Burg Blomberg

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Burg Blomberg
Tor zur Burg mit Blick in den Innenhof

Tor zur Burg mit Blick in den Innenhof

Entstehungszeit: 13. Jahrhundert
Burgentyp: Ortslage
Erhaltungszustand: Erhalten
Ständische Stellung: Grafen
Bauweise: Sandstein, Fachwerk
Ort: Blomberg
Geographische Lage 51° 56′ 31,8″ N, 9° 5′ 22″ OKoordinaten: 51° 56′ 31,8″ N, 9° 5′ 22″ O
Burg Blomberg (Nordrhein-Westfalen)
Burg Blomberg
Burg, Blick in den Innenhof

Die Burg Blomberg ist eine Burg in der Stadt Blomberg im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Machthaber in Blomberg waren die Edelherren zur Lippe und die Grafen von Schwalenberg und Sternberg. Es wird vermutet, dass beide gemeinsam die Burg im 13. Jahrhundert errichteten, die zunächst nur als Festung diente. Simon I. (1275–1344) wählte Blomberg als Wohnsitz und ließ die Burg als Residenz ausbauen. Er und seine Nachfolger wechselten häufig zwischen ihren Wohnsitzen Blomberg und Brake.

Nach weitgehender Zerstörung in der Soester Fehde (1414–1463) wurde die Burg als zweigeschossige Dreiflügelanlage wieder aufgebaut. Sie diente danach zeitweise als Residenz der Edelherrn zur Lippe.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Niederntor in Blomberg

Stadt und Burg waren ringsum befestigt, die Burg wurde zusätzlich durch Wall und Graben gesichert. Nach Westen und Süden hin boten steile Hänge einen natürlichen Schutz, während die Stadt nach Osten und Norden hin von Mauern, Gräben, Wällen und sogar Dornenhecken umgeben war. Zusätzlich gab es sechs Verteidigungstürme und vor den Toren Zwinger und Landwehren. Von der Stadtbefestigung sind heute noch das Niedere Tor und Teile der Stadtmauer erhalten.

Das Erdgeschoss des Mittelflügels der dreiflügeligen Burganlage wurde 1562 unter Graf Bernhard VII. errichtet, während das Obergeschoss aus Fachwerk 1569 aufgesetzt wurde. Bedeutendster Baumeister war Hermann Wulff aus Lemgo, der die dem Innenhof zugewandte Utlucht aus weißem Sandstein gestaltete. Von Wulff stammen ebenfalls Arbeiten am Lemgoer Rathaus, dem Hexenbürgermeisterhaus und am Schloss Brake. Die Burg wird heute teilweise als Hotel und Restaurant genutzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Rinne: Landeskunde Nordrhein-Westfalen Band: Lippe. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1993. ISBN 3-506-76111-0
  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters. Grundriss-Lexikon. Weidlich/Flechsig, Würzburg 1994. ISBN 3-8035-1372-3
  • Burkhard Meier: Lippische Residenzen, Detmold, 1998
  • Thomas Dann: Burg Blomberg (= Lippische Kulturlandschaften. Heft 28). Lippischer Heimatbund, Detmold 2014, ISBN 978-3-941726-39-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Blomberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien