Chester Morris

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John Chester Brooks Morris (* 16. Februar 1901 in New York, NY; † 11. September 1970 in New Hope, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chester Morris war der Sohn des Schauspielers William Morris (1861–1936) und der Komikerin Etta Hawkins (1865–1945). Er begann bereits 1917 beim Film. Ein Jahr später war er am Broadway neben Lionel Barrymore im Stück The Copperhead zu sehen. In den 1920er-Jahren drehte er nur wenige Filme, war allerdings mit Erfolg am Broadway tätig. Ende der 1920er-Jahre, mit Beginn des Tonfilms, wandte sich Morris dem Hollywood-Kino zu. Im Jahr 1930 erhielt er eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller in Alibi (1929), doch erst seine Rolle in dem Gefängnisdrama Hölle hinter Gittern (1930) beflügelte seine Karriere. In der Folge drehte er mit einigen der großen weiblichen Hollywood-Stars, darunter Norma Shearer bei Die Frau für alle (1930) und Jean Harlow bei Feuerkopf (1932).

Ab Mitte der 1930er-Jahre ließ das Interesse an Chester Morris deutlich nach und er musste sich meist mit Hauptrollen in B-Movies begnügen. Nochmals Erfolg hatte er zwischen 1941 und 1949 mit der bei Columbia Pictures produzierten Detektivfilmreihe Boston Blackie, in welcher er die Titelfigur verkörperte. Die Rolle des Bosten Blackie wurde allerdings auch sein Fluch. Festgelegt auf diese Figur erhielt er in den 1950er- und 1960er-Jahren kaum noch Rollenangebote. Er arbeitete stattdessen vermehrt als Darsteller im US-Fernsehen, unter anderem als Gastgeber der Serie Captured (1960).[1] Seinen letzten Auftritt übernahm er 1970 in Die große weiße Hoffnung von Martin Ritt. Kurz darauf starb der 69-jährige Schauspieler, der an Krebs erkrankt war, an einer Überdosis Schlaftabletten. Ob es sich dabei um einen Unfall oder einen Selbstmord handelte, blieb unklar.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chester Morris bei Allmovie