Bildhauersymposion St. Margarethen

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Karl Prantl, Arbeit am Grenzstein
Skulpturen im Steinbruch von St. Margarethen, Winter 1960/61

1959 fand das erste internationale Bildhauersymposion von St. Margarethen, Sankt Margarethen im Burgenland, statt. Ähnliche Bildhauersymposien verbreiteten sich rasch und weltweit. Noch heute beziehen sich mehr als 150 Symposien auf dieses erste Ereignis.

Konzeption der Bildhauersymposien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1958 arbeitete der Bildhauer Karl Prantl (1923–2010) im Steinbruch an einem von der Burgenländischen Landesregierung in Auftrag gegebenen großen Mahnmal (Grenzstein – aktueller Standort Mitterberg bei Pöttsching an der ehemaligen K.u.K-Grenze Österreich-Ungarn), dem nach Vollendung ein Platz an der Staatsgrenze bei Nickelsdorf zu Ungarn zugedacht war. Der Gedanke, ein Kunstwerk an einem Ort aufzustellen, wo es, anders als in einem Museum, von vielen Menschen uneingeschränkt wahrgenommen werden kann, ließ in Prantl das Projekt reifen, diese Idee auch an andere Künstler heranzutragen und sie zu gemeinschaftlichem Schaffen in den Steinbruch Margarethen einzuladen.[1]

Gemeinsam mit dem Bildhauer Heinrich Deutsch und dem Psychologen Friedrich Czagan organisierte Karl Prantl die Teilnahme von KünstlerInnen an den ersten Symposien in den folgenden Jahren im Steinbruch von St. Margarethen.[1]

Ab Mitte Juli 1959 wurde im Römersteinbruch St. Margarethen das erste Symposion unter Teilnahme von vierzehn Künstlern aus sieben[1] Ländern abgehalten. Die Steinbildhauer schufen im Steinbruch ihre ersten großen Skulpturen und kommunizierten ihre Vorstellungen und Pläne. Auch wurden literarische und musikalische Formate während des Zusammenlebens für die Dauer des Symposions organisiert. Die jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen wurden teilweise durch den Verkauf der Skulpturen finanziert.

Karl Prantl schrieb anlässlich des ersten Symposions in St. Margarethen: „An uns Bildhauer selber gedacht, ist es so, dass wir durch die Erfahrungen von St. Margarethen, durch dieses Hinausgehen in den Freiraum – in den Steinbruch, auf die Wiesen – wieder frei wurden. Um dieses Freiwerden oder Freidenken in einem ganz weiten Sinn ging es. Für uns Bildhauer ist der Stein das Mittel, um zu diesem Freidenken zu kommen – zum Freiwerden von vielen Zwängen, Engen und Tabus“.[2]

Ebenfalls schon 1959 verfassten die Organisatoren Manifeste, in welchen sie den (gesellschafts)politischen Anspruch ihrer Vorstellungen verdeutlichten, nämlich durch ihre grenz-übergreifende Gemeinschaft für die Freiheit der Kunst ein Signal zur Völkerverständigung – angesichts der Realität des "Eisernen Vorhangs" – zu postulieren.[3]

Den ‚Eisernen Vorhang‘ bekämpft er von Anfang an – im Konkreten an der Berliner Mauer – wo ab September 1961 (bis August 1962) auf dem Platz der Republik gemeinsam mit Kollegen parallel zur neu entstehenden Mauer mit Arbeit an Skulpturen eine humane Botschaft entgegengesetzt wurde: „Wir haben probiert, die Mauer zu Fall zu bringen.“[4]

Entwicklung der Bildhauersymposien St. Margarethen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Prantl

Ab 1959 waren die Symposien in St. Margarethen die größte private Kunstinitiative Österreichs für zeitgenössische Kunst. Ermutigt durch das große Interesse wurde der Verein "Symposion Europäischer Bildhauer" gegründet, der die Fortsetzung für die nächsten Jahre gewährleistete. In der Folge fanden bis 1971 elf weitere Symposien in St. Margarethen statt. Das Ende kam 1976, mit dem Scheitern eines Projekts zur Gestaltung des Wiener Stephansplatzes.

Unter Maria Biljan-Bilger erfolgte 1979 die Neukonstituierung des Vereins Symposion Europäischer Bildhauer verbunden mit einer Erweiterung auf neue Bereiche der bildenden Künste. Daher fanden in den folgenden Jahren vorwiegend Keramik-Symposien statt, welche mit der Akademie am Stubenring kooperierten und zu einer Dependance dieser Institution angedacht wurde.

1989 erfolgte aufgrund der Rückbesinnung auf den Aspekt der abstrakten Steinbildhauerei, initiiert durch Karl Prantl, die Rückkonstituierung durch Paul Schneider, der bis 1992 Obmann des Vereins war. Paul Schneider war verantwortlich für das "Symposion an der Grenze" im Saarland an der Grenze Deutschland – Frankreich und initiierte die Rückbesinnung auf relevante Aspekte der Bildhauerei um dem Kunsthandwerk der Töpferei entgegenzuwirken.

Das Bildhauerhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Prantl, Tisch vor dem Bildhauerhaus

Anfänglich stand den Bildhauern die Baracken der Passionsspiele als Wohnquartier zur Verfügung, welche durch die Anregung von Karl Prantl vom Dorfplatz St. Margarethen 1961 in den Steinbruch verlegt wurden. Ab 1965 wurde für den westlichen Hang des Ruster Hügels die Pläne (Jaques Moeschal und Barna von Satory) für das sogenannte Bildhauerhaus entwickelt und schließlich nach einem Entwurf des Architekten Johann Georg Gsteu fertiggestellt. 1967 erhielt Karl Prantl den ersten österreichischen Bauherrenpreis für das Konzept.

Heritage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt wurden in St. Margarethen von mehr als 110 internationalen Künstlern über 150 Skulpturen aus dem örtlichen Kalksandstein gefertigt. In seiner Gesamtheit entstand so ein unvergleichliches kulturelles Gesamtkunstwerk. Heute befinden sich noch etwa 50 Kunstwerke am Ort ihrer Entstehung, verteilt über den südwestlichen Ausläufer des St. Margarethener Kogels.

Steinbruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

vier Skulpturen am westlichen Hang

Im Römersteinbruch St. Margarethen werden seit den 1960er Jahren alle fünf Jahre Passionsspiele von Laiendarstellern aufgeführt. Seit 1996 bildet der Steinbruch die Kulisse für jährliche Opernaufführungen. Im gesamten Zugangsbereich entstanden Souvenir-Läden. So ist aus dem St. Margarethener Römersteinbruch eine touristische Attraktion geworden.

Zwei Skulpturen erinnern an die erste Phase der "Bewegung": Pierre Szekely und Erwin Thorn. Die exemplarische erste "Land Art Position" Österreichs ist die Gemeinschaftsarbeit von fünf japanischen Künstlern: Makoto Fujiwara, Makio Yamaguchi, Tetsuzo Yamamoto, Takao Hirose, Satoru Shoji. "Die Japanische Linie" reicht von der Nordwand des Steinbruchs bis zur Kapelle am höchsten Punkt des St. Margarethener Kogels. Leider ist durch die Erweiterung des industriellen Abbaus des Steinbruchs das Werk stark beeinträchtigt. Ab 1963 wurden die Skulpturen am Hügel bzw. in weiterer Folge am Hang des Hügels positioniert. Im besonderen Kontext zur Natur steht der japanische Garten von Kengiro Azuma und ein dreiteiliges Konzept von Heinz Pistol. Karl Prantls "Stein für Josef Mattias Hauer" (1964) gab den Anstoß für Kunst im Kontext der vorgefundenen Flora eingebunden in den Steinrücken des Berges. Das Gebiet rund um den Steinbruch ist in die 2001 gegründete Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See eingebunden.

Zum 50-jährigen Jubiläum des Bildhauersymposions fand am 16. Oktober 2009 im Bildhauerhaus des Vereins Europäischer Bildhauer in St. Margarethen ein Festakt statt, bei dem auch der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer gratulierte.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chronologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1957/58

Karl Prantl arbeitet am ‚Grenzstein‘ - ein Auftragswerk des Landes Burgenland für Nickelsdorf am Grenzübergang zu Ungarn, im idyllischen Steinbruch von St. Margarethen. Dem Stacheldraht des ‚Eisernen Vorhangs‘ wird mit Kunst ein Statement der Freiheit entgegengesetzt! Jetziger Standort: am Mitterberg, Pöttsching an der ehemaligen K. K. Grenze NÖ/Bgld.

1959

Gründung des Symposions Europäischer Bildhauer im Steinbruch von St. Margarethen. Karl Prantl initiiert gemeinsam mit Friedrich Czagan und Heinrich Deutsch das Bildhauersymposium: Elf Bildhauer aus acht verschiedenen Ländern verbringen drei Monate gemeinsamen Arbeitens und Lebens im Steinbruch. Karl Prantl widmet sich nun jeden Winter – neben seiner künstlerischen Arbeit – den Vorbereitungen für die Bildhauersymposien, ausgehend von St. Margarethen. Weitere Symposien – gemeinsam mit KollegInnen – in Ost- und Westeuropa und schließlich auch in Amerika und Asien folgen. Die Idee der Bildhauersymposien, bei welchen autonome, bildhauerische Tätigkeiten – meist in freier Natur, in Nachbarschaft zu Steinbrüchen – möglich wird, ist zündend und erfreut sich eines großen Echos. Sie ermöglicht Karl Prantl und seinen internationalen KollegInnen, in Gemeinschaft und Austausch ihre ersten monumentalen Skulpturen zu realisieren, die sich in spezifischen ruralen und urbanen Kontexten fügen und mit markanten, kulturpolitischen Diskursen neue Perspektiven künstlerischen Schaffens eröffnen. Anfangs sind im Besonderen die Beiträge osteuropäischer ProtagonistInnen von politischer (und ästhetischer Bedeutung), unter Berücksichtigung der gegebenen Teilung Europas. Karl Prantl realisiert ‚Fünf Anrufungen‘ (bei einer Sprengung zerstört und schließlich restauriert – jetziger Standort ‚Pöttschinger Feld‘).

1961

Auf Anregung von Karl Prantl entstand die Spielstätte der Passionsspiele von St. Margarethen im Römersteinbruch, aus dessen Ambiente schließlich das Opernfestspiel erwächst.

1962

Deutscher Kritikerpreis (Sparte: Bildende Kunst), ergeht an ‚Symposion Europäischer Bildhauer‘ mit besonderer Würdigung von Karl Prantl als Initiator des Symposions an der ‚Berliner Mauer‘, die gerade hochgezogen wird. Begründung der Jury: ‚Der Gedanke, freie ‚Plastische Arbeit‘ unter freiem Himmel zu leisten und modernes Formenempfinden mit alter, handwerklicher Gesinnung zu verquicken ist in aller Welt aufgegriffen worden. Der internationale Impuls des Symposion-Gedankens gehört zu den überzeugendsten Beweisen einer ungebrochenen Schöpferkraft der Moderne‘.

1963

Expansion der bildhauerischen Aktivitäten vom Steinbruch auf den Hügel von St. Margarethen, um neue künstlerische Perspektiven zu schaffen und mit erweiterten Materialien zu experimentieren (LandArt). Karl Prantl realisiert ‚Stein zur Meditation‘ aus Konglomerat (jetziger Standort: ‚Pöttschinger Feld‘).

1965

Das Bildhauerhaus wurde auf den Ruinen der alten Kantine am Eingang zur Schlucht zum Steinbruch (ehemalige Bahntrasse nach Wien) nach mehrjähriger Planung (mit Bildhauer/Architekten Jacques Moeschal aus Belgien und Barna von Sartory aus Ungarn) schließlich nach Plänen des Architekten Johannes Gsteu in Angriff genommen. Karl Prantl vollendet ‚Stein für Joseph Mathias Hauer‘, der über zwei Jahre hinweg entstand und den Umraum mit seinen Materialien hervorkehrt – Land Art (Standort am Hügel von St. Margarethen).

1967

Fertigstellung und Einweihung des Bildhauerhauses mit der Vergabe der 1. Österreichischen Bauherrnehrung an Karl Prantl und SEB.

1968

Karl Prantl erhält den Preis der Stadt Wien für Bildhauerei.

1969

Doppelsymposion: Uta Peyrer-Prantl organisiert parallel die ‚Internationalen Malerwochen‘ in der Orangerie des Schlosses Esterhazy in Eisenstadt. Prominente Künstlerpaare wie Kenneth Campbell (Bildhauer) und Pat Sloane (Malerin) aus den USA sind unter den TeilnehmerInnen. Karl Prantl realisiert den ‚Tisch‘ vor der Ostseite des Bildhauerhauses (Standort: Pöttschinger Feld).

1970/71

Die Bildhauer widmen sich topographischen Spezifika am Hügel von St. Margarethen: ‚Japanische Linie‘ - ein exemplarisches Land-Art-Manifesto von Makoto Fujiwara, Makio Yamaguchi, Tetsuzo Yamamoto, Takao Hirose und Satori Shoji, welches vom Steinbruch aus den gesamten Hügel markiert. Weiters, Kengiro Azuma‘s ‚Steingarten‘ und Heinz Pistol‘s ‚3 Positionen‘.

1972

Generalversammlung von SEB in Tirgu Jiu, Rumänien, am ‚Tisch des Schweigen‘ von Constantin Brancusi – um KünstlerInnen des Ostblocks eine Teilnahme zu erleichtern. Das Treffen gab Anstoß für eine neue Ausrichtung des Symposion-Gedankens: vermehrt urbane Kontexte bildhauerisch zu gestalten und sich im Konkreten der Neugestaltung des Stephansplatzes in Wien zu widmen.

1975/76

Ende der Symposiums-Aktivitäten vor Ort mit dem gescheiterten Projekt für den Stephansplatz in Wien, welches den Platz im Herzen der Metropole nach dem U-Bahnbau neu erschließen und gestalten sollte und als Forschungsauftrag der Stadt Wien an SEB angelegt war.

1977/78

Karl Prantl und seine Familie leben und arbeiten in New York.

1986

Karl Prantl vertritt Österreich bei der Biennale in Venedig

1989/90

Karl Prantl widmet sich der Verdrängung von ‚Tat und Ort‘ in Rechnitz/Bgld. Lange wusste Karl Prantl um die Vertuschungen um den ‚Standort des Verbrechens‘, um schließlich den ‚Kreuzstadl‘ als ‚Ort des Erinnerns‘ festzumachen. Dieser Akt eines aktiven Erinnerns (Aufdeckens) ist Anker und ein Schlüssel zu Karl Prantls lebenslangem Engagement schlechthin: an mannigfaltigen Kontexten ‚Abhilfe zu leisten, Steinzeichen zu setzen und ‚Orte der Meditation‘ zu schaffen. Dies galt im Besonderen dem Thema des 2. Weltkrieges, welchen er selbst nur knapp überlebte: ‚Nürnberger Kreuzweg‘ (1985–91) – bestehend aus 14 Granitplatten, die von KZ-Häftlingen für die große NS-Aufmarsch-Straße in Nürnberg hergestellt wurden, ‚Weg nach Kawasaki‘ Expo Osaka 1968. (Gedenkstein für die vertriebenen Lehrer und Schüler des Akademischen Gymnasiums am Heumarkt in Wien…). Dank Karl Prantls Beharrlichkeit, gemeinsam mit Marietta Torberg, konnte das Anwesen ‚Kreuzstadl‘ schließlich erworben werden (250.000 Schilling). Der Verein SEB sanierte in Folge die Ruine und platzierte die Skulptur des israelischen Bildhauers Kosso Eloul (1920-1995) aus St. Margarethen vor dem Gebäude. (Kosso Eloul schuf 1960 das Mahnmal ‚Yad Vashem‘ (‚Ewige Flamme‘), der bedeutendste Erinnerungsort für den Holocaust in Israel). 1993 übergab SEB schließlich das ‚gewidmete Gelände‘ in einem feierlichen Akt an die israelitische Kultusgemeinde von Wien.

1993

Letzte Umstellung von Skulpturen aus dem Steinbruch auf das Hügelgelände.

1993/2007

Mehrjährige Artist-in-Residencies von internationalen BildhauerInnen im Bildhauerhaus.

1999/2000

Karl Prantl, entdeckt den Standort Mitterberg bei Pöttsching an der ehemaligen K.K. Grenze Österreich/Ungarn, jetzt Burgenland/NÖ und organisiert mit Irene Izmeny (Ex-Bürgermeisterin von Pöttsching) die Neuaufstellung des Grenzsteins, welcher durch die Grenzumbauungen bei Nickelsdorf nicht mehr zur Geltung kam. Weitere Symposions-Skulpturen von ungeeigneten Standorten in Burgenland werden am Mitterberg neu platziert.

2004

Publikation des Buches: ‚Gehen von Stein zu Stein‘, herausgegeben im Passagen Verlag, Wien von Katharina Prantl, Gestaltung: Walter Bohatsch (Staatspreis: ‚Schönstes Buch des Jahres 04‘).

2006/2007

Aufgrund der Expansion des industriellen Steinbruchs und der damit verbundenen Gefährdung von Kunstwerken werden, mit organisatorischer Hilfe von Ursula Pasterk (Ex- Kulturstadträtin von Wien) 18 weitere Unikate von St. Margarethen am Standort Mitterberg neu aufgestellt. Gemeinsam mit dem ‚Grenzstein‘ ist am Mitterberg nun eine neue, sinnstiftende Kunstlandschaft entstanden. (Vier weitere Skulpturen, die im Besitz des Landes Burgenland an wenig attraktiven Straßenkreuzungen stehen: Herb George – USA, Milos Clupac -Tschechien, Oleg Truszynski -Polen…, sollen ebenso am Mitterberg aufgestellt werden.)

2008

Großer Österreichischer Staatspreis für Karl Prantl.

2009

Zum 50-jährigen Jubiläum von SEB im Bildhauerhaus, unter Beisein von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Kulturministerin Claudia Schmied, Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Helmut Bieler… sollte eine ‚Public Private Partnership‘ Lösung für den Kunst- und Naturraum von St.Margarethen gefunden werden.

2010

Karl Prantl stirbt in Pöttsching in seinem Elternhaus. Eine Lösung der Sachlage um das Gesamtkunstwerk ‚Symposion Europäischer Bildhauer‘ am Hügel von St. Margarethen ist nicht in Sicht.

2011/17

Revitalisierung und teilweiser Sanierung des Bildhauerhauses durch Sebastian Prantl (Obmann SEB) gemeinsam mit der Architektin Johanna Rainer mittels EU-Förderungen des Kulturamtes des Burgenlandes. Teilweise Rodung des Hügels und Restaurierung einzelner Skulpturen. Regelmäßige Führungen, Klausuren internationaler Kunst- und Architektur-Universitäten und Veranstaltungen ausgehend vom Bildhauerhaus: ‚International ChoreoLab Austria‘, ‚Literaturraum im Bildhauerhaus‘ in Kooperation mit Beatrice Simonsen: ‚Kunst & Literatur‘ und ‚Trans Art Works‘…

2015

Publikation des Buches: ‚Die Kunst liegt in der Natur‘ – spektakuläre Skulpturenparks und Kunstlandschaften von Silvia Langen, erschienen im Prestel Verlag (München-London-New York).

2015/17

Juristische Auseinandersetzung und Ultimaten der Esterhazy-Holding gegenüber dem Verein SEB nehmen zu. Rechtsanwalt Dr. Robert Mogy, Archi. DI Dr. Renata Hammer, Archi. Mag. Johanna Rainer und Sebastian Prantl vertreten SEB bei den Verhandlungen mit der Esterhazy-Holding, welche keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zulässt und die Expertise des Vereins nicht zu schätzen weiß.

2018

Der OGH entscheidet zugunsten der Esterhazy-Holding. Das Bildhauerhaus wird unter großem Zeitdruck (14-Tagesfrist) im heißen August 2018 vom Verein ‚Symposion Europäischer Bildhauer‘ geräumt.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1959 bis 1969[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Symposion 1959 nahmen teil:

Am Symposion 1960 nahmen teil:

Am Symposion 1961 nahmen teil:

Am Symposion 1962 nahmen teil:

Am Symposion 1963 nahmen teil:

Am Symposion 1964 nahmen teil:

Am Symposion 1966 nahmen teil:

Am Symposion 1967 nahmen teil:

Am Symposion 1969 nahmen teil:

1970 bis 1978[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970

Am Symposium 1970 nahmen teil:

1971

Am Symposium 1971 nahmen teil:

1972–1976

Am Projekt (Stephansplatz-Projekt) nahmen teil:

1979 bis 1986[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1979/80

An den Symposien 1979/80 und der Neukonstitution des Vereins und Erweiterung auf neue Bereiche der bildenden Künste nahmen teil:

  • Maria Biljan-Bilger
  • Maria Burger
  • Ludwig Gleissner
  • Manfred Hirschbrich
  • E. Kolowratnik
  • Martin Rauch
  • Mark Yudell

1981

Am Symposium 1981, einem Gemeinschaftssymposion von Bildhauern und Malern, nahmen teil:

1984

Am Symposium 1984, dem Internationalen Keramiksymposion, nahmen teil:

1985

Am Symposium 1985 (Internationales Keramiksymposion) nahmen teil:

1986

Am Symposium 1986 (Internationales Keramiksymposion) nahmen teil:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Hartmann (Hrsg.), Werner Pokorny (Hrsg.) u. a.: Das Bildhauersymposion. Entstehung und Entwicklung einer neuen Form kollektiver und künstlerischer Arbeit. Hatje, Stuttgart 1988, ISBN 3-7757-0263-6.
  • Katharina Prantl (Hrsg.): Gehen über den Hügel von St. Margarethen von Stein zu Stein. (Skulpturen und ihre Künstler in St. Margarethen). Passagen-Verlag, Wien 2004, ISBN 3-85165-657-1.
  • Jutta Birgit Wortmann: Bildhauersymposien: Entstehung – Entwicklung – Wandlung. Dargestellt an ausgewählten Beispielen und ergänzt durch Gespräche mit Beteiligten. Begleitmaterial: 1 CD-ROM. Lang, Frankfurt am Main (u. a.) 2006, ISBN 3-631-55273-4.
  • Marlen Dittmann, Lorenz Dittmann, Jo Enzweiler (Hrsg.): Karl Prantl, grosse Steine und Bildhauersymposie. (…) anlässlich der Verleihung des Sparda-Bank-Südwest-Preises für besondere Leistungen der Kunst im öffentlichen Raum 2006/2007. Verlag St. Johann, Saarbrücken 2007, ISBN 3-938070-12-9.
  • Alfred Weidinger (Hrsg.), Franz Hubmann (Fotogr.): Wir wollen Zeichen setzen. 50 Jahre Bildhauersymposion St. Margarethen. Verlag Publication PN°1 – Bibliothek der Provinz, Weitra 2009, ISBN 978-3-900000-46-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Skulpturenlandschaft in St. Margarethen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Alois Vogel: Zehn Jahre Bildhauersymposium. In: Arbeiter-Zeitung, 26. Februar 1969, S. 8 unten.
  2. Hartmann: Das Bildhauersymposion.
  3. Wortmann: Bildhauersymposien.
  4. Zum 80. Geburtstag des Bildhauers Karl Prantl. Sanfte Zwiegespräche mit Steinen und Menschen. In: www.basis-wien.at, Wiener Zeitung, 5. November 2003, abgerufen am 28. Oktober 2010.