Carlo Alberto Guidobono Cavalchini

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Carlo Alberto Guidobono Cavalchini, auch Carlo Alberto Cavalchini (* 26. Juli 1683 in Tortona; † 7. März 1774 in Rom) war ein italienischer Kardinal der Römischen Kirche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach anfänglichem Hausunterricht besuchte er die Jesuitenschule in Tortona und studierte danach an der Universität von Pavia, wo er am 24. Juli 1702 zum Doctor utriusque iuris promoviert wurde. Sein Vater sandte ihn nach Rom, damit er dort seine Rechtskenntnisse vervollkommnen konnte, unter anderem bei dem damals sehr bekannten Advokaten Del Corno.

Bereits 1702 wurde er in das Advokatenkolleg der Stadt Mailand berufen und bekam die Bürgerrechte verliehen. Im Juli 1716 ernannte der Mailänder Senat ihn zum Konsistorialanwalt.

Am 24. Februar 1724 empfing Cavalchini die Priesterweihe. Zum Titularerzbischof von Philippi wurde er am 10. Mai 1728 ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 6. Juni 1728 Papst Benedikt XIII.; Mitkonsekratoren waren Giuseppe Maria Feroni, Titularerzbischof von Damascus, und Bernardo Pizzella, Titularbischof von Constantina.

Papst Benedikt XIII. ernannte ihn im Konsistorium vom 9. September 1743 zum Kardinalpriester der Titelkirche Santa Maria della Pace. Am 2. März 1748 wurde Cavalchini Präfekt der Kongregation für die Bischöfe und Regulare. Vom 24. Juni 1752 bis zum 29. Januar 1753 war er Camerlengo der Römischen Kirche. Er nahm am Konklave 1758 teil, seine Wahl zum Papst wurde jedoch durch das Veto des Königs von Frankreich, Ludwig XV. verhindert. Nach einigen Quellen soll er bereits gewählt gewesen sein, trat aber wegen des Vetos zurück.[1] Vom 15. Juli 1758 bis zu seinem Tode war er Päpstlicher Archivar.

Am 12. Februar 1759 wurde er in den Rang eines Kardinalbischofs erhoben und erhielt das suburbikarische Bistum Albano. 1759 wurde er Kommendatarabt des Klosters San Michele della Chiusa. Er wurde am 16. Mai 1763 zum Bischof von Ostia und Velletri ernannt; zugleich wurde er Kardinaldekan. In dieser Eigenschaft leitete er das Konklave 1769, bei dem Clemens XIV. zum Papst gewählt wurde.

Carlo Alberto Guidobono Cavalchini starb am 7. März 1774 gegen drei Uhr morgens infolge Fiebers und hohen Alters, nachdem er die Sterbesakramente empfangen hatte.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Großneffe Francesco wurde von Pius VII. 1807 in pectore ebenfalls zum Kardinal ernannt, was allerdings aufgrund der Zeitumstände erst ein Jahrzehnt später 1818 bekanntgemacht wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Francesco Raco: Cavalchini Guidobono, Carlo Alberto. In: Alberto M. Ghisalberti (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 22: Castelvetro–Cavallotti. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1979.
  • Dizionario di erudizione storico-ecclesiastica da s. Pietro sino ai nostri giorni specialmente intorno ai principali santi … Band 11: Cav-Chi. Tipografia Emiliana, 1841, S. 5, Digitalisat in der Google-Buchsuche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Guidobono Cavalchini, Carlo Alberto. In: Salvador Miranda: The Cardinals of the Holy Roman Church. fiu.edu, Website der Florida International University; abgerufen am 18. Juni 2015., Fußnote (1)
VorgängerAmtNachfolger
Giuseppe SpinelliDekan des Kardinalskollegiums
1763–1774
Fabrizio Serbelloni
Giuseppe SpinelliKardinalbischof von Ostia e Velletri
1763–1774
Fabrizio Serbelloni
Francesco Scipione Maria BorgheseKardinalbischof von Albano
1759–1763
Fabrizio Serbelloni