Bernd Saxe

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Bernd Saxe, 2017
Bernd Saxe (2014)

Hans-Bernhard 'Bernd' Saxe[1] (* 30. März 1954 in Ibbenbüren, Westfalen) ist ein deutscher Politiker (SPD). Von 2000 bis 2018 war er der erste direkt gewählte Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Mittleren Reife erlernte er von 1972 bis 1975 bei Siemens in Dortmund den Beruf des Industriekaufmanns. 1972 trat Saxe in die IG Metall ein, heute ist er Ver.di-Mitglied. 1972 wurde Saxe auch Mitglied der SPD. An der Hochschule für Wirtschaft und Politik absolvierte er von 1972 bis 1980 ein Studium der Sozialwissenschaften, das er als Diplom-Sozialwirt abschloss. Seit 1975 lebt er in Lübeck, wo er bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) bis 1976 seinen Zivildienst ableistete. Von 1980 bis 1984 war er Bundesvorsitzender des Jugendwerkes der AWO. 1983 wurde er Geschäftsführer der SPD Lübeck, von 1992 bis 2000 war er Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtags.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 wurde er als Nachfolger von Michael Bouteiller (SPD) zum 228. Bürgermeister von Lübeck gewählt. Bei der Lübecker Bürgermeisterwahl vom 4. September 2005 verfehlte er mit 47,2 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang knapp die absolute Mehrheit. Sein Gegner in der Stichwahl am 18. September 2005 war der CDU-Kandidat Michael Koch. Saxe gewann die Stichwahl mit 62 Prozent.

Beim ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl am 6. November 2011 (amtliches Endergebnis in Klammern) traf Sozialdemokrat Bernd Saxe (42,1 %) auf fünf Herausforderer. Die Kandidatin der CDU war Alexandra Dinges-Dierig (28,0 %). Zudem stellten sich noch Thorsten Fürter von Bündnis 90/Die Grünen (19,4 %) sowie drei weitere Bewerber zur Wahl. Die Stichwahl am 20. November 2011 gewann Saxe mit 61,2 Prozent der abgegebenen Stimmen, auf Alexandra Dinges-Dierig entfielen 38,8 Prozent.[2]

Bei der Bürgermeisterwahl 2017 verzichtete Saxe auf eine erneute Kandidatur.[3] Die SPD nominierte im Februar 2017 als seinen Nachfolger den gelernten Bankkaufmann Jan Lindenau, der am 5. November 2017 gegen die parteilose Senatorin Kathrin Weiher antrat. Weiher konnte im ersten Wahlgang die relative Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen, unterlag Jan Lindenau aber in der Stichwahl am 19. November 2017.[4] Am 1. Mai 2018 übernahm Lindenau das Amt des Bürgermeisters.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl-Ernst Sinner: Tradition und Fortschritt. Senat und Bürgermeister der Hansestadt Lübeck 1918-2007, Band 46 der Reihe B der Veröffentlichungen zur Geschichte der Hansestadt Lübeck, herausgegeben vom Archiv der Hansestadt Lübeck, Lübeck 2008, S. 213

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein klarer Sieg für Bernd Saxe, Artikel der Lübecker Stadtzeitung vom 21. Dezember 1999, abgerufen am 30. Juli 2015
  2. Saxe macht’s zum dritten Mal@1@2Vorlage:Toter Link/www.ln-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. In: Lübecker Nachrichten. Wahlsonderausgabe vom 21. November 2011, S. 1.
  3. Bürgerentscheid offenbar erfolgreich!. In: HL-Live
  4. Lübecker Nachrichten, Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany: Lübeck bleibt rot: Jan Lindenau (SPD) wird Bürgermeister. Abgerufen am 19. November 2017.