Christian Demand

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Christian Demand (* 1960 in München) ist ein deutscher Publizist, Kunsthistoriker und Kulturphilosoph.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demand studierte Philosophie und Politikwissenschaft in München und wurde 1996 an der Hochschule für Philosophie München zum Dr. phil. promoviert. 1986/87 absolvierte er eine Redakteursausbildung an der Deutschen Journalistenschule. Er war als Musiker, Komponist und als Hörfunk-Journalist beim Bayerischen Rundfunk tätig, bevor er 2002 zunächst Lehrbeauftragter, dann Gastprofessor für Philosophie an der Universität für Angewandte Kunst Wien wurde. 2003 habilitierte er sich in philosophischer Ästhetik. Von 2006 bis 2011 hatte er den Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg inne. 2012 hat Demand als Herausgeber der Kulturzeitschrift Merkur die Nachfolge von Karl Heinz Bohrer und Kurt Scheel angetreten.[2]

2015 wählte ihn die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zum Mitglied.[3]

Der Künstler Thomas Demand ist der jüngere Bruder von Christian Demand.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demands Hauptanliegen ist es, wie schon die Titel seiner beiden Bücher anzeigen, Missstände im zeitgenössischen Kunstbetrieb zu analysieren. „Mit polemischem Furor streitet“ er, wie ein Rezensent schrieb, „für eine Neubewertung der Kunst“. [4] Was in der Kunstwelt als Maß der Dinge gilt, sei schief, meint Demand, und das zeige sich deutlich in den einschlägigen Veröffentlichungen: „Je professioneller der Rahmen, in dem eine Publikation zur Kunst erscheint, je näher sie den Institutionen der Kunstwelt steht, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass man darin auf enthusiastische Erlebnisaufsätze stößt, auf fadenscheinig ausgewaschene Formulierungen und die Simulation von Tiefsinn.“ [5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Problem ästhetischer Urteilsdifferenzen. Über die Möglichkeit einer philosophischen Ästhetik. Diss. Hochschule für Philosophie, München, 1996
  • Die Beschämung der Philister. Wie die Kunst sich der Kritik entledigte. Zu Klampen Verlag, Springe 2003, ISBN 3-934920-32-2. (Habil.-Schrift)
  • Wie kommt die Ordnung in die Kunst?. Zu Klampen Verlag, Springe 2010, ISBN 978-3-86674-057-0.
  • Die Invasion der Barbaren. Warum ist Kultur eigentlich immer bedroht?. Zu Klampen Verlag, Springe 2010, ISBN 9783866744066.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Demand in: Perlentaucher
  2. Christian Demand in: der taz
  3. Pressemitteilung der Deutschen Akademie vom 18. November 2015
  4. Hanno Rauterberg: Nein, so ist es nicht. In: Die Zeit. Literaturbeilage zur Buchmesse 2010
  5. Christian Demand: Die Beschämung der Philister. Zu Klampen Verlag, Springe 2003, S. 11 (Zitat, das auch als Klappentext gewählt wurde)