Echtz

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Echtz (früher: Echtz-Konzendorf)
Stadt Düren
Wappen von Echtz (früher: Echtz-Konzendorf)
Koordinaten: 50° 49′ 31″ N, 6° 25′ 1″ O
Höhe: ca. 120 m ü. NHN
Fläche: 6,61 km²
Einwohner: 2159 (31. Dez. 2017),mit Konzendorf[1]
Bevölkerungsdichte: 327 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52353
Vorwahl: 02421
Karte
Lage von Echtz (früher: Echtz-Konzendorf) in Düren
Pfarrkirche St. Michael

Echtz bildete früher (seit 1972) zusammen mit der kleineren Ortschaft Konzendorf den nordwestlichen Stadtteil „Echtz-Konzendorf“ von Düren in Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile sind dies zwei eigenständige Stadtteile Dürens; auch postalisch wurden diese bei der Neuordnung zum 1. Juli 1993 getrennt (PLZ Echtz = 52353; PLZ Konzendorf = 52355).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt westlich der Rur, südlich der A 4 und nördlich der B 264. Nachbarorte sind Merken, Hoven, Konzendorf und Mariaweiler (alle zu Düren) sowie Geich (zu Langerwehe).

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Tagebau Alfred

Am südlichen Ortsrand liegt der „Badesee Echtz“ – auch „Echtzer See“ genannt, ein ehemaliger Braunkohletagebau, in dem von 1918 bis 1941 Braunkohle gefördert wurde. Nordwestlich vom Echtzer See befindet sich eine kleinere Lagerstätte mit 73 Millionen Kubikmetern Braunkohle, die bis an die A 4 heranreicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Echtz (Eychtz, Aecheze) war im hohen Mittelalter zunächst ein Königsgut. Mathilde, jüngste Tochter Kaiser Ottos II. und der Kaiserin Theophanu, soll hier 1025 gestorben sein. Ab 1336 war Echtz war bis zur Besetzung durch die Franzosen Ende des 18. Jh. der Hauptort der Jülich-Bergschen Unterherrschaft der Fürsten von Merode. Danach war Echtz ab 1816 bis zur kommunalen Neugliederung namensgebender Ort der Bürgermeisterei Echtz, zu der neben der Gemeinde Echtz auch noch die Gemeinden Geich bei Echtz, Merode und Schlich gehörten.[2] Aus der Bürgermeisterei Echtz wurde 1928 das Amt Echtz. Die Gemeinde Echtz erhielt später den amtlichen Namen Echtz-Konzendorf. Sie wurde am 1. Januar 1972 nach Düren eingemeindet.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weit sichtbar ist das markante mit LED-Technik erneuerte, (früher Leuchtstoffröhren) erhellte Kreuz auf dem Kirchturm von St. Michael der gleichnamigen katholischen Pfarrgemeinde.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportclub Teutonia Echtz 1920 e.V. ist DFB-Stützpunkt und hat, neben Fußball und Tennis, auch eine Ju-Jutsu-Abteilung (international gebräuchliche Schreibweise Ju Jitsu, in Deutschland auch Jiu Jitsu, veraltet auch Dschiu Dschitsu).

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Maigesellschaft ist eine der ältesten Vereine im Ort. Sie wurde 1877 gegründet und veranstaltet in jedem Jahr im Ort ein großes Maifest.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AVV-Buslinien 206 der Dürener Kreisbahn und 237 der BVR Busverkehr Rheinland verbinden Echtz mit Hoven, Mariaweiler, Birkesdorf und Düren-Mitte. Die nächsten Bahnhöfe sind „Düren“, „Langerwehe“ an der DB-Hauptstrecke Köln–Aachen und „Huchem-Stammeln“ an der Bahnstrecke Jülich–Düren.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kulturelle Leben in diesem Stadtteil prägen viele Vereine. Statistisch gesehen ist jeder Echtzer in drei Vereinen. Um die Koordination zwischen den Vereinen zu verbessern, gründeten Echtzer Bürger 1967 mit Hilfe und Unterstützung durch Pastor Esser die Interessengemeinschaft Echtzer Ortsvereine.[4]

Der Trägerverein „Verein zur Förderung der Jugend e.V.“(VFJ) besteht seit 1978 und betreibt seit 1982 einen offenen Jugendtreff, das Jugendheim Echtz.[5]

Die Löschgruppe Echtz mit ihrer Jugendfeuerwehr gehört zum 5. Löschzug[6] der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Düren. Sie hat ein eigenes Feuerwehrhaus[7] mit einem Löschgruppenfahrzeug 8/6[8] und einem Mannschaftstransportfahrzeug.[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Homepages der Stadt Düren und der Ortsvereine
  • Geschichtsblätter des Geschichtsvereins Düren
  • Franz Koerfer: Chronik der Gemeinde Echtz-Konzendorf, IG "Echtzer Ortsvereine", 1978

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Stadt Düren, auf www.dueren.de (abgerufen am 15. März 2018)
  2. Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland (PDF; 1,3 MB), Berlin: Verlag des Königlichen statistischen Bureaus, 1888, Seite 206 ff.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 306.
  4. Interessengemeinschaft Echtzer Ortsvereine - Geschichte. Löschgruppe Echtz - Freiwillige Feuerwehr Düren, abgerufen am 5. September 2010: „Zu den Gründungsmitgliedern im Herbst 1967 gehörten die folgenden 9 Vereine:“
  5. Jugendheim Echtz. Abgerufen am 5. September 2010: „Er besteht seit 1978 und hat das Jugendheim gebaut. ... kostet natürlich eine Menge Geld. Den Hauptbatzen trägt die Stadt Düren, den Rest übernimmt der VFJ.“
  6. Löschgruppe Echtz. Kreisfeuerwehrverband Düren e.V., 23. August 2010, abgerufen am 5. September 2010: „Die Löschgruppe Echtz gehört zum 5. Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Düren.“
  7. Gruppenführer LG Echtz: Feuerwehrhaus Echtz. Kreisfeuerwehrverband Düren e.V., 22. September 2008, abgerufen am 5. September 2010.
  8. Löschgruppenfahrzeug 8/6 Florian Düren 2-42-1, Kennzeichen: DN-202. Kreisfeuerwehrverband Düren e.V., 18. Mai 2010, abgerufen am 5. September 2010.
  9. Mannschaftstransportfahrzeug Florian Düren 2-19-5, Kennzeichen: DN-2314. Kreisfeuerwehrverband Düren e.V., 31. Oktober 2009, abgerufen am 5. September 2010.