Berzbuir

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Koordinaten: 50° 45′ 39″ N, 6° 27′ 39″ O

Berzbuir
Stadt Düren
Wappen von Berzbuir
Höhe: 167 m
Fläche: 5,44 km² (mit Kufferath)
Einwohner: 476 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner/km²
Postleitzahl: 52355
Vorwahl: 02421
Karte

Lage von Berzbuir in Düren

Berzbuir ist ein dörflicher Stadtteil von Düren in NRW. Das "ui" in der zweiten Silbe spricht man wie ein langes "ü" aus.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort mit etwa 500 Einwohnern liegt südwestlich von Düren an den Osthängen der Eifel. Durch den Ort fährt kein Durchgangsverkehr. Die Entfernung zum Stadtzentrum beträgt 7 km.

Der kleine Ort liegt auf einem geologischen Rundkegel. Dadurch kann man von Berzbuir aus weit in die Rheinische Tiefebene sehen, bei klarer Sicht bis nach Köln.

Hauptdurchgangsstraße

Die höchste Stelle des Ortes liegt am Berzbuirer Knipp bei 215 m über NHN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele unterirdische Wasseradern lassen den Schluss zu, dass dies (Brunnen) mit ein Kriterium für die Wahl war, hier auf dem Bergrücken einen Ort zu bauen. Steinzeitliche Funde lassen auf eine sehr frühe Besiedlung schließen. Römische Siedlungsstätten sind hier ebenfalls ausgegraben worden.

Der Name Berzbuir erscheint erstmals in Taufbüchern nach 1770. Vorher wird der Ort mit „Benzberg“, „Bertzbur“, „Bertzbeur“, „Bertzberg“ und „Berzberg“ bezeichnet. Der Ortsname konnte als bäuerliche Siedlung der Familie „Berath“ = Berz gedeutet werden.

Kapelle

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte die Gemeinde Berzbuir-Kufferath verwaltungstechnisch zum Amt Birgel.[2] Im Zuge der Kommunalen Neugliederung wurde am 1. Juli 1969 die Gemeinde Berzbuir-Kufferath nach Lendersdorf eingemeindet.[3] Mit der Auflösung des Amtes Birgel und der Gemeinde Lendersdorf zum 31. Dezember 1971 kam Berzbuir-Kufferath gemeinsam mit Lendersdorf am 1. Januar 1972 zur Stadt Düren.[4]

Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von 1868 bis 1968, also genau 100 Jahre lang, gab es in Berzbuir eine Schule.
  • Heute befindet sich in dem erweiterten, ehemaligen Schulgebäude ein Kindergarten

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Ort wird von den Bussen der Linien 202 und 222 der Dürener Kreisbahn (DKB) angefahren.
  • Etwa einen km neben dem Ort verläuft die B 399.
  • Berzbuir errang 2008 beim Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft einen 3. Platz und einen Sonderpreis für die strukturierte Einbeziehung der Dorfgemeinschaft und bei der Teilnahme im Jahre 2011 einen Silberplatz. Im Jahre 2014 errang das Dorf einen Goldplatz. Bei der Teilnahme am darauffolgenden Landeswettbewerb im Jahre 2015 wurde Berzbuir mit einer Silberplatzierung, sowie eines Sonderpreises für die gute Eingliederung der Landwirtschaft im Dorf prämiert.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Berzbuir gibt es

  • einen Fußballverein – FC Bergwacht Berzbuir
  • eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Düren
  • die Schützenbruderschaft – St. Anna Schützenbruderschaft Berzbuir 1893 e.V.
  • die Arbeitsgemeinschaft Dorfgeschichte in der St. Anna Schützenbruderschaft
  • die Arbeitsgemeinschaft „Unser Dorf hat Zukunft“ in der St. Anna Schützenbruderschaft
  • die Interessengemeinschaft der Ortsvereine – IG Berzberger Haus e.V.
  • die Hupfdohlen (Tanzverein)
  • die Maijugend Berzbuir

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Stadt Düren, auf www.dueren.de (abgerufen am 23. August 2016)
  2. Dieter Mätschke: Heimatbuch Birgel. Düren 1981, S. 121.
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 98.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 306.