Burg Treis

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Burg Treis
Wieder aufgestockter und überdachter Bergfried der Burg Treis im August 2012

Wieder aufgestockter und überdachter Bergfried der Burg Treis im August 2012

Alternativname(n): Treisburg
Entstehungszeit: um 1100
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Bergfried
Ständische Stellung: Adlige, Klerikale
Ort: Treis-Karden
Geographische Lage 50° 9′ 56,3″ N, 7° 17′ 54,5″ OKoordinaten: 50° 9′ 56,3″ N, 7° 17′ 54,5″ O
Höhe: 157 m ü. NHN
Burg Treis (Rheinland-Pfalz)
Burg Treis
Burg Treis, Luftaufnahme (2015)

Burg Treis, auch Treisburg genannt, ist eine Burgruine in der Gemeinde Treis-Karden an der Mosel im Landkreis Cochem-Zell (Rheinland-Pfalz). Sie befindet sich 30 Kilometer Luftlinie südwestlich von Koblenz.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ruine der Höhenburg steht auf einem von den beiden aus dem Hunsrück kommenden Bächen Flaumbach und Dünnbach umflossenen Bergsporn und liegt etwa 70 Meter über dem Zusammenfluss beider Bäche. Auf demselben Bergsporn, nur durch eine Mulde getrennt, befindet sich die wenige hundert Meter entfernt gelegene Wildburg. Die Burganlage liegt in einer Höhe von 157 Metern über NN etwa einen Kilometer südlich von Treis etwas abseits des Moseltals.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das genaue Datum der Errichtung der Burg liegt im Dunklen der Geschichte. Sie ist vielleicht schon in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut worden. Erste gesicherte Nachrichten zu einer Burg in Treis stammen von 1121. In diesem Jahr zerstörte Heinrich V. eine von Otto von Rheineck erbaute Treiser Burg. 1148 befand sich die Treiser Burg in den Händen des rheinischen Pfalzgrafen Hermann von Stahleck. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit Otto von Rheineck um das Pfalzgrafenamt gelangte die Burg unter Trierer Einfluss. Schließlich eroberte der Trierer Erzbischof Albero die Treiser Burg. Damit gelangte sie in das Eigentum des Trierer Erzbischofs. Dem Anschein nach lag die Kontrolle über die Anlage im 12. und 13. Jahrhundert beim Kardener Archidiakon. Erst im ausgehenden 13. Jahrhundert lässt sich die Burg als Eigentum von Kurtrier und somit unter Kontrolle des Trierer Erzbischofes nachweisen. In der Folgezeit traten als Trierer Amtmänner und Burgmannen Angehörige von verschiedenen Adelsgeschlechtern auf: Freie von Treis, Herren von Pyrmont, Herren von Winneburg-Beilstein und Herren von Eltz.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Burg im Jahre 1689 von französischen Truppen zerstört und später nicht wieder aufgebaut.

Erst ab den 1950er Jahren wurde die Ruine durch den Eigentümer vor dem völligen Verfall bewahrt.

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Erscheinungsbild der Ruine wird dominiert von dem mächtigen quadratischen Bergfried, der bei der Restaurierung wieder um eine Etage erhöht wurde und ein Dach erhielt. Daneben sind noch Reste weiterer Gebäude und der Ringmauer erhalten. Der Weg zur Burg Treis ist gesperrt (Stand: 20. August 2015)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert J. Pies: "Die Frei von Treis und ihre Verwandten". Mit einem Beitrag von Markus Sausen. Erftstadt-Lechenich 2011, ISBN 978-3-927049-51-2.
  • Michael Losse: Die Mosel – Burgen, Schlösser, Adelssitze und Befestigungen von Trier bis Koblenz. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2007, ISBN 978-3-86568-240-6, S. 150–152.
  • Alexander Thon, Stefan Ulrich: "Von den Schauern der Vorwelt umweht...". Burgen und Schlösser an der Mosel, Schnell & Steiner, Regensburg 2007, ISBN 978-3-7954-1926-4, S. 134–139.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]