Miroslav Nemec

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Miroslav Nemec (2012)

Miroslav Nemeć (* 26. Juni 1954 in Zagreb, Jugoslawien, heute Kroatien) ist ein deutscher Schauspieler und Musiker. Seit 1991 ist er vor allem als Hauptkommissar „Ivo Batić“, Teil des Münchner Ermittlerduos Batic und Leitmayr aus der Krimireihe Tatort bekannt.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miroslav Nemeć wurde in einer Familie kroatischer Herkunft als Sohn eines Bankangestellten geboren. Nach der Scheidung seiner Eltern kam er mit zwölf Jahren zu Verwandten nach Freilassing. Er besuchte das Gymnasium in Traunstein und gründete mit 15 Jahren die Schülerband Asphyxia, in der er noch heute als Leadsänger und Keyboarder mitwirkt.

Am Mozarteum in Salzburg studierte Nemeć Musik mit dem Schwerpunkt klassisches Klavier. 1973 nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an und machte schließlich seinen Abschluss als Fachlehrer für Musik. Anschließend besuchte er die Schauspielakademie in Zürich.

Seit 1977 spielte er Theater, unter anderem an den Bühnen der Stadt Köln und Essen, an der Oper Frankfurt, am Münchner Volkstheater und am Bayerischen Staatsschauspiel in München.

Im Laufe der Zeit wandte er sich allerdings mehr und mehr der Arbeit vor der Fernsehkamera zu. So sah man ihn unter anderem in der Fernsehserie Die Wiesingers als Schwiegersohn der Münchner Brauereifamilie und in der Serie Liebling Kreuzberg als Staatsanwalt und Gegenspieler von Manfred Krug. Bei Derrick und Der Alte trat er als Bösewicht auf, wechselte schließlich die Seiten und ist seit 1991 mehrmals im Jahr als Kriminalhauptkommissar „Ivo Batić“ im Tatort gemeinsam mit Udo Wachtveitl zu sehen.

Bei der Miro Nemec Band ist er Sänger, Gitarrist und Keyboarder. Mit beiden Gruppen spielt er für den Förderverein Hand-in-Hand. Diesen hat er 1994 mit einigen Kollegen für Kriegswaisenkinder in Ex-Jugoslawien ins Leben gerufen.

Miroslav Nemeć hat zwei Töchter aus erster, geschiedener Ehe. Seit 2000 lebt er mit seiner Lebensgefährtin, die er 2013 heiratete, in München. 2011 legte er autobiografische Erzählungen unter dem Titel Miroslav - Jugoslav vor.[1] Im Februar 2012 wurde er zum dritten Mal Vater.[2][3]

Außerdem engagiert er sich als ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e. V. in Tambach-Dietharz, ferner ist er Mitglied im Förderkreis der Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft und im Bundesverband Schauspiel (BFFS).[4]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: Nichts ist wie es ist
  • 1987: Dies Bildnis ist zum Morden schön
  • 1988: Derrick - Die Stimme
  • 1988: Polizeiinspektion 1 - Nachtgeschäfte
  • 1988: TatortGebrochene Blüten (mit Götz George)
  • 1989: Tatort – Der Pott (mit Götz George)
  • 1990: The Wonderbeats
  • 1991: Das serbische Mädchen
  • 1992: Die Zeit danach
  • 1992: Die Distel
  • 1997: Herz über Kopf
  • 1997: Joy Fieldings Mörderischer Sommer
  • 1997: Der große Lacher
  • 1997: Gefangene der Liebe
  • 1997: Frucht der Gewalt
  • 1998: Das Geheimnis der Ungehorsamen
  • 1998: Tödliche Diamanten
  • 1998: Rosamunde Pilcher – Dornen im Tal der Blumen
  • 1999: Lieber böser Weihnachtsmann
  • 2000: Kein Weg zurück
  • 2000: Einladung zum Mord
  • 2001: Denninger – Der Mann mit den zwei Gesichtern
  • 2001: Stern der Liebe
  • 2002: Liebe darf alles
  • 2002: Verliebt auf Bermuda
  • 2002: Der Bestseller – Mord auf italienisch
  • 2003: Lottoschein ins Glück
  • 2003: Ehespiele
  • 2003: Ich leih’ dir meinen Mann
  • 2004: Das unbezähmbare Herz
  • 2005: Brücke zum Herzen
  • 2006: Wenn du mich brauchst
  • 2007: Die Copiloten (mit Udo Wachtveitl)
  • 2008: Letzte Ausfahrt Weiden-Ost
  • 2010: Liebe ist nur ein Wort
  • 2010: Inga Lindström – Schatten der Vergangenheit
  • 2012: Kreuzfahrt ins Glück – Hochzeitsreise nach Australien
  • 2013: Der blinde Fleck
  • 2014–2015: Dr. Klein
  • 2015: Der Prinz im Bärenfell

Tatort (KHK Ivo Batic)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gastspiele in Serien:

  • 1994: Heimatgeschichten – Auch Erben will gelernt sein
  • 1994: Der Salzbaron
  • 1994: Wildbach – Spionin aus Liebe
  • 1995: Café Meineid – Marilyn
  • 1995: Der Alte – Nichts geht mehr
  • 1995: Inseln unter dem Wind
  • 1996: Dr. Schwarz und Dr. Martin – Herztöne
  • 1996: Solange es die Liebe gibt
  • 1997: Der Fahnder – Hütchenspiel
  • 2000: Der Alte – Die Schwestern und der Tod
  • 2000: Weißblaue Geschichten – Alles wegen Max
  • 2003: SOKO 5113 – Schatzräuber
  • 2004: Das Traumschiff – Sri Lanka
  • 2004: Kommissarin Lucas – Vertrauen bis zuletzt
  • 2005: Das Traumhotel – Seychellen
  • 2006: Wenn du mich brauchst
  • 2008: Um Himmels Willen
  • 2014: Dr. Klein
  • 2015: Der Staatsanwalt

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miro Nemec (rechts) mit Udo Wachtveitl bei der Grimme-Preisverleihung 2011

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miroslav Nemec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Miroslav Nemec veröffentlicht seine autobiographischen Erzählungen presseanzeiger.de
  2. “Tatort” -Star Miroslav Nemec ist wieder Vater geworden t-online.de, 25. Februar 2012. Abgerufen am 26. Februar 2012.
  3. “Tatort”-Star Miroslav Nemec: Er nimmt eine Baby-Auszeit bunte.de. Abgerufen am 26. Februar 2012
  4. BFFS-Mitgliederliste, Bundesverband Schauspiel, bffs.de abgerufen am 8. Dezember 2015