstadt entwickelte Aichner ehrgeizige Erweiterungspläne für sein Museum. So sollten zusätzlich zum bisherigen, noch nicht voll genutzten Stammhaus im Neuen Schloss sämtliche historischen Militärbauten am südlichen Donauufer der Ingolstädter Altstadt für eine Erweiterung genutzt werden. Das Armeemuseum wäre damit das drittgrößte militärhistorische Museum Europas geworden. Ingolstädter Rechtsanwälte, Ärzte, Lehrer und Künstler fürchteten daher um Ingolstadts Ruf als Kulturstadt und gründeten mit dem örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Manfred Schuhmann die Initiative „Kultur statt Kanonen“, der Ingolstädter Autohersteller Audi sorgte sich gleichfalls um das Image seines Hauptsitzes.[3]

Im März 1993 wurde ein Zinnsoldat mit SS-Runen am Souvenirstand der Museumskasse zum Kauf angeboten, was zu Ermittlungen im Armeemuseum wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen führte. Kultusminister Hans Zehetmair erklärte dazu auf eine Landtagsanfrage des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Manfred Fleischer, dass er den Ausgang der Ermittlungen abwarte, aber unabhängig davon die Ausstellung von Gegenständen, die nicht mit der Geschichte der Bayerischen Armee zu tun hätten, als „Übereifer“ betrachte, der nicht in seinem Sinne sei.[4] Ein Mitarbeiter Aichners wurde wegen der Angelegenheit rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt; das Verfahren gegen Aichner wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Während vom Freundeskreis des Museums gesammelte 700.000 DM für Neuerwerbungen ausgegeben wurden[5], die meist in den umfangreichen Depots des Museums gelagert wurden, eröffnete wegen fehlender 20.000 DM für museumspädagogische Informationstafeln die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg mehr als zwei Jahre nach dem geplanten Termin erst im Sommer 1994.[6] Für diese Ausstellung wurde auch der Landtagsbeschluss zum museumspädagogischen Konzept umgesetzt, während dies für die Hauptausstellung erst mit der Neuordnung nach der Landesausstellung von 2015 realisiert wurde. Das Reduit Tilly entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem der wenigen Spezialmuseen des Ersten Weltkrieges. Nicht zuletzt da in ihm die Kriegswirklichkeit physisch begreifbar gemacht wird, fand es allgemein Anerkennung. Zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns steigerte sich nicht nur das Publikumsinteresse, auch die Ausleihen von Exponaten an andere Museen nahm deutlich zu.

Zusätzlich wurde im Jahr 2007 die polizeigeschichtliche Sammlung der Bayerischen Polizei aus Bamberg in das Armeemuseum überführt. Sie enthält Historisches über die bayerische Gendarmerie, die bayerische Polizei während der Zeit des Nationalsozialismus und allgemein die Entwicklung der Gemeinde- und Stadtpolizei sowie der Landes-, Wasserschutz-, Grenz- und Bereitschaftspolizei. Unter dem organisatorischen Dach des Armeemuseums wurde die Sammlung als eigenes Bayerisches Polizeimuseum erst nach mehrjähriger Verzögerung am 19. Dezember 2011 mit einem unter dem neuen Leiter Ansgar Reiß erarbeiteten Konzept eröffnet. Das Polizeimuseum ist im Turm Triva in unmittelbarer Nachbarschaft zum Reduit Tilly untergebracht.[7]

Aichner verfolgte seine Erweiterungspläne bis zu seiner Ende Januar 2010 erfolgten Pensionierung: Seine letzte größere Amtshandlung war die Eröffnung einer Ausstellung zur Geschichte der deutschen Gebirgstruppe von 1915 bis heute, bei der auch die Stiftung „Deutsche Gebirgstruppen“ gegründet wurde. Der wegen seines Verhältnisses zu Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht umstrittene Kameradenkreis der Gebirgstruppe hat seine sämtlichen Exponate und alle Unterlagen in die Stiftung als Grundstock mit eingebracht.[8] Unter Aichners Amtsnachfolger nahm sich das Museum mit einer Sonderausstellung über die Anfänge der deutschen Gebirgstruppen (17. September 2014 bis 27. September 2015) dieser Fragestellung kritisch an.[9] Weitere Sonderausstellungen zu dieser Thematik sind in Vorbereitung.

Am 1. Februar 2010 trat Ansgar Reiß den Posten als neuer Museumsleiter an. Nach einer Ausstellung über afroamerikanische US-Soldaten in der Besatzungszeit gastierte 2011 die Wanderausstellung der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ zum Thema NS-Militärjustiz.

Es folgten Ausstellungen zu Themen wie Die Polizei im NS-Staat[10], König Ludwig II.[11], Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime[12], Fotografien aus dem Afghanistan Einsatz der Bundeswehr[13] oder zur Krankenpflege im Ersten Weltkrieg[14].

Im Jahr 2014 legte das Museum einen Schwerpunkt auf das Gedenkjahr 100 Jahre Erster Weltkrieg[15]. Eine Vielzahl von Sonderausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen greift dieses besondere Jahr auf und bescherte dem Museum einen großen Zuwachs an Besuchern.

Das Museum sieht heute seine Aufgabe in der „kritische[n] und historisch genaue[n] Reflexion von Militär und kriegerischer Gewalt in der Geschichte und ihrer Auswirkungen auf Mensch, Gesellschaft und Staat“[16]. Nicht zuletzt durch die Veröffentlichung eines Jahresberichts für die Jahre 2010 bis 2014 legt das Museum sich und der Öffentlichkeit hierüber Rechenschaft ab.[17]

Vom 30. April bis zum 31. Oktober 2015 fand im Neuen Schloss die Bayerische Landesausstellung Napoleon und Bayern statt, die mit fast 150.000 Besuchern sehr erfolgreich war.[18] Dafür wurde die bisherige Dauerausstellung ab-, und das Museum barrierefrei ausgebaut. Nach dem Ende der Landesausstellung wird das Armeemuseum mit einer neu gestalteten Ausstellung ab 2016 sukzessive die gleichen Räumlichkeiten wieder beziehen. Dabei sollen auch Objekte gezeigt werden, die bislang kaum oder noch nie in einer Ausstellung des Armeemuseums präsentiert wurden. Besonders ein modernes Konzept soll dabei die Ausstellungsstücke dem Besucher besser erklären und in einen klarer nachvollziehbaren historischen Zusammenhang stellen, als das bislang der Fall war.

Einrichtungen und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dauerausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum besteht heute aus drei Häusern:

Das Haupthaus im Neuen Schloss beherbergt eine nach dem Ende der Landesausstellung 2015 im Wiederaufbau befindliche Dauerausstellung zur Geschichte von Krieg, Söldnern, Soldaten und Militär vom 14. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Im Reduit Tilly befindet sich heute eine der größten ständigen Ausstellung zum Ersten Weltkrieg in Europa. Man kann wohl von einem "Museum des Ersten Weltkriegs" sprechen, zumal das Haus neben seiner Dauerausstellung mit 1500 m² im Obergeschoss diverse Sonderausstellungen im Erdgeschoss des Festungsbaus zeigt, die sich mit dem Thema Erster Weltkrieg beschäftigen.

Der Turm Triva beherbergt das Bayerische Polizeimuseum, das eine Abteilung des Armeemuseums darstellt, jedoch aufgrund seiner Thematik als Museum bezeichnet wird. Hier findet der Besucher auf über 600 m² einen Überblick über die Geschichte der bayerischen Polizei von den Wirren der Revolution 1918/19 bis zu den Kämpfen um die atomare Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf.

Armeebibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bestände der 1822 als Hauptkonservatorium der Armee in München errichteten Bayerischen Armeebibliothek wurden bei Ende des Zweiten Weltkrieges größtenteils von den US-Streitkräften beschlagnahmt und 1962 zurückgegeben. Bis 1984/85 wurden sie von der Bundeswehr verwaltet, dann wurde die Bayerische Armeebibliothek als Teil des Armeemuseums wiedergegründet und bezog Räume in der ehemaligen Heeresbäckerei in der Ingolstädter Innenstadt.

Sonderausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswahl ab 2010:

  • 2010: Auf Sand gebaut - Der Antlantikwall (Fotografien von Gerd Treffer)
  • 2010: Andenken an die Militärzeit
  • 2011: Der Kampf um die Bürgerrechte. Afroamerikanische GIs und Deutschland
  • 2011: Vom Tatort ins Labor. Rechtsmediziner decken auf
  • 2011: „Was damals Recht war ...“ Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht
  • 2011: Die etwas andere Schule. Fotoausstellung der Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik
  • 2012: Ordnung und Vernichtung. Die Polizei im NS-Staat[19]
  • 2012: Schein und Sein. Holzskulpturen von Andreas Kuhnlein[20]
  • 2012: Götterdämmerung. König Ludwig II.[21]
  • 2012: (Un-) „Frohe Weihnacht´!“ Weihnachtskarten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg
  • 2013: Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933-1945
  • 2013: Jo Röttger. Landscapes & Memory[22]
  • 2013: Wanted. „Steckbrief, Fahndungsplakat, Phantomzeichnung“ von der Antike bis zum Beginn des Digitalen Zeitalters[23]
  • 2013: Apokalyptik als Widerstand. Sammlung Tom Biber[24]
  • 2014: Who cares. Geschichte und Alltag der Krankenpflege[25]
  • 2014: „Ihr könnt Euch keine Vorstellung von diesem Schrecken machen und niemand, der’s nicht mitgemacht.“ (Feldpostbrief eines Infanteristen)[26]
  • 2014: „Dieser Stellungs- und Festungskrieg ist fürchterlich“. Kriegsbeginn 1914[27]
  • 2014:Im Maschinenraum des Krieges. Ingolstadt 1914 - 1918[28]
  • 2014: Die Alpen im Krieg – Krieg in den Alpen. Die Anfänge der deutschen Gebirgstruppe 1915[29]
  • 2015: Der Große Krieg im Kleinformat. Graphik- und Medaillenkunst zum Ersten Weltkrieg[30]
  • 2015: European Tribal Wars[31]

Wissenschaftliche Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftliche Mitarbeiter des Museums sind:[32]

In den 1970er Jahren arbeitete mit Rotraud Wrede eine ausgewiesene Expertin für Uniformkunde am Museum. Von 1979 bis 2011 war Jürgen Kraus Konservator bzw. Hauptkonservator am Museum.

Freundeskreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Jahrzehnten begleitet die Geschicke des Museums der Verein „Freundeskreis des Bayerischen Armeemuseums“ mit Sitz in München. Neben diversen Vertretern von bayerischem Hochadel und Offizierskorps zählte 1967 auch Museumsleiter Ernst Aichner als Student zu den Gründungsmitgliedern. Vorsitzender ist seit 1989 der ehemalige CSU-Landtagsabgeordnete und langjährige Leiter Außenbeziehungen von Eurocopter, Manfred Dumann. Nachdem das seit 2009 unter FDP-Führung stehende Bayerische Wissenschaftsministerium ohne Beteiligung des Freundeskreises für Aichner einen Nachfolger auswählte, zeigten sich führende Mitglieder des Freundeskreises wie Ingolstadts Zweiter Bürgermeister Albert Wittmann (CSU) zunächst irritiert und wollten eine FDP-Intrige gegen Horst Seehofer nicht ausschließen.[33] Nachdem sich der Kontakt zwischen Dumann und dem neuen Museumsleiter zwischenzeitlich normalisiert hatte[34], sorgte die Sonderausstellung zur NS-Militärjustiz und ihren Opfern für einen Tiefpunkt der Beziehungen. Dumann kritisierte unter Berufung auf seinen Status als Sohn eines gefallenen Wehrmachtssoldaten eine „pauschale Diffamierung“ der Juristen und „Voreingenommenheit“ der Ausstellungsmacher, was Reiß zur Feststellung veranlasste, dass das Museum „kein Sanatorium für gekränkte Wehrmachtsseelen“ sei.[35] Durch eine Satzungsänderung wurden die Grundlagen der weiteren Zusammenarbeit zwischen Museum und Freundeskreis neu geregelt und die Zuständigkeiten klarer gezogen. Neu berufen wurde ein Kuratorium für den Verein unter der Leitung von Prinz Wolfgang von Bayern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bayerisches Armeemuseum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dolce Vita für den Endsieg. Der Spiegel 09/2001, S. 194ff abgerufen am 22. Januar 2010
  2. Abendzeitung vom 22. September 1993, S. 19
  3. Einen Leo will ich auch. Der Spiegel 09/1992 S. 95.
  4. Donaukurier vom 8. Juni 1993, S. 15
  5. Donaukurier vom 19/20. Juni 1993, S. 31
  6. Donaukurier vom 22. September 1993, S. 19
  7. Vom Angriff zur Verteidigung auf www.sueddeutsche.de
  8. Donaukurier vom 18. Januar 2010
  9. Donaukurier vom 10. September 2014
  10. Ausstellung Polizei im NS-Staat auf www.armeemuseum.de
  11. Ausstellung Götterdämmerung - Ludwig II. auf www.armeemuseum.de
  12. Ausstellung Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime auf www.armeemuseum.de
  13. Ausstellung Landscapes and Memory von Jo Röttger auf www.armeemuseum.de
  14. Ausstellung „Who cares“ auf www.armeemuseum.de
  15. 100 Jahre Erster Weltkrieg auf www.armeemuseum.de
  16. Startseite www.armeemuseum.de
  17. Jahresbericht 2010-2014 als PDF-Download
  18. Bayerische Landesausstellung 2015 „Napoleon in Bayern“ in Ingolstadt
  19. Sonderausstellung "Polizei im NS-Staat"
  20. Sonderausstellung "Schein und Sein"
  21. Sonderausstellung "Ludwig II."
  22. Sonderausstellung "Landscape & Memories"
  23. Sonderausstellung "Wanted"
  24. Sonderausstellung "Apokalyptik als Widerstand"
  25. Sonderausstellung "Who cares"
  26. Schülerprojekt Erster Weltkrieg
  27. Sonderausstellung "Kriegsbeginn"
  28. Virtuelle Ausstellung "Im Maschinenraum des Krieges"
  29. Sonderausstellung "Gründung der deutschen Gebirgstruppe 1915"
  30. Sonderausstellung "Der Große Krieg im Kleinformat"
  31. Sonderausstellung "European Tribal Wars"
  32. Internetseite des Museums mit detaillierteren Unterseiten zu jedem Wissenschaftler, abgerufen am 7. März 2016
  33. Freunde des Armeemuseums machen Front Donaukurier vom 8. September 2010.
  34. Interview mit Ansgar Reiß: Man darf Waffen nicht einfach toll finden Donaukurier vom 1. Februar 2010
  35. Christian Silvester: Die Freunde eröffnen das Feuer. Donaukurier vom 17./18. September 2011, S. 13.