Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport

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Dieser Artikel behandelt die österreichische Behörde, zu anderen siehe Verteidigungsministerium.
OsterreichÖsterreich  Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Österreichische Behörde
Logo Österreichs Bundesheer
Logo Österreichisches Sportministerium
Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Oberste Bundesbehörde
Gründung 1920 (Bundesministerium für Heereswesen)/1955
Hauptsitz Wien 9, Rossauer Kaserne
Behörden­leitung Hans Peter Doskozil, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport
Haushaltsvolumen 1,98 Mrd EUR (2015)[1]
Website www.bmlvs.gv.at
Hans Peter Doskozil, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport
Sitz des BMLVS in der Rossauer Kaserne

Die als Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (kurz BMLVS oder Verteidigungsministerium) bezeichnete österreichische Verwaltungseinrichtung des Bundes ist für alle militärischen Angelegenheiten, insbesondere das Österreichische Bundesheer betreffende, und alle Angelegenheiten des Sports zuständig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie waren ein k.u.k. Kriegsministerium, das für die gesamte Monarchie zuständig war, und ein k.k. Ministerium für Landesverteidigung, das nur der Österreichischen Reichshälfte diente, eingerichtet. Von 1918 bis 1920 bestand ein Staatsamt für Heereswesen, von 1920 bis 1936 ein Bundesministerium für Heereswesen, von 1936 bis 1938 hieß die Behörde Bundesministerium für Landesverteidigung. In der Zeit der Zugehörigkeit zum Großdeutschen Reich existierte keine eigene österreichische Behörde. Von 1945 bis 1956, also in der Zeit der durch die Besatzungsmächte fremdkontrollierten Republik Österreich waren die Agenden der Landesverteidigung Sache des Amtes für Landesverteidigung, einer Sektion im Bundeskanzleramt. Danach wurde wieder ein eigenes Ministerium eingerichtet, das bis 2009 Bundesministerium für Landesverteidigung hieß.

In der Bundesregierung Faymann I wurden die bisher im Bundeskanzleramt angesiedelten Sportagenden dem Verteidigungsministerium angeschlossen. Sport wurde erstmals 1966 gesetzlich als Angelegenheit des Bundesministeriums für Unterricht erwähnt, 1984 kam durch die Bezeichnung Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport erstmals Sport in einer Ministeriumsbezeichnung vor. 1991 gelangte Sport zum Bundesministerium für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz, 1995 zum Bundeskanzleramt, 2000 zum Bundesministerium für öffentliche Leistung und Sport, 2003 wieder zum Bundeskanzleramt und schließlich 2009 zum Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport.[2]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport ist zuständig für:.[3]

  • Militärische Angelegenheiten.
    • Angelegenheiten der Besorgung der verfassungsgesetzlich festgelegten Aufgaben des Bundesheeres.
    • Angelegenheiten der operativen und taktischen Führung des Bundesheeres.
    • Angelegenheiten der Militärluftfahrt.
    • Angelegenheiten der Bewaffnung und Ausrüstung des Bundesheeres sowie der personellen und materiellen Ergänzung des Bundesheeres.
    • Angelegenheiten des militärischen Waffen-, Schieß- und Munitionswesens.
    • Angelegenheiten der Wehrtechnik einschließlich der militär-technischen Forschung und Erprobung.
    • Angelegenheiten der militärischen Sperrgebiete.
    • Angelegenheiten des Schutzes der Gesundheit der Angehörigen des Bundesheeres einschließlich der militärischen Krankenanstalten und der militärischen Arzneimittelversorgung.
    • Angelegenheiten des militärischen Attachédienstes.
    • Angelegenheiten der Errichtung, Instandhaltung und Verwaltung aller Bauten, Anlagen und Liegenschaften des Bundes, die dem Bundesministerium, der Heeresverwaltung oder dem Bundesheer dienen, einschließlich des Heeresgeschichtlichen Museums.
    • Angelegenheiten der Schiffahrt, des Kraftfahrwesens, des Fernmelde- und des Vermessungswesens im militärischen Bereich.
    • Führung des Heeresgeschichtlichen Museums (Militärhistorisches Institut).
    • Angelegenheiten der militärischen Stiftungen und Fonds.
    • Angelegenheiten der Heeresforstverwaltung Allentsteig.
    • Angelegenheiten der Verwaltung der Anteilsrechte des Bundes an der SIVBEG - Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft m. b. H., solange der Bund Gesellschafter ist, sowie die Aufsicht über diese Gesellschaft.
    • Angelegenheiten der Europäischen Verteidigungsagentur.
  • Angelegenheiten des Sports.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport gliedert sich wie folgt.[4][5]

  • Bundesminister
    • Sektion I: Präsidiale, Personal, Recht
    • Generalstab
      • Sektion III: Bereitstellung
      • Sektion IV: Einsatz
      • Generalstabsdirektion
    • Sektion II: Sport
      • Abteilung II/1: Sportgrundsatzangelegenheiten, europäische und internationale Sportangelegenheiten, Öffentlichkeitsarbeit, Sportlegistik
      • Abteilung II/2: Allgemeine Bundes-Sportförderung, Investitionsförderung, Sportgroßveranstaltungen, Rechtsangelegenheiten
      • Abteilung II/3: Angelegenheiten des Nachwuchs-, Leistungs- und Spitzensports, Sportwissenschaft und Sportmedizin
      • Abteilung II/4: Besondere Bundes-Sportförderung, Angelegenheiten des Breiten- und Gesundheitssports, Verwaltungsmanagement, Sportevents, Sportservice
      • Abteilung II/5: Förderkontrolle und -Controlling

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport hat die nachgeordneten Dienststellen.

Bundesminister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesfinanzgesetz 2015. Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 3. Oktober 2015 (PDF; 4,12 MB, Seite 152).
  2. Mit der Bundesministeriengesetz-Novelle 2009 ging die Zuständigkeit für Angelegenheiten des Sports mit Wirkung vom 1. Februar 2009 vom Bundeskanzleramt an das dortige Ressort über und das Bundesministerium für Landesverteidigung wurde in Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) umbenannt. Dabei wurde die Sektion VI (Sportsektion) des Bundeskanzleramtes als Sektion V in das BMLVS übergeleitet.
    BM für Landesverteidigung und Sport, Norbert Darabos, Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport: Anfragebeantwortung S91143/265-PMVD/2011, 9. Jänner 2012, 9616/AB XXIV. GP, Eingelangt am 10. Jänner 2012, Zu 4 bis 6 (Webdokument, Parlamentarische Materialien, parlament.gv.at/PAKT)
  3. Bundesministeriengesetz 1986. Abgerufen am 16. November 2017.
  4. Organigramm des Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport. Abgerufen am 16. November 2017.
  5. Organigramm des Sportministerium. Abgerufen am 16. November 2017.

Koordinaten: 48° 13′ 7″ N, 16° 22′ 7″ O