Cerasuolo di Vittoria

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Cerasuolo di Vittoria ist ein italienischer Rotwein aus den Provinzen Ragusa und Caltanissetta sowie der Metropolitanstadt Catania in Sizilien. Nachdem der Cerasuolo di Vittoria seit dem 29. Mai 1973 der einzige Wein mit DOC-Status der Provinz Ragusa war, ist er seit dem 13. September 2005 der einzige DOCG-Wein Siziliens. Die Denomination wurde zuletzt am 7. März 2014 aktualisiert.[1]

Anbaugebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anbau der Trauben für den Cerasuolo di Vittoria ist nur auf den Gemeindegebieten (ganz oder teilweise) von folgenden Gemeinden zugelassen:[1]

Das Anbaugebiet für den „Classico“-Wein ist gesondert aufgeführt.[1]

Erzeugung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

31 Winzer bearbeiteten 2015 insgesamt 166 ha und erzeugten 7.071 hl Wein.[2] Es werden ein „Cerasuolo di Vittoria“ und ein „Cerasuolo di Vittoria Classico“ erzeugt.

Zum Einsatz dürfen nur folgende Rebsorten kommen:

Der „Cerasuolo di Vittoria“ darf frühestens ab dem 1. Juni des auf die Ernte folgenden Jahres zum Verkauf kommen, der „Cerasuolo di Vittoria Classico“ nicht vor dem 31. März des zweiten Jahres nach der Ernte.

Die Lagerfähigkeit des Weins ist beachtlich; 30 Jahre und mehr sind keine Seltenheit.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cerasuolo di Vittoria[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: kirschrot bis leicht violett[1]
  • Geruch:von floral bis fruchtig
  • Geschmack: trocken, voll, weich, harmonisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 13,0 % Vol.
  • Säuregehalt: mind. 5,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 27,0 g/l

Cerasuolo di Vittoria Classico[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: kirschrot bis leicht granatrot[1]
  • Geruch: nach Kirschen, mit zunehmender Reife können auch Noten von Pflaume, Schokolade, Leder, Tabak wahrnehmbar werden
  • Geschmack: trocken, voll, weich, harmonisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 13,0 % Vol.
  • Säuregehalt: mind. 5,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 27,0 g/l

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon, 3. überarbeitete Ausgabe. 1. Auflage. Gräfe und Unzer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Burton Anderson: Italiens Weine 2004/05. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2004, ISBN 3-7742-6365-5.
  • Jacques Orhon: Le nouveau guide des vins d’Italie. Les editions de l’homme, Montreal 2007, ISBN 978-2-7619-2437-5.
  • Valeria Camaschella (Hrsg.): Lexikon der italienischen Weine – Sämtliche DOCG- & DOC-Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-0756-9, S. 280.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). wineacts.com, 7. März 2014; abgerufen am 31. Januar 2017 (PDF, italienisch).
  2. Weinbau in Zahlen 2016. In: V.Q.P.R.D. d’Italia 2016. federdoc.com; abgerufen am 20. Juni 2017 (PDF, italienisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]