Buchlust

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Momentaufnahme von der Buchlust 2016 - Ausstellung und Lesung im Künstlerhaus von Hannover

Buchlust ist eine jährlich in Hannover stattfindende Buchausstellung und Buchmesse für unabhängige Verlage.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorläufer der Buchlust war die erstmals im Jahr 1978 veranstaltete Literaturwoche Literanover mit Vorträgen, Lesungen und Buchpräsentationen von hannoverschen Kleinverlagen und Literaten und einer zweitägigen Buchausstellung im Sprengel Museum Hannover. Gleichzeitig wurde von Kurt Morawietz das sogenannte Lyrik-Telefon initiiert, über das mehrere Jahre lang hannoversche Autoren im wöchentlichen Wechsel aus ihren Werken lasen.[1]

Seit 1994 läuft die Verlags- und Kunstpressen-Messe jährlich an einem Wochenende im November unter der Bezeichnung Buchlust. Ende 2000 zog die Buch- und Literaturveranstaltung mit dem Veranstalter Literaturhaus Hannover in die Literaturetage des Künstlerhauses Hannover.[1]

Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Verlagen aus Niedersachsen wurden von Anfang an auch Aussteller aus anderen Bundesländern eingeladen, um unabhängigen Verlagen ein eigenes Forum jenseits der großen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt zu bieten und einen direkten Austausch zwischen Verlegern und Lesern zu ermöglichen.[1] Die anfangs 20,[1] mittlerweile 24 Aussteller, die auf der Buchlust ihr Verlagsprogramm vorstellen, werden von einer Fachjury nach literarischen sowie auch gestalterischen Kriterien ausgewählt. Die regionalen und inhaltlichen Schwerpunkte wechseln von Jahr zu Jahr, so dass neben bekannten Verlagen auch immer wieder neue Medienunternehmen ausstellen. Zum zehnjährigen Bestehen waren Aussteller aus Österreich und Tschechien zu Gast, zur 20. Buchlust im Jahr 2013 kamen Verlage aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Veranstalter der Buchlust ist das Literaturhaus Hannover. Zu den Förderern zählen das Land Niedersachsen, die VGH-Stiftung, die Stiftung Niedersachsen, die Region Hannover und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Nord, Medienpartner ist der NDR Kultur.

Begleitend zur Ausstellung findet im Kino im Künstlerhaus ein umfangreiches Programm mit Lesungen statt. So lasen in den letzten Jahren Autoren wie Christoph Ransmayr, F. W. Bernstein, Thea Dorn, Fritz J. Raddatz und Herta Müller, aber auch Schauspieler wie Suzanne von Borsody, Miroslav Nemec, Jasmin Tabatabai, Hanns Zischler, Matthias Brandt, Thomas Sarbacher und Nina Petri.

Die Besucher wählen unter den ausstellenden Verlagen den Gewinner des anfangs mit 500 Euro, seit 2013 mit 700 Euro dotierten Buchlust-Preises. Die Preisverleihung bildet den Abschluss der Veranstaltung.

Buchlust-Publikumspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dave Bobroske, Rainer Wichering: Open flowers for the Beatniks (in englischer Sprache), vollendet am 9. November 1997 im Rahmen der Buchlust 97 während einer Performance im Sprengel-Museum, Hannover, einmalige Auflage, Hannover: Galerie 13, 1997
  • Klaus Strempel, Heinz Baldermann: Ausstellungen und Lesungen. Buchlust. 24 beste unabhängige Verlage, Begleitschrift (32 Seiten, Lang-Din) zur Veranstaltung vom 19. bis 20. November 2016, Kathrin Dittmer (Verantw.), Literaturhaus Hannover, Hannover 2016

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Buchlust – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Hugo Thielen: Buchlust. In: Stadtlexikon Hannover, S. 91; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche