Schloss Wain

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Schloss Wain

Schloss Wain ist ein in den Jahren 1780/81 von Freiherr Johann Theobald von Herman errichtetes Schloss in Wain, einer Gemeinde im Landkreis Biberach in Oberschwaben.[1] Das Schloss ist heute Sitz des Freiherr von Herman'schen Rent- u. Forstamtes.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wain liegt am nordöstlichen waldreichen Rand des Landkreises Biberach und hat als weitere Besonderheit, dass in Wain 1573 die Reformation eingeführt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden zusätzlich protestantische Glaubensflüchtlinge aus der Steiermark und Kärnten im Ort angesiedelt. Diese Exulanten bildeten den Hauptteil der ortsansässigen Bevölkerung.

Im Dehio-Handbuch steht, dass ein gewisser Eitelfriedrich Knoll das Schloss nach Entwurfsplänen des Münchner Hofarchitekten Lorenzo Quaglio für den Freiherrn Benedikt von Hermann im klassizistischen Stil in den Jahren 1780/81 errichtet hat.[2]

Das Hauptgebäude ist ein zweigeschossiger Putzbau mit Mittelrisalit. Die Nebengebäude sind freistehende Flügelbauten, welche früher als Wohnungen für die Familien der Gärtner und Jäger benutzt wurden. Des Weiteren bestehen Stallungen mit Nebengebäuden und ein umzäunter Park. Im Hauptgebäude befindet sich ein zweiläufiges Treppenhaus. Die Innenräume wurden im 18./19. Jahrhundert verändert. Im Verzeichnis des Landesdenkmalamtes ist auch noch vermerkt, dass Johann Theobald von Herman seinen ständigen Wohnsitz in Memmingen hatte.[3]

In unmittelbarer Nähe von Schloss Wain liegt die abgegangene Burg Wain.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Wain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg - Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte; Regierungsbezirk Tübingen, Landkreis Biberach, Wain Stand 16. April 2009
  2. Georg Dehio (Begr.), Ernst Gall (Hrsg.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. – Dagmar Zimdars u. a.: Baden-Württemberg. Band 2: Die Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen. Deutscher Kunstverlag, München 1997, ISBN 3-422-03030-1, S. 811
  3. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg - Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte; Regierungsbezirk Tübingen, Landkreis Biberach, Wain Stand 16. April 2009

Koordinaten: 48° 11′ 17,7″ N, 10° 1′ 17,2″ O