Burg Forstenberg

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Burg Forstenberg
Burg Forstenberg - Südwestecke der Bergfriedruine (September 2012)

Burg Forstenberg - Südwestecke der Bergfriedruine (September 2012)

Alternativname(n): Burg Forstberg
Entstehungszeit: vermutlich 13. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Ruine, Teile des Bergfrieds sowie Gräben und Wälle erhalten
Ständische Stellung: Ministerialensitz
Bauweise: Bruchsteinmauerwerk
Ort: Regenstauf-Karlstein
Geographische Lage 49° 9′ 5,5″ N, 12° 9′ 51″ OKoordinaten: 49° 9′ 5,5″ N, 12° 9′ 51″ O
Höhe: 425 m ü. NN
Burg Forstenberg (Bayern)
Burg Forstenberg

Die Burg Forstenberg, auch Burg Forstberg genannt, ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Adelsburg bei dem Ortsteil Karlstein des oberpfälzischen Marktes Regenstauf im bayerischen Landkreis Regensburg in Deutschland.[1]

Die Ruine der Höhenburg auf 425 m ü. NN ist jederzeit frei zugänglich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich wurde die Burg im 13. Jahrhundert (Eine Gründung im 12. Jahrhundert ist ungewiss) von den Herren von Forstenberg, die Ministerialen der mächtigen Herren von Hohenfels waren, als Stammsitz erbaut. Nach 1330 fiel die Burg an Friedrich den Hofer, der sich von da an „von Vorchtenberg“ nannte. Nach mehreren Besitzerwechseln kam die Burg 1393 in den Besitz des Landgrafen Johann von Leuchtenberg (Erbauer von Schloss Karlstein). Auf ihn ist die Entstehung einer Vorburg zurückzuführen, die aber nicht fertiggestellt wurde, da die Burg bereits kurze Zeit später (1404) an Jakob Muracher ging. 1460 erwarb Heinrich Zenger die Burg sowie das Schloss Karlstein. Der Ausbau des Schlosses in Karlstein dürfte auch der Grund sein, warum Forstenberg verfiel. Nach mehreren Besitzerwechseln war spätestens im 17. Jahrhundert die Burg aufgegeben und ganz verfallen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der kleinen Hauptburg ist nur noch die Ruine eines fünfeckigen Bergfriedes aus Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung erhalten. Er ist durch einen rund fünf Meter tiefen schluchtartigen Halsgraben von der wesentlich größeren Vorburg getrennt. In dieser sind noch Wallreste und ein verflachter, rechteckiger Graben sowie Mauerschutt erhalten.

Heute ist der Burgstall als Baudenkmal D-3-75-190-46 „Ruine Forstenberg, fünfeckiger Bergfried und Mauerreste, Granitbruchstein, zweite Hälfte 13. Jahrhundert“ sowie als Bodendenkmal D-3-6838-0014 „Mittelalterliche Burgruine "Forstenberg"“ vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erfasst.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Boos: Burgen im Süden der Oberpfalz – Die früh- und hochmittelalterlichen Befestigungen des Regensburger Umlandes. Universitätsverlag Regensburg, Regensburg 1998, ISBN 3-930480-03-4, S. 229-232.
  • Armin Stroh: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler der Oberpfalz. (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 3). Verlag Michael Laßleben, Kallmünz 1975, ISBN 3-7847-5030-3, S. 261.
  • Ursula Pfistermeister: Burgen der Oberpfalz. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1974, ISBN 3-7917-0394-3, S. 86.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lage des Burgstalles im Bayern Atlas
  2. Denkmalliste für Regenstauf beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (PDF; 144 kB)