Bettingen BS

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BS ist das Kürzel für den Kanton Basel-Stadt in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Bettingen zu vermeiden.
Bettingen
Wappen von Bettingen
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Stadt (BS)
Bezirk: (Der Kanton Basel-Stadt kennt keine Bezirke.)
BFS-Nr.: 2702i1f3f4
Postleitzahl: 4126
Koordinaten: 617043 / 268944Koordinaten: 47° 34′ 16″ N, 7° 39′ 54″ O; CH1903: 617043 / 268944
Höhe: 378 m ü. M.
Fläche: 2,23 km²
Einwohner: 1204 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 540 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
25,2 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.bettingen.ch
Bettingen

Bettingen

Karte
Deutschland Frankreich Kanton Aargau Kanton Basel-Landschaft Basel Bettingen BS RiehenKarte von Bettingen
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Bettingen (schweizerdeutsch Bettige) ist eine politische Gemeinde und neben Riehen die einzige Landgemeinde des kleinen Kantons Basel-Stadt in der Schweiz.

Bettingens Nachbargemeinden sind das baselstädtische Riehen sowie das baden-württembergische Grenzach-Wyhlen und Inzlingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. März 1513 kaufte die Stadt Basel das Dorf Betticken von den Gebrüdern Christoffel und Hanns Truchsässen von Wolhusen. Der Kaufpreis betrug 800 Gulden. Dieser Kaufakt ist letztendlich der Grund, warum Bettingen heute zur Eidgenossenschaft gehört.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[4]
Jahr 1774 1815 1850 1900 1920 1941 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2008 2010 2015
Einwohner 193 233 279 490 505 441 553 765 1062 1161 1069 1151 1175 1165 1205

Ende 2008 waren fast ein Viertel der Einwohner (24,3 %) Ausländer.

Die Religionszugehörigkeit hat sich in den letzten 30 Jahren erheblich verändert. Ende 2008 verteilte sich die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung wie folgt (in Klammern die Zahlen von 1980):

keine Religion 39,1 % (16,2)
protestantisch 35,9 % (67,3)
römisch-katholisch 15,9 % (15,2)
andere Bekenntnisse 9,1 % (1,3)

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Chrischona, Bettingen

Die Gemeinde besteht aus zwei verschiedenen Siedlungen: Zum einen aus dem eigentlichen Dorf Bettingen, einer ehemaligen alemannischen Hofsiedlung, was an der typischen Namensendung ‘-ingen’ deutlich wird. Das Dorf liegt in einer Mulde zwischen den umliegenden Höhen. Anderseits gibt es die beachtliche Häusergruppe auf der Chrischonahöhe rund um die ehemalige Wallfahrtskirche. Diese Siedlung geht auf die Gründung der Pilgermission im Jahre 1840 durch Christian Friedrich Spittler zurück.

Bereits 1356 wurde erstmals ein Gotteshaus auf der St. Chrischona erwähnt, das an der Stelle gebaut worden sein soll, wo der Legende nach der Leichnam der Heiligen Chrischona begraben ist. 1925 wurde die Siedlung durch das Diakonissen-Mutterhaus und ein Pflegeheim erweitert; südlich davon befindet sich die durch die Bürgergemeinde Basel zwischen 1963 und 1965 erbaute Chrischona-Klinik.

Der markanteste Punkt von Bettingen ist der auf der St. Chrischona stehende Fernsehturm der Swisscom, der 1984 in Betrieb ging. Er ist mit 250 m das höchste frei stehende Bauwerk der Schweiz und steht auf dem höchsten Punkt des Kantons Basel-Stadt.

Durch die Buslinie 32 der Basler Verkehrs-Betriebe ist Bettingen und St. Chrischona mit dem Nahverkehrsliniennetz des Tarifverbundes Nordwestschweiz verbunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung nach Geschlecht, Heimat und Gemeinde. Statistisches Amt des Kantons Basel-Stadt, 15. März 2016, abgerufen am 10. April 2016 (XLS, 33 kB).
  2. Ausländeranteil am Jahresende nach Gemeinde und Wohnviertel seit 2000. Statistisches Amt des Kantons Basel-Stadt, abgerufen am 10. April 2016 (XLS; 36 kB).
  3. Riehener Zeitung vom 15. Juni 2012 Seite 2 "Ein Dorf in Bewegung schafft Begegnung"
  4. Wohnbevölkerung und bewohnte Gebäude nach Gemeinde seit 17741. Statistisches Amt des Kantons Basel-Stadt, 23. Oktober 2014, abgerufen am 9. Mai 2016 (Excel).