Bahnhof Düren

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Bahnhof Düren
Ostseite des Empfangsgebäudes mit Gleis 1
Ostseite des Empfangsgebäudes mit Gleis 1
Daten
Lage im Netz Kreuzungsbahnhof
Bauform Inselbahnhof
Bahnsteiggleise 8
Abkürzung KDN
IBNR 8000084
Kategorie 3
Eröffnung 1. September 1841
Profil auf Bahnhof.de 1392
Lage
Stadt/Gemeinde Düren
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 48′ 39″ N, 6° 28′ 57″ O50.8108336.4825Koordinaten: 50° 48′ 39″ N, 6° 28′ 57″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
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Der Bahnhof Düren befindet sich nördlich im Zentrum von Düren und ist der größte Bahnhof in der Stadt und im Kreis Düren. Er liegt im Schnittpunkt der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen mit den Strecken nach Jülich, nach Heimbach und nach Euskirchen, sowie bis 1996 an der Bahnstrecke Düren–Neuss.

Hier verkehren Nahverkehrszüge verschiedener Regional-Express-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien. Dadurch ist Düren unter anderem an das Netz der S-Bahn Köln angeschlossen. Zusätzlich wird der Bahnhof im Fernverkehr am Wochenende von einzelnen IC- und ICE-Zügen bedient.

Geschichte[Bearbeiten]

Informationstafel zur Einweihung der Bahnstrecke von Köln nach Aachen an der Ostseite des Bahnhofs

Die ersten 100 Jahre[Bearbeiten]

Bahnhof Düren um 1920, Sicht auf Haupteingang zwischen der Nord- und Südbrücke – etwa bei der Schrift „Gruss aus Düren“ befand sich bis 1944 die Straßenbahn-Endstation der DKB

Als eine der ersten Bahnstrecken im heutigen Nordrhein-Westfalen wurde die Bahnstrecke Aachen – Düren – Köln im September 1841 eröffnet. Im Zuge der Industrialisierung erlangte der Bahnhof, dessen Empfangsgebäude am 15. April 1874 eröffnet wurde, eine immer größere Bedeutung. Im Laufe der Jahre entstanden folgende Strecken:

1864 Düren – Euskirchen
1869 Düren – Bedburg – Neuss
1873 Düren – Jülich
1892 Düren – Kreuzau (ab 1903 nach Heimbach)

Außerdem entstand 1893 auf die Initiative Nord-Dürener Fabrikanten die Dürener Eisenbahn AG (DEAG), die in mehreren Etappen eine meterspurige Strecke bis nach Inden errichtete. Nordwestlich der heutigen Gleise bestand ein mehrgleisiger Übergabebahnhof, in welchem Normalspur-Güterwagen der Staatsbahn auf Rollwagen der DEAG geschoben und dann über die Strecke Richtung Inden ihren Empfängern zugestellt wurden. Die DEAG betrieb auch Straßenbahnverkehr; dessen Endhaltestelle befand sich in der heutigen Josef-Schregel-Straße auf Höhe des heutigen Busbahnhofs. In späteren Jahren galt die DEAG als Hindernis für den Pkw-Verkehr, so dass sie 1965 sowohl im Personen- wie auch im Güterverkehr stillgelegt wurde.

Ferner bestand im Kreis Düren ab 1908 ein normalspuriges Schienennetz der Dürener Kreisbahn (DKB), welches mit der Staatsbahn jedoch nicht im Bahnhof Düren, sondern über eine Gleisverbindung vom Ostkopf des Dürener Bahnhofs zum DKB-Betriebsmittelpunkt Distelrath verbunden war. Auch die DKB betrieb Straßenbahnlinien, deren nördlichste am Staatsbahnhof auf dessen Zufahrtsrampe endete – allerdings wurde dieses Strecke 1944 so stark beschädigt, dass sie danach nicht wieder aufgebaut wurde. Die DKB stellte den Personenverkehr 1963 und den Güterverkehr 1970 ein.

Da Düren an der internationalen Hauptstrecke von Belgien nach Köln lag, verkehrten hier schon Ende des 19. Jahrhunderts eine Reihe von Express- und Luxuszügen wie z.B. der Ostende-Wien-Express, welcher im belgischen Hafenort Oostende Schiffsanschluss nach Dover/London herstellte. Die höchstrangigen Züge hielten zwar schon damals nicht zwischen Aachen und Köln, doch gab es eine Reihe weiterer internationaler Züge, die in Düren und zum Teil auch in Stolberg hielten.

Am 11. November 1917 kam es zu einem schweren Unfall: Der Lokomotivführer des D 253 missachtete ein „Halt“ zeigendes Signal, fuhr auf den Fronturlauberzug 5 auf und zertrümmerte dessen beide letzten Wagen. 19 Tote und weitere 36 Verletzte[1], nach anderen Angaben 23 Tote und 30 Verletzte[2], waren die Folge.

Am Knotenpunkt Düren wurde ein Bahnbetriebswerk zur Behandlung von Lokomotiven errichtet. Zunächst befand es sich unmittelbar am Bahnhof. Im Jahr 1930 begann der Bau eines neuen Bahnbetriebswerks. Es lag an der Strecke Aachen–Köln in Richtung Merzenich. Die Bauzeit betrug etwa drei Jahre, so dass 1933 der Betrieb aufgenommen werden konnte. Somit wurde die Wichtigkeit von Düren als zentralem Knotenpunkt für den Eisenbahnverkehr gesteigert.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Gegensatz zum Rest der Stadt Düren, die durch den Angriff der Alliierten am 16. November 1944 fast völlig zerstört wurde, blieb der Bahnhof während des Krieges größtenteils unversehrt. Allerdings wurde im Zweiten Weltkrieg das Bahnbetriebswerk schwer beschädigt und nach dem Krieg nur zum Teil wieder aufgebaut. Somit verlor das Bw Düren an Bedeutung.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Durch die große Zerstörung Dürens während des Zweiten Weltkriegs gingen der Stadt die finanziellen Mittel aus. Die schon jahrzehntelangen Pläne einer Umgestaltung und eines Neubaus des Bahnhofs wurden aus diesem Grund nicht verwirklicht. Es blieb somit bei der bisherigen Gliederung der Bahnsteige und Gleise: Die südöstlich des Empfangsgebäudes gelegenen Gleise dienten den Strecken Köln – Aachen, Düren – Heimbach und Düren – Euskirchen, die nordwestlich des Gebäudes gelegenen Gleise den Strecken Düren – Jülich, Düren – Heimbach und Düren – Bedburg. Zwischen all diesen Gleisen endeten unmittelbar nordöstlich des Empfangsgebäudes drei weitere Gleise (17, 18 und 19), deren Enden lediglich über eine Drehscheibe miteinander verbunden waren. Sie dienten den Strecken Düren – Euskirchen und Düren – Bedburg. Das mittlere dieser Gleise hatte keinen Bahnsteig und wurde benutzt, um Lokomotiven ans andere Ende der eingefahrenen Züge zu rangieren. Dies galt auch für die Schienenbusse der Baureihe VT 95 (später 795), welche im Kreis Düren bis 1978 eingesetzt wurden und deren Beiwagen keine Führerstände hatten, und auch für Diesellok-bespannte Reisezüge mit Waggons älterer Bauart (zuletzt sog. Umbauwagen) ohne Steuerwagen. Dampflokomotiven, die mit geschobenem Tender zumeist nur mit verringerter Geschwindigkeit fahren durften, wurden mittels der Drehscheibe auch gleich in die richtige Richtung gedreht.

Drehen einer Dampflok auf der Drehscheibe im Bahnhof Düren (1965)
Die denkmalgeschützte Drehscheibe heute, dahinter RegioSprinter der Rurtalbahn

Seit dem 15. Mai 1949 bedienten wieder D-Züge den Dürener Bahnhof. Es waren zwei Verbindungen: einmal von Brüssel über Aachen in Richtung Köln und Wiesbaden nach Frankfurt; die zweite von Aachen über Köln, Wiesbaden, Heidelberg, Stuttgart und Ulm nach München. Somit konnte man von Düren aus ohne Halt nach Köln oder Aachen fahren. In der Nachkriegszeit wurde das Zugangebot auf den Hauptstrecken sukzessive ausgeweitet – nicht nur im internationalen Verkehr, sondern auch im lokalen und regionalen Bereich. So gab es viele Jahre lang Eilzüge, die von Aachen über Düren und Euskirchen (siehe Bördebahn) zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn fuhren; auch Eilzüge über Bedburg und Neuss zur Landeshauptstadt Düsseldorf gab es.

1983 wurde die Bahnstrecke Düren – Euskirchen im Personenverkehr stillgelegt; für den Güterverkehr blieb sie erhalten. Auch die Nebenstrecken nach Jülich und Heimbach wollte die Deutsche Bundesbahn stilllegen, allerdings begannen für diese Strecken langwierige Verhandlungen mit dem Kreis Düren, welcher die beiden Strecken schließlich 1993 durch die Dürener Kreisbahn in Eigenregie übernahm und durch ein dichtes und gut mit dem Busverkehr vernetztes Angebot Fahrgastzahlen-Zuwächse erzielte, die weit oberhalb sämtlicher Prognosen lagen.

Mit der Einführung eines landesweiten Taktfahrplans bei der Belgischen Staatsbahn Mitte der 1980er Jahre wurde das Zugangebot auf der Achse Köln – Düren – Brüssel – Oostende neu geordnet und nun regelmäßig alle zwei Stunden bedient. Zu dieser Zeit kannte man starre Takte in Deutschland nur beim Intercity-Netz und bei S- und Straßenbahnen. Darüber hinaus behielt Düren einige unvertaktete Direktverbindungen wie z.B. nach Paris, Berlin oder mit Schlafwagen bis München.

Nachdem der Umfang des lokalen Schienengüterverkehr so stark zurückgegangen war, dass man Düren nicht mehr als Knoten bezeichnen konnte, wurde am 1. Juli 1986 das Bahnbetriebswerk Düren geschlossen und drei Jahre später abgerissen.

Nach der Bahnreform[Bearbeiten]

1996 wurde die Strecke Düren – Bedburg, die durch das Gebiet des fortschreitenden Tagebau Hambach verlief, stillgelegt und bald darauf abgebaut.

Als Folge der 1996 eingeführten Thalys-Züge Köln – Paris wurde im Dezember 2002 die letzte D-Zug-Linie Köln–Oostende eingestellt; auch der Nachtzug Aachen–Dresden wurde aufgegeben. Ein Jahr später wurden auch die IC- und Nachtzuglinienwege geändert, sodass es in Düren keinen täglichen Fernverkehr mehr gibt. Damit wurde der Bahnhof auf die Bahnhofskategorie 4 (hoch frequentierter Nahverkehrssystemhalt/Nahverkehrsknoten) zurückgestuft, einen Bahnhof mit hoch frequentiertem Regional- und Stadtverkehr, der sich meist in Großstädten oder Ballungsräumen befindet beschreibt.

Der Dürener Bürgermeister versuchte darauf, den Halt der auf der Strecke Aachen–Köln verkehrenden Hochgeschwindigkeitszüge ICE und Thalys in Düren zu erreichen. Diese Versuche schlugen fehl, da dafür die Klassifizierung 2 notwendig gewesen wäre. Dies wäre aber eine Überklassifizierung für diesen Bahnhof. Von der Deutschen Bahn wurde hingegen versichert, dass der Bahnhof wieder auf Kategorie 3 heraufgestuft wird, sobald wieder eine IC- oder Nachtzugverbindung über die Strecke Aachen-Köln führt.

Der Plan eines Ausbaus der Strecke Aachen – Düren – Köln und die damit verbundenen Einrichtung einer S-Bahn-Linie von Düren nach Köln führte zu einer erneuten Steigerung der Bedeutung des Knotenpunkts Düren.

Das Bahnhofsgebäude ist bis heute erhalten geblieben, es wurde Ende der 1970er Jahre grundsaniert. Mit dem Ausbau der Schnellfahrstrecke Köln – Aachen und dem S-Bahn-Bau wurden die Gleisanlagen verschlankt und die Signaltechnik modernisiert. Insbesondere wurden alle Bahnsteige umgestaltet und barrierefrei ausgebaut. Die Einfahrt in den Bahnhof aus Richtung Köln wurde für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h umgebaut. Im Zuge der zweiten Baustufe sollen die Gleise 1 und 2 des Bahnhofs für Durchfahrten mit 200 km/h ertüchtigt werden.[3]

Gegenwart[Bearbeiten]

Da das heutige Bahnhofsgebäude zwischen den Gleisen angeordnet ist, ist Düren ein Inselbahnhof. Sein Fahrkartenautomatenkode lautet 3900. Da der Dürener Bahnhof an den Kursbuchstrecken 450.12, 480, 483 und 484 liegt, ist er zudem ein Knotenbahnhof. Es bestehen Anschlüsse in alle Richtungen:

Fernverkehr[Bearbeiten]

Zug (Linie) Linienverlauf Takt
IC 2403 (IC 26) Hamburg-Altona – HamburgBremen – Osnabrück – Münster (Westf) Gelsenkirchen – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Düren – Aachen nur sonntags
IC 2406 (IC 26) Aachen – Düren – Köln – Düsseldorf – Duisburg – Essen – Gelsenkirchen – Münster (Westf) – Osnabrück – Diepholz – Hamburg – Hamburg-Altona – Hamburg – Schwerin – Rostock – Stralsund nur freitags
IC 1919 (IC 32) Dresden – Berlin Südkreuz Wolfsburg – Hannover – Bielefeld – Hamm (Westf) Dortmund – Bochum – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Mönchengladbach – Aachen – Düren – Köln nur sonntags
ICE 544 (ICE 10) Berlin Ostbahnhof Hannover – Bielefeld – Dortmund – Bochum – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Düren – Aachen nur sonntags
ICE 949 (ICE 10) Aachen – Düren – Köln – Düsseldorf – Wuppertal – Hagen – Bochum – Essen – Mülheim (Ruhr) Oberhausen – Gelsenkirchen – Dortmund – Hamm – Gütersloh – Bielefeld – Hannover - Wolfsburg – Berlin Ostbahnhof nur Sonntag auf Montag

Nahverkehr[Bearbeiten]

Linie Linienverlauf Takt
RE 1 NRW-Express:
Aachen Hbf – Aachen-Rothe Erde – Eilendorf (nur Verstärkerzüge) – Stolberg (Rheinl) Hbf – Eschweiler Hbf – Langerwehe – Düren – Horrem – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln-Mülheim – Leverkusen Mitte – Düsseldorf-Benrath – Düsseldorf Hbf – Düsseldorf Flughafen – Duisburg Hbf – Mülheim (Ruhr) Hbf – Essen Hbf – Wattenscheid – Bochum Hbf – Dortmund Hbf – Dortmund-Scharnhorst (nur SVZ) – Dortmund-Kurl (nur SVZ) – Kamen-Methler (nur SVZ) – Kamen – Nordbögge (nur SVZ) – Hamm (Westf) – Soest – Lippstadt – Paderborn Hbf
60 min (Aachen – Hamm)
120 min (Hamm – Paderborn)
RE 9 Rhein-Sieg-Express:
Aachen Hbf – Aachen-Rothe Erde – Stolberg (Rheinl) Hbf – Eschweiler Hbf – Langerwehe – Düren – Horrem – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Porz – Troisdorf – Siegburg/Bonn – Hennef (Sieg) – Eitorf – Herchen – Schladern – Au – Wissen – Betzdorf – Kirchen (Sieg) – Brachbach – Siegen
60 min
RB 20 euregiobahn:
Heerlen – Heerlen de Kissel – Landgraaf – Eygelshoven Markt / Eschweiler-St. Jöris – Alsdorf-Poststraße – Alsdorf-Mariadorf – Alsdorf-Kellersberg – Alsdorf-Annapark – Alsdorf-Busch – Herzogenrath August-Schmidt-Platz – Herzogenrath-Alt-Merkstein / Herzogenrath – Kohlscheid – Aachen West – Aachen Schanz – Aachen Hbf – Aachen-Rothe Erde – Eilendorf – Stolberg (Rheinl) Hbf hier Flügelung; Zugteil 1:Eschweiler-West – Eschweiler Talbahnhof/Raiffeisenplatz – Eschweiler-Nothberg – Eschweiler-Weisweiler – Langerwehe – Düren
60 min (Heerlen – Herzogenrath)
60 min (St. Jöris – Herzogenrath)
30 min (Herzogenrath – Langerwehe)
60 min (Langerwehe – Düren)
RB 21 Rurtalbahn:
Linnich, SIG Combibloc – Tetz – Broich – Jülich Nord – Jülich – Forschungszentrum – Selgersdorf – Krauthausen – Selhausen – Huchem-Stammeln – Im Großen Tal – Düren
30 min (HVZ) / 60 min
RB 21 Rurtalbahn:
Düren – Annakirmesplatz – Kuhbrücke – Lendersdorf – Renkerstr/Krankenhaus – Tuchmühle – Kreuzau – Kreuzau, Eifelstraße – Üdingen – Untermaubach-Schlagstein – Obermaubach – Zerkall – Nideggen-Brück – Abenden – Blens – Hausen – Heimbach
30 / 60 (SVZ) min (Düren – Untermaubach)
60 min (Untermaubach  – Heimbach)
BEX Bördeexpress:
Euskirchen – Nemmenich – Zülpich – Vettweiß – Jakobwüllesheim – Bubenheim – Binsfeld – Düren
180 min
Nur wochenends u. feiertags
NRW S12.svg Düren – Merzenich – Buir – Sindorf – Horrem – Frechen-Königsdorf – Köln-Weiden West – Köln-Lövenich – Köln-Müngersdorf Technologiepark – Köln-Ehrenfeld – Köln Hansaring – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln Trimbornstraße – Köln-Airport Businesspark – Köln-Steinstraße – Porz – Porz-Wahn – Spich – Troisdorf – Siegburg/Bonn – Hennef (Sieg) – Hennef Im Siegbogen – Blankenberg – Merten (Sieg) – Eitorf – Herchen – Dattenfeld – Schladern (Sieg) – Rosbach (Sieg) – Au (Sieg) 20 min (Hauptabschnitt)
NRW S13.svg Aachen Hbf – Aachen-Rothe Erde – Stolberg Hbf – Langerwehe – Düren – Merzenich – Buir – Sindorf – Horrem – Frechen-Königdorf – Köln-Weiden West – Köln-Lövenich – Köln-Müngersdorf Technologiepark – Köln-Ehrenfeld – Köln Hansaring – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln Trimbornstraße – Köln Frankfurter Straße – Köln Bonn/Flughafen – Porz-Wahn – Spich – Troisdorf 1 Zug/Tag

Für die Bördebahn über Zülpich nach Euskirchen ist die vollständige Reaktivierung geplant, Züge sollen anschließend bis Bonn verkehren. Seit Ostern 2015 wird diese Strecke nicht nur wie bisher sonn- und feiertags, sondern auch an jedem Samstag durch den „Bördeexpress“ befahren.

Buslinien[Bearbeiten]

Am Nord- und Hauptausgang des Bahnhofs befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB). Hier verkehren fast alle Linien. Sie dienen auch als Verbindung zum zweiten Busknotenpunkt der Stadt, dem Kaiserplatz.

Stadt-, Regional- und Schnellbuslinien betrieben von der Dürener Kreisbahn (DKB) und dem Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein (RVE), die am Dürener ZOB halten:

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf
205 Stadtbus Düren Kaiserplatz – Bahnhof/ZOB – Lindenbaum
206 Stadtbus Düren Kaiserplatz – Bahnhof/ZOB – Birkesdorf – Echtz
209 Stadtbus Düren Kaiserplatz – Bahnhof/ZOB – Arnoldsweiler – Morschenich / Merzenich
210 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Kreuzau – Boich – Nideggen – Schmidt
211 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Kreuzau – Drove – Thum – Berg
216 Regionalbus Düren Kaiserplatz – Bahnhof/ZOB – Merken – Schophoven / – Inden/Altdorf – Lamersdorf – Lucherberg
221 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Kreuzau – Nideggen
230 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Kelz – (Vettweiß –) Poll – Pingsheim
231 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Stockheim – (Heimbach –) Gemünd – Schleiden
236 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Huchem-Stammeln – Oberzier – Niederzier
237 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Mariaweiler – Echtz – Geich – Langerwehe
238 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Arnoldsweiler – Oberzier – Niederzier
276 Regionalbus Blatzheim – Buir – Golzheim – Bahnhof/ZOB
286 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Gey – Kleinhau – (Bergstein –) Vossenack
296 Regionalbus Bahnhof/ZOB – Schlich – Langerwehe – Inden/Altdorf – Lamersdorf
298 Regionalbus Euskirchen – Kommener Straße – Dürscheven – Zülpich – Füssenich – Düren Bahnhof/ZOB
B Stadtbus Düren Kaiserplatz – Krankenhaus – Grüngürtel – Bahnhof/ZOB – Düren Kaiserplatz
N 1 Nachtbus Bahnhof/ZOB – Düren Kaiserplatz – Niederzier und/oder Huchem-Stammeln  – Jülich
N 2 Nachtbus Bahnhof/ZOB – Düren Kaiserplatz – Merzenich – Nörvenich – Vettweiß
N 3 Nachtbus Bahnhof/ZOB – Düren Kaiserplatz – Hürtgenwald – Kreuzau – Nideggen
N 4 Nachtbus Bahnhof/ZOB – Düren Kaiserplatz – Langerwehe – Inden
SB 98 Schnellbus Euskirchen – Zülpich – Düren Bahnhof/ZOB

Service im Bahnhof[Bearbeiten]

DB Reisezentrum Düren

Der Bahnhof ist komplett barrierefrei eingerichtet. Alle Bahnsteige sind mit Hilfe eines Aufzugs zu erreichen. Weiterhin gibt es ein Blindenleitsystem auf dem Boden. Neben einem Reisezentrum, einem Buchladen und einem DB-Service Store findet man sanitären Einrichtungen, Schließfächer und einen Geldautomaten im Gebäude. Außerdem unterhält die Bahnhofsmission eine Anlaufstelle für Hilfesuchende. Am Südausgang der Bahnhofsunterführung befindet sich das neu errichtete Fahrradparkhaus, welches nach mehrmonatiger Bauzeit im September 2010 eröffnet wurde.

Gleise[Bearbeiten]

Der Bahnhof besitzt 23 Gleise, wovon aber nur neun einen Bahnsteig besitzen, der benutzt wird. Bei planmäßiger Nutzung der Gleise fahren die Züge wie folgt:

  • Gleis 1: Halt der Fernverkehrs- und Regionalzüge und Durchfahrtsgleis der Züge in Richtung Aachen (Bahnsteiglänge: 320 m)
  • Gleis 2: Durchfahrtsgleis der Züge in Richtung Köln
  • Gleis 3: Halt der Fernverkehrs- und Regionalzüge in Richtung Köln (Bahnsteiglänge: 320 m)
  • Gleis 4: Nutzung als Halt für Züge aus Köln, die außerplanmäßig in Düren enden (Bahnsteiglänge: 240 m)
  • Gleis 4a: Halt der Rurtalbahn aus und in Richtung Heimbach und Halt des Regional-Express, der in verkehrsschwachen Zeiten nur bis Düren fährt, von und nach Aachen (Bahnsteiglänge: 100 m)
  • Gleis 5: Halt der S-Bahnen aus und in Richtung Köln (Bahnsteiglänge: 140 m)
  • Gleis 6: Halt der S-Bahnen aus und in Richtung Köln, Halt der Bördebahn nach und aus Euskirchen und Halt der Euregiobahn aus und in Richtung Aachen (Bahnsteiglänge: 140 m)
  • Gleis 7: Durchfahrts-/Überholgleis
  • Gleis 8–11: neue, an das ESTW angeschlossene, Rangier- und Abstellgleise der DB und der Euregiobahn
  • Gleis 12–19: Rangier- und Abstellgleise der DB und der Rurtalbahn GmbH (Anordnung der Gleise am Hauptgebäude und auf der Nordseite des Hauptgebäudes)
  • Gleis 20: Rangier- und Abstellgleis der Rurtalbahn GmbH
  • Gleis 23: Halt der Rurtalbahn aus und in Richtung Linnich (Gleis 23 als Haltegleis für geplante Anbindung der Euregiobahn über die Nordbrücke)

Planung[Bearbeiten]

Neugestaltung des Bahnhofsumfelds und der Nordseite[Bearbeiten]

Die Stadt Düren plant eine komplette Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes. Die Pläne wurden 2005 fertiggestellt. Nachdem 2007 durch ein Gerichtsurteil der Abriss der Nordbrücke verboten ist, werden zurzeit Gespräche mit den Anwohnern und ansässigen Unternehmen rund um den Bahnhof geführt. Die Umsetzung kann beginnen, wenn sich alle Betroffenen geeinigt haben.

Aus diesem Plan geht eine Bebauung der nicht genutzten Flächen rund um das Bahnhofsumfeld durch ein neues Parkhaus (jetziger Parkplatz Nord) und Wohnungen hervor. Weiterhin soll der Bahnhof zusammen mit dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) besser verknüpft und komplett neu gestaltet werden. Da der Abriss der Nordbrücke gerichtlich verboten wurde, kümmert man sich um die Reaktivierung der Strecke über die Nordbrücke (inklusive der Wiederherstellung der Elektrifizierung). Des Weiteren gibt es Pläne für ein drittes Gleis zwischen Düren und Langerwehe, was dann von der Euregiobahn und dem wachsenden Güterverkehr genutzt werden soll. Im Gespräch ist auch der Neubau eines Haltepunkts Düren-Derichsweiler, was mit einem großen P&R-Angebot die Verkehrssituation in der Innenstadt entlasten soll.[4]

Weiterhin soll die komplette Nordseite des Dürener Bahnhofs modernisiert werden. Dazu gehören die Wiederherstellung der Elektrifizierung, die Reduzierung von zehn auf sechs nördliche Gleise für den Bau der vierspurigen B 399n und eine kreuzungsfreie Tankstelle für die Rurtalbahn.

Widersprüchlichkeiten bei der Namensgebung[Bearbeiten]

Der Dürener Bahnhof heißt von Seiten der Deutschen Bahn nicht Hauptbahnhof, da keine offizielle Namensänderung vorgenommen wurde. Die Bezeichnung Düren Hbf wird aber an den Automaten im Bahnhof und auf den Zugzielanzeigern der Rurtalbahn (RB 21) verwendet. Auch die Straße, über welche die Zufahrt zum Empfangsgebäude erfolgt und die in der Anschrift des Bahnhofs genannt ist, heißt Hauptbahnhof.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich e.V. (Hrsg.): Chronik des Bw Düren. 1. Auflage. Jülich 1980.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Düren – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 79.
  2. Ludwig Stockert: Eisenbahnunfälle (Neue Folge) – Ein weiterer Beitrag zur Eisenbahnbetriebslehre. Berlin 1920, Nr. 88.
  3. Ausbaustrecke (ABS) 4. Köln - Düren - Aachen - Paris/Amsterdam: 1. Baustufe Köln - Düren. 16-seitige Broschüre, August 2002, S. 3, 14.
  4. Derichsweiler soll wieder einen Bahnhof bekommen. In: Dürener Zeitung. 27. Juni 2008.