Gerald Klug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gerald Klug (2014)

Gerald Rudolf Klug (* 13. November 1968 in Graz) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ) und Gewerkschaftsfunktionär. Er ist seit 2005 Mitglied des Österreichischen Bundesrates, seit 2008 Klubvorsitzender-Stellvertreter der Sozialdemokratischen Parlamentsfraktion und war von 2010 bis 2013 Vorsitzender der SPÖ-Bundesratsfraktion.

Am 5. März 2013 wurde bekannt, dass er Norbert Darabos als Bundesminister für Landesverteidigung und Sport der Republik Österreich nachfolgen solle.[1][2] Am 11. März 2013 wurde er von Bundespräsident Heinz Fischer als Bundesminister angelobt.[3]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Klug besuchte zwischen 1975 und 1979 die Volksschule in Stainz und setzte seine Schulbildung zwischen 1979 und 1983 an der örtlichen Hauptschule fort. Er wechselte danach 1983 an die Höhere Technische Lehranstalt Graz-Gösting, brach jedoch 1984 seinen Schulbesuch ab und begann eine Lehre als Dreher, wobei er zwischen 1984 und 1987 die Berufsschule absolvierte. Zwischen 1987 und 1988 leistete er den Präsenzdienst ab.

Nach seinem Lehrabschluss arbeitete er zwischen 1987 und 1990 in seinem erlernten Beruf bei der Firma Siemens SGP, Verkehrstechnik. Daneben bildete er sich 1989 an der Otto-Möbes-Akademie in Graz weiter und absolvierte zwischen 1989 und 1990 die Sozialakademie der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Mödling. Er studierte neben seinem Beruf ab 1992 Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz. 2001 schloss er sein Studium mit dem akademischen Grad Mag. iur. ab.

Politik und Funktionen[Bearbeiten]

Klug (r.) mit Bundeskanzler Faymann (m.) und Außenminister Spindelegger (2013)

Klug ist seit 1990 Mitglied der Gewerkschaft PRO-GE und seit 2005 Kammerrat der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark. Er wirkte zwischen 2000 und 2005 als Vorstandsmitglied der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark und ist Ersatzmitglied der Hauptversammlung der Bundesarbeiterkammer für Arbeiter und Angestellte. Zudem war er von 2003 bis 2005 Mitglied des Landesdirektoriums des Arbeitsmarktservice Steiermark und ist seit 2004 als Ersatzmitglied der Generalversammlung der Gebietskrankenkasse Steiermark aktiv. Er engagiert sich zudem seit 2000 als Laienrichter am Oberlandesgericht Graz und war von 2001 bis 2011 Mitglied des Unabhängigen Finanzsenats der Finanzlandesdirektion Graz.

Seit dem 25. Oktober 2005 vertritt Klug die SPÖ bzw. das Bundesland Steiermark im Bundesrat und übernahm am 27. Oktober 2008 die Funktion des Klubvorsitzenden-Stellvertreter der Sozialdemokratischen Parlamentsfraktion (Klub der sozialdemokratischen Abgeordneten zum Nationalrat, Bundesrat und Europäischen Parlament). Seit dem 30. November 2010 ist er Vorsitzender der Bundesratsfraktion der SPÖ. Innerparteilich wirkt er als Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ.

Am 5. März 2013 wurde bekanntgegeben, dass Klug Bundesminister für Landesverteidigung und Sport in der Bundesregierung Faymann I wird. Er löste damit Norbert Darabos ab, der Bundesgeschäftsführer der SPÖ wurde, um den Wahlkampf der Partei zur Nationalratswahl in Österreich 2013 zu leiten.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Norbert Darabos wechselt zurück in SP-Parteizentrale. In: Salzburger Nachrichten. 3. Mai 2013 (online, abgerufen am 22. April 2013).
  2.  Karl Ettinger: Rücktritt als Minister: Darabos soll Bundeswahl retten. In: Die Presse. 5. März 2013 (online, abgerufen am 22. April 2013).
  3.  "Mach's gut": Klug als Verteidigungsminister angelobt. In: Die Presse. 11. März 2013 (online, abgerufen am 22. April 2013).
  4.  Walter Müller, Michael Völker: Klug neuer Verteidigungsminister, Darabos wird Bundesgeschäftsführer. In: Der Standard. 5. März 2013 (online, abgerufen am 22. April 2013).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerald Klug – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien