Charlotte Garske

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Charlotte Garske (* 4. Dezember 1906 in Berlin; † 16. Dezember 1943 in Berlin-Plötzensee) war eine deutsche Kommunistin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein am Springsee

Die als Charlotte Schaepe geborene Kontoristin heiratete den Bauzeichner Erich Garske 1933 in zweiter Ehe. Ihre erste Ehe, aus der ein Kind hervorging, wurde 1930 geschieden.

Charlotte Garske war Mitglied der KPD und fungierte unter anderem als Kurier für Willi Seng. Weiterhin stellte sie gemeinsam mit ihrem Mann ihre Wohnung in Berlin-Mitte Mitgliedern der KPD zur Verfügung. Dort wurde das Ehepaar Garske, gemeinsam mit Wilhelm Knöchel am 30. Januar 1943 von der Gestapo verhaftet. Charlotte Garske wurde am 9. November 1943 vom Volksgerichtshof in Berlin zum Tode verurteilt und am 16. Dezember 1943 – drei Tage nach ihrem Mann – in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Gedenkstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Limsdorf der brandenburgischen Stadt Storkow erinnert ein Feldstein an das Ehepaar Garske. Der Stein ist in der Liste der Storkower Denkmale eingetragen. Der Stein wurde bereits 1944 von Freunden des Ehepaares am Springsee, an dem die Garskes öfter zelteten, aufgestellt. Ein derart frühes, noch während der NS-Diktatur aufgestelltes Widerstandsdenkmal ist für Brandenburg einzigartig. Der einfache, rund einen halben Meter hohe Findling trägt die schlichte Inschrift: Zum Gedenken an Lotte und Erich Garske.[1]

Der Stein befindet sich rund einhundert Meter über dem Ostufer des Springsees am Nordrand des „Naturcampingplatzes am Springsee“ und noch auf dessen Gelände am Ende einer kleinen Wiese/Lichtung, die sich entlang der „Kleinen Quelle“ erstreckt. Das kleine Rinnsal ist eines der beiden Fließe, die als „Große und Kleine Springseequelle“ als Naturdenkmal ausgewiesen sind.[2] Die Lage des teils überwucherten Steins kennzeichnet eine hohe Stange, die mit der weiß-blauen Denkmalplakette obenauf aus dem Gestrüpp herausragt.

Gedenkstein nach der Restaurierung 2013

Im Rahmen einer Veranstaltung im Naturpark Dahme-Heideseen zum Tag des offenen Denkmals am 8. September 2013 wurde der Gedenkstein freigestellt und restauriert.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Kaule: Brandenburg 1933–1945. Der historische Reiseführer. Ch. Links Verlag, Berlin 2012. ISBN 978-3-8615-3669-7, S. 102 (Eintrag Nr. 41: Widerstandsdenkmal Limsdorf).
  2. Frank Bretschneider: Rund um die Glubigseenkette. (PDF; 544 kB) Auf Webseite: NABU RV Dahmeland.
  3. Iris Stoff: Am Denkmaltag zum Springsee. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Märkische Oderzeitung. 5. September 2013, ehemals im Original; abgerufen am 25. Mai 2014.@1@2Vorlage:Toter Link/212.4.228.139 (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.