Bodenseefestival

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Das Bodenseefestival ist ein 1989 vom damaligen Südwestfunk (heute: Südwestrundfunk) und den Städten Friedrichshafen und Konstanz als Internationales Bodenseefestival gegründetes Festivalprogramm, das zahlreiche Einzelveranstaltungen umfasst.

Es findet alljährlich vom ersten Maiwochenende bis zum Pfingstmontag rund um den Bodensee statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1993 wird das Festival von der Bodensee-Festival GmbH in Friedrichshafen veranstaltet. An der Bodensee-Festival GmbH sind der SWR, die Stadt Friedrichshafen, der Kanton St. Gallen, die Stadt Konstanz, die Stadt Ravensburg und weitere 16 Städte und Gemeinden der Region sowie öffentliche Kultureinrichtungen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich beteiligt. Winfried Neumann und Katharina Ess sind aktuell (2018) die Geschäftsführer der Bodensee-Festival GmbH.[1] Der Grundgedanke des Festivals liegt darin, in dem kulturell zusammengehörigen, aber realpolitisch geteilten Bodensee-Raum die gemeinsame und verbindende Kultur zu beleben und zu stärken. „Die in der Region vorhandenen kulturellen Kräfte sollen gebündelt und durch international bekannte Künstler und Ensembles ergänzt werden.“[2]

Das Festival bietet ein vielfältiges kulturelles Angebot, von Orchester-, Kammer- und Orgelkonzerten über Jazz und Ballett bis zu Theater, Literatur, Ausstellungen und Filmpräsentationen. „In der Vergangenheit stand jeweils die Kultur eines europäischen Landes im Zentrum des Festivals.“[2]

Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1989 bis 1998 stand jeweils ein europäisches Land im Mittelpunkt des Internationalen Bodenseefestivals. Seit 1999 steht das jährliche Bodenseefestival unter einem Sachthema, und seit 2005 verleiht jeweils ein renommierter Künstler als Artist in Residence dem Festival einen zusätzlichen Akzent. Seit 2014 kehrt das Festival wieder zu seinem ursprüngliche Konzept zurück und stellt wieder ein Land thematisch in den Mittelpunkt der Veranstaltungen.

  • 1989: Frankreich
  • 1990: Die Öffnung Osteuropas
  • 1991: Tschechoslowakei
  • 1992: Italien
  • 1993: Russland
  • 1994: Österreich
  • 1995: Schweiz
  • 1996: Ungarn
  • 1997: Spanien
  • 1998: Polen
  • 1999: Zeitenwenden – Abschied und Aufbruch
  • 2000: Himmel und Erde – Barock heute
  • 2001: Inspiration Landschaft
  • 2002: Klassik – Sehnsucht nach dem Schönen
  • 2003: Idee Europa
  • 2004: Romantik – Fantasie, Poesie, Sehnsucht
  • 2005: Spiritualität und Lebenslust
  • 2006: Adel und Bürgertum
  • 2007: Märchen, Mythen und Legenden
  • 2008: Aufbruch zur Moderne
  • 2009: England, oh England
  • 2010: Fantasie und Wirklichkeit
  • 2011: Impuls Wien
  • 2012: Brennpunkt 1912
  • 2013: Tastenspiele
  • 2014: Türkei
  • 2015: Böhmen am See
  • 2016: Nordlichter
  • 2017: Variations on America
  • 2018: Russland – Vorwärts zu neuen Ufern

Artist in Residence[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks zu Bodenseefestivals nach Jahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schwäbische Zeitung vom 15. März 2018
  2. a b ARD Internationales Bodenseefestival