Staatliche Studienakademie Bautzen

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Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Bautzen
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Gründung 1991
Trägerschaft staatlich
Ort Bautzen
Bundesland Sachsen
Land Deutschland
Studenten ca. 500
Mitarbeiter 32
davon Professoren 11
Website www.ba-bautzen.de
Das Hauptgebäude der Berufsakademie an der Ecke Wall-/Löbauer Straße

Die Staatliche Studienakademie Bautzen ist einer der Standorte der Berufsakademie Sachsen und ging aus einer 1827 gegründeten polytechnischen Bildungseinrichtung hervor. Seitdem wurden hier mehr als 12.000 Absolventen im betriebswirtschaftlichen und technischen Bereich auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet. Besonderes Merkmal der Ausbildung ist das duale Prinzip, das den praktischen Ausbildungsinhalt in die akademische Ausbildung integriert. Wissenschaftlich-theoretische und praktische Lehrinhalte werden inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt. Durch diese Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft können Studierende erworbenes Wissen unmittelbar in der Praxis anwenden. Angeboten werden folgende Studiengänge:

Zugangsvoraussetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ein Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen
    (Die Mitarbeiter der Studienakademie helfen bei der Vermittlung von Firmenkontakten. Aktuelle Firmenlisten für den jeweiligen Studiengang sind auf der Akademiewebsite zu finden.)

sowie eine der nachfolgend aufgeführten Vorbildungen:

Studienablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlage für das Studium an der Akademie ist ein Ausbildungsvertrag mit einem anerkannten Praxispartner. Abgesehen davon, dass durch ihn in der Regel eine Ausbildungsvergütung gezahlt wird, sind die Absolventen bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz deutlich im Vorteil. Sie kennen bereits die Unternehmensabläufe und sind somit in der Lage, schnell abrechenbare Ergebnisse zu liefern. Die Praxispartner übernehmen selber 80 bis 100 Prozent der Absolventen in ein festes Arbeitsverhältnis. In dualen Studiengängen wechseln wissenschaftlich-theoretische Studienabschnitte an der Studienakademie mit praxisintegrierenden Abschnitten im Unternehmen, wodurch ein besserer Praxisbezug gewährleistet ist. Studienbeginn ist immer der 1. Oktober des Jahres. Bereits nach sechs Semestern, das heißt nach 3 Jahren, kann das BA-Studium mit dem Bachelor- oder einem Diplom-Abschluss erfolgreich beendet werden. Wer nach drei Jahren die Akademie verlässt, ist berufspraktisch auf Hochschulniveau qualifiziert. Die hohe Erfolgsquote beim Erreichen des Studienzieles resultiert aus der engen Bindung der Studierenden an die Praxispartner. Die Modularisierung und die Vergabe von Credit-Points machen Leistungen auch international vergleichbar.

Studienfinanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sachsen werden keine Studiengebühren erhoben. Studierende erhalten in der Regel eine Ausbildungsvergütung vom jeweiligen Praxispartner. Das Studium an der Berufsakademie ist außerdem ein nach dem BAföG förderungsfähiges Studium.

Studienbedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der rekonstruierte Campus bietet neben Seminarräumen und Hörsälen auch Labore für die Studierenden. Ihre IT-Infrastruktur ermöglicht den Zugriff auf vielfältige Anwendungen und Internetressourcen. Neben einer Mensa befindet sich auf dem Campus eine öffentliche, wissenschaftliche Fachbibliothek. Als offizielle DIN-Normenauslegestelle verfügt die Einrichtung über das komplette aktuelle Deutsche Normenwerk.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1827 Gründung der polytechnischen Schule für Handwerkslehrlinge gegründet, die mit zwei Lehrern unentgeltlich die Fächer Deutsch, Rechnen, Zeichnen, Geometrie, Chemie und Physik anbietet.
  • 1848 wurde der Unterricht aus den Wohnungen der Lehrer in ein Schulgebäude am Wendischen Graben verlegt
  • 1868 fand der Unterricht in der eigens neu errichteten Bürgerschule am Lauengraben (spätere höhere Töchterschule, später Luther-Schule) statt.
  • 1875 Einführung des allgemeinen Fortbildungsgesetz Sachsens. Damit entwickelte sich die Schule zur Fortbildungsschule an der allgemeinen Volksschule.
  • 1898 wird die Schule in die "Industrie- und Gewerbeschule" südlich des Reichenturms im ehemaligen Bauamt umgewandelt.
  • 1938 bringt die Umwandlung der Schule in die "Technischen und Gewerblichen Lehranstalten".
    Mittlerweile unterrichten die Lehrkräfte 2146 Schüler (gegenüber 135 Schülern im Jahre 1898). Die Schule bietet einerseits als "Industrie und Gewerbeschule" eine 3-jährige und andererseits als "Fachschule für Maschinenbau und Elektrotechnik" eine 4-jährige Ausbildung.
  • 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg werden die "Technischen und Gewerblichen Lehranstalten" im Jahre mit der allgemeinen Berufsschule vereinigt. Im Folgejahr erfolgt die Übersiedlung der Schule in das Gebäude der ehemaligen landständischen Oberschule in den Schilleranlagen.
  • 1950 durch die Neugliederung des Fachschulwesens in der DDR werden die "Technischen und Gewerblichen Lehranstalten" als Abendschule für "Technische Ausbildung" eingerichtet. Im darauffolgenden Jahr kommt die Tagesabteilung im Ingenieurstudium für technische Berufe hinzu.
  • 1951 wird die Schule als "Fachschule für Maschinenbau und Elektrotechnik" gegründet und neben der Ausbildung zum Techniker ein Ingenieursstudium ins Leben gerufen.
  • 1953 Umbenennung in "Fachschule für Maschinenbau", Fertigstellung des Internats (90 Plätze) auf der Siegfried-Rädel-Str. 8
  • 1954 Fertigstellung des 1. Bauabschnittes des neuen Schulgebäudes auf der Boleslaw-Bierut-Str.1
  • 1955 Umbenennung in "Fachschule für Schwermaschinenbau"
  • 1954 Fertigstellung des 2. Bauabschnittes des neuen Schulgebäudes
  • 1958 Umbenennung in "Ingenieurschule für Fördertechnik"
  • 1961 In den Studienrichtungen Fördertechnik und Technologie des Maschinenbaues studieren 307 Direktstudenten und 444 Abendstudenten unter der Anleitung von 24 Lehrkräften
  • 1967 Beginn des Fernstudiums mit 40 Studenten
  • 1969 Umbenennung in "Ingenieurschule für Maschinenbau"
  • 1983 Fertigstellung des 3. Bauabschnittes des neuen Schulgebäudes sowie der Mensa und des Heizhauses
  • 1986 Aufnahme der Technikerausbildung. An der Ingenieurschule arbeiten 53 hauptamtliche Lehrkräfte
  • 1990 In der Zeit von 1951 bis 1990 schlossen insgesamt 9798 Absolventen eine Ausbildung an der Bildungsstätte ab.
  • 1991 Die„Staatliche Studienakademie Bautzen" als Standort der "Berufsakademie Sachsen“ wird gegründet. Das duale Studium begann mit 26 Studierenden in 2 Seminargruppen in den Studienrichtungen Wirtschaftsinformatik und Maschinenbau
  • 1992 Beginn der Ausbildung in den Studienrichtungen Elektrotechnik und Bankwirtschaft
  • 1994 Beginn der Ausbildung in der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen
  • 1995 Beginn der Ausbildung in der Studienrichtung Öffentliche Wirtschaft
  • 1998 Beginn der Ausbildung in der Studienrichtung Medizintechnik
  • 2004 Abschluss umfangreicher Sanierungsarbeiten, durch welche die Studienbedingungen wesentlich verbessert werden konnten.
  • 2004 Beginn der Ausbildung im Studiengang Finanzmanagement
  • 2015 Erfolgreiche Akkreditierung der Studiengänge Finanzmanagement und Public Management und Reakkreditierung im Studiengang Wirtschaftsinformatik

Zahlen und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute studieren hier ca. 500 Studierende in 6 Studiengängen und 15 Profilierungsmöglichkeiten. Es existieren Außenstellen in Österreich (Linz und Wien). 350 Unternehmen/Einrichtungen in der Region und im gesamten Bundesgebiet sind aktive Praxispartner des Studienmodells. Die Ausbildungsvergütung von durchschnittlich 630 Euro trägt bei 98 Prozent der Studierenden wesentlich zur Finanzierung des Studiums bei. Die Vermittlungsquote zum Abschluss des Studiums liegt bei 94 Prozent. (Stand 31. Oktober 2015)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 10′ 54″ N, 14° 26′ 9″ O