Cephalanthus

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Cephalanthus
Cephalanthus occidentalis

Cephalanthus occidentalis

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Unterfamilie: Cinchonoideae
Tribus: Naucleeae
Gattung: Cephalanthus
Wissenschaftlicher Name
Cephalanthus
L.

Cephalanthus ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Von den sechs tropischen Arten kommen drei in der Neuen Welt, zwei in Asien und eine in Afrika vor.[1][2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blütenstand mit Blüten im Detail von Cephalanthus occidentalis
Illustration aus Afbeeldingen der fraaiste, meest uitheemsche boomen en heesters, Tafel 3 von Cephalanthus occidentalis
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Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cephalanthus-Arten wachsen als Sträucher oder kleine Bäume, die Wuchshöhen von 5 bis 15 Metern erreichen. Die gegenständig oder zu dritt in Wirteln an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind einfach.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Blüten stehen dicht in kugelförmigen Blütenständen zusammen. (daher der Gattungsname Cephalanthus).

Habitus und Zweige mit gegenständigen, gestielten einfachen Laubblättern von Cephalanthus natalensis

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Cephalanthus wurde 1753 durch Carl von Linné in seinem Werk Species Plantarum, 1, Seite 95 aufgestellt.[3][4] Der Gattungsname Cephalanthus setzt sich aus den altgriechischen Wörtern kephale κέφαλη für „Kopf“ und anthos ἄνθος für „Blüte“ zusammen.[5] Als Lektotypusart wurde 1915 durch Merrill in J. Wash. Acad. Sci., 5, Seite 532 Cephalanthus occidentalis L. festgelegt.[4] Synonyme für Cephalanthus L. sind: Acrodryon Spreng., Axolus Raf., Eresimus Raf., Silamnus Raf.[2]

Äußere Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cephalanthus ist die basale Gattung der Tribus Naucleeae in der Unterfamilie Cinchonoideae innerhalb der Familie Rubiaceae.[6] Einige Autoren hatten im letzten Jahrhundert die Gattung Cephalanthus in eine eigene Tribus Cephalantheae ausgegliedert.[7]

Arten und ihre Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cephalanthus-Arten gedeihen in den Tropen. Von den sechs Arten kommen drei in der Neuen Welt, zwei in Asien und eine in Afrika vor:[1][2]

Fossilfund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Gesteinsschichten bei Fasterholt nahe Silkeborg in Zentral-Jütland (Dänemark) aus dem mittleren Miozän wurden 16 fossile Früchte der ausgestorbenen Art Chephalanthus pusillus beschrieben.[8]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Arten werden als Zierpflanzen verwendet.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Tao Chen, Charlotte M. Taylor: Cephalanthus Linnaeus., S. 86. In: Flora of China Editorial Committee: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2011, ISBN 978-1-935641-04-9. textgleich online wie gedrucktes Werk.
  2. a b c d e f g h i Rafaël Govaerts (Hrsg.): Cephalanthus. In: World Checklist of Selected Plant Families (WCSP) – The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 20. August 2019.
  3. C. Linnaeus: Cephalanthus. In: Species Plantarum, Band 1 1753.
  4. a b Cephalanthus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 20. August 2019.
  5. U. Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names, Band 1. CRC Press, Boca Raton, New York, Washington DC, London 2000, ISBN 978-0-8493-2675-2, S. 476.
  6. U. Manns, B. Bremer: Towards a better understanding of intertribal relationships and stable tribal delimitations within Cinchonoideae s.s. (Rubiaceae). In: Molecular Phylogenetics and Evolution. 56, Nr. 1, 2010, S. 21–39. doi:10.1016/j.ympev.2010.04.002.
  7. C. E. Ridsdale: A revision of the tribe Cephalantheae (Rubiaceae). In: Blumea. 23, Nr. 1, 1976, S. 177–188.
  8. Else Marie Friis: Angiosperm Fruits and Seeds from the Middle Miocene of Jutland (Denmark). In: The Royal Danish Academy of Sciences and Letters. 24, Nr. 3, 1985.
  9. Huxley, A. J. (Hrsg.): The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. The Macmillan Press Limited, London 1992, ISBN 978-0-333-47494-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cephalanthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien