Burg Schweinhausen

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Burg Schweinhausen
Bergsporn, auf dem die Burg Schweinhausen stand

Bergsporn, auf dem die Burg Schweinhausen stand

Alternativname(n): Berg
Entstehungszeit: um 1083
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Hochdorf-Schweinhausen
Geographische Lage 48° 2′ 6″ N, 9° 48′ 30,6″ OKoordinaten: 48° 2′ 6″ N, 9° 48′ 30,6″ O
Höhe: 640 m ü. NN
Burg Schweinhausen (Baden-Württemberg)
Burg Schweinhausen

Die Burg Schweinhausen, auch Berg genannt, ist eine abgegangene Höhenburg in Schweinhausen, einem Teilort von Hochdorf im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgstall liegt auf der Westflanke des Hochgeländes auf einem östlichen Bergsporn (ca. 640 m ü. NN[1]) über dem Tal der Riß, etwa 440 m südöstlich der Kirche des Hochdorfer Ortsteils Schweinhausen. Das Gelände liegt in dem zu Schweinhausen gehörenden Weiler Berg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde im 11. Jahrhundert von den Herren von Schweinhausen erbaut, 1083 erwähnt, 1525 zerstört und 1609 abgebrochen. Truchsess Heinrich baute aus den Mauerresten der Ruinen Schweinhausen und Neideck das Schloss Heinrichsburg bei Eberhardzell. Ehemalige Besitzer waren die Herren von Waldburg-Warthausen, Habsburg und die Herren von Schellenberg.

König Philipp von Schwaben und Irene von Byzanz verbrachten nach ihrer Hochzeit, die im Mai 1197 bei Augsburg stattgefunden haben soll, bis September 1197 ihre Flitterwochen auf der Burg Schweinhausen.[2] Aus dieser Zeit ist eine am 30. Juli 1197 in Schweinhausen ausgestellte Urkunde Philipps erhalten.[3]

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der ehemaligen Burganlage ist nur noch der mächtige Burggraben mit einer Tiefe von bis zu zwölf Metern erhalten. Die heute von Bäumen umrahmte runde Fläche, auf der die Burg stand, ist in Privatbesitz und wird als Koppel genutzt. Sie liegt wenige Meter südlich des Gebäudes Berg Nr. 6.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Maria Magdalena Rückert: Irene-Maria, Gemahlin Philipps von Schwaben, und ihre Kinder. In: Karl-Heinz Rueß (Hrsg.): Frauen der Staufer, Göppingen 2006, S. 74–89, hier: S. 77.
  3. WUB Band 2, Nr. 502.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]